Linz (OTS) – Datum: 18. Februar 2026, 10:00 Uhr
Ort: Presseclub OÖ, Landstraße 31, 4020 Linz
Sprecher:innen:
– Martina Reischenböck, KV-Verhandlerin, Gewerkschaft vida
– Gerhard Siegl, Landesvorsitzender Oberösterreich, Gewerkschaft vida
– Weitere Beschäftigte aus Ordensspitälern Oberösterreich
Die Gewerkschaft vida präsentiert gemeinsam mit Beschäftigten die
Ergebnisse einer Befragung in den Belegschaften, die von 11.–18.
Februar stattfindet. Abgestimmt wird zum aktuellen Verhandlungsstand
sowie zur Frage, wie es weitergehen soll, sollte es erneut keine
Bewegung seitens der Arbeitgeber beim zentralen Thema Verkürzung der
Normalarbeitszeit in der Verhandlung am 24.2. geben. Sollten die
Beschäftigten weitere Maßnahmen für notwendig erachten, sind auch
neuerliche Arbeitskampfmaßnahmen nicht ausgeschlossen.
Beschäftigte werden im Zuge der Pressekonferenz aus ihrem
Berufsalltag berichten. Zudem tragen sie exklusiv einen offenen Brief
an Gesundheitslandesrätin und LH-Stv. Haberlander vor.
Es braucht Bewegung der Arbeitgeber
In den Kollektivvertragsverhandlungen für die Ordensspitäler
Oberösterreichs gibt es weiterhin kaum Bewegung der Arbeitgeber. Das,
obwohl die Beschäftigten den Arbeitgebern zuletzt deutlich
entgegengekommen sind: Statt der ursprünglich geforderten Einführung
der 35-Stunden-Woche fordern sie nun eine Normalarbeitszeit von 37
Stunden, die bis 2028 schrittweise erreicht werden soll. Sollte
dieser Forderung entgegengekommen werden, wäre auch eine Übernahme
des Landesabschlusses denkbar. Diesen schmerzhaften Kompromiss schlug
die Gewerkschaft vida vor, da die Arbeitgeber von Beginn an jede
Kompromissbereitschaft vermissen ließen.
Nach fünf Verhandlungsrunden, einem Streik und mehreren
Arbeitsgruppen boten sie weder bei der Entlohnung noch bei der für
die Beschäftigten so zentralen Forderung nach einer Reduktion der
Normalarbeitszeit merkliche Verbesserungen. Zum Kollektivvertrag der
Landesbediensteten hätte lediglich ein zusätzlicher regulärer
Urlaubstag statt eines Sonderurlaubs hinzukommen sollen, sowie ein
Rechtsanspruch, angespartes Zeitguthaben zu konsumieren, statt
auszahlen zu lassen.
Medienvertreter:innen sind herzlich eingeladen. Um Anmeldung wird
gebeten!