Wien (OTS) – Innenminister Gerhard Karner und Landeshauptfrau Johanna
Mikl-Leitner
gratulierten am 10. September 2025 in Wiener Neustadt 22 Beamten der
Direktion Spezialeinheiten/Einsatzkommando Cobra (DSE/EKO Cobra) zum
Abschluss des Ausbildungslehrgangs. „Das Einsatzkommando Cobra
genießt einen ausgezeichneten Ruf – auch weit über Österreichs
Grenzen hinaus. Er ist das Ergebnis der erstklassigen Ausbildung und
der hohen Kompetenz der Beamtinnen und Beamten. Gerade die enge
Zusammenarbeit von Polizeiinspektionen und dem Einsatzkommando Cobra
bei herausfordernden Einsätzen und Bedrohungslagen ist einzigartig“,
sagte Innenminister Gerhard Karner. „Den 22 heute ausgemusterten
Cobra-Beamten wünsche ich alles Gute und dass sie stets gesund von
ihren Einsätzen nach Hause kommen!“
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Die Cobra ist unsere
Eliteeinheit und sie steht für Professionalität, Mut und höchste
Verlässlichkeit. 800 bis 900 Einsätze und rund 500 Festnahmen jedes
Jahr sprechen eine klare Sprache: Ihre Arbeit bedeutet Sicherheit für
Österreich und für Niederösterreich. Heute ist ein großer Tag für 22
neue Einsatzbeamte, die dazu bereit sind, diese Verantwortung zu
übernehmen. Danke an alle, die tagtäglich für die Sicherheit der
Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher sorgen.“
Großlagen in den Jahren 2024/2025
Rund 60 Einsatzbeamte standen am 10. Juli 2025 bei der Amoklage
in einer Grazer Schule im Einsatz. Bereits neun Minuten nach der
Alarmierung traf das erste Team des Einsatzkommandos Cobra am
Einsatzort ein und begann mit der Durchsuchung des Gebäudes. Das Team
fand schließlich den leblosen Täter vor und führte die Durchsuchung
nach möglichen weiteren Tätern fort, während die Schülerinnen und
Schüler evakuiert und die Lage unter Kontrolle gebracht wurde.
Am 18. Oktober 2024 ermordete ein Mann die 65-jährige Partnerin
seines Arbeitsgebers in Zistersdorf und verschanzte sich anschließend
in einem aufgelassenen Weinkeller. Bei dem Einsatz wurde ein CBRN-C-
Bezug (= ChemischBiologischRadioaktivNuklear) vermutet und
automatische Waffen sowie Handgranaten sichergestellt. Mehrere Cobra-
Beamte wurden im Zuge des Einsatzes verletzt, einer davon schwer.
Nach einer Paketbombe, die Mitglieder der „Zeugen Jehovas“ am 31.
März 2023 in der Steiermark erreichte, wurden zahlreiche
Einsatzkräfte der Direktion für Spezialeinheiten aus allen
Bundesländern eingesetzt, darunter das Einsatzkommando Cobra, ein
Hubschrauber und der Entschärfungsdienst. Am 3. Mai 2024 erfolgte ein
neuerlicher Anschlag auf ein Auto, das letztendlich abbrannte. Am 29.
Mai 2025 konnte der Verdächtige nach einer weiteren Autobombe auf das
Auto seiner Ex-Frau festgenommen werden.