ASFINAG: „Grünes Licht“ für die Errichtung der Anschlussstelle Hart bei Graz an der A 2 Südautobahn

Graz/Wien (OTS) – Das jahrelang diskutierte Projekt „Neuerrichtung
Anschlussstelle Hart
bei Graz“ hat die erste große Hürde in Richtung Realisierung
genommen. Verkehrsministerium, Land Steiermark und ASFINAG sowie die
Gemeinde Hart und das Unternehmen Knapp einigten sich darauf, das
Projekt nun wieder anzugehen. In den kommenden Monaten gilt es nun,
das Vorprojekt fertigzustellen. Danach wird es beim Bundesministerium
für Mobilität eingereicht und von diesem geprüft. Das ist die Basis
für die Planungen und Umweltuntersuchungen zur
Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP).

„Eine moderne, zukunftsfitte Verkehrsinfrastruktur spielt für die
Mobilität und die Lebensqualität der Menschen, aber auch für den
Wirtschaftsstandort Steiermark eine wichtige Rolle. Dieser Neubau der
Anschlussstelle Hart bei Graz wird zusätzlich zum Ausbau der A 9 bis
Wildon und dem Lückenschluss bei der
S 36 in der Obersteiermark einen gewichtigen Beitrag dazu leisten“,
bekräftigt Verkehrsminister Peter Hanke.

ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl: „Mit der Anschlussstelle Hart
schaffen wir eine für die regionale Wirtschaft besonders bedeutende
Anbindung an das hochrangige Straßennetz. Das Projekt wird aber auch
den zahlreichen Pendlerinnen und Pendlern, die täglich über die A 2
fahren, zugutekommen und Anrainerinnen und Anrainer entlasten. Wir
legen bei der Umsetzung großen Wert darauf, dass diese möglichst
geringe Auswirkungen auf Umwelt und Lebensräume hat und entsprechend
nachhaltig erfolgt.“

Landesrätin Claudia Holzer: „Nach dem angekündigten dreispurigen
Ausbau der A 9 zwischen Graz West und Wildon und der Umsetzung der S
36 zwischen Judenburg und St. Georgen ob Judenburg fällt nun auch der
Startschuss für die Errichtung des so wichtigen Autobahnanschlusses
Hart bei Graz. Die Bevölkerung wird vom Verkehr entlastet und die
ansässigen Wirtschaftsbetriebe, allen voran das
Technologieunternehmen Knapp, bekommen eine adäquate Anbindung. Mit
Bundesminister Peter Hanke haben wir einen Partner, mit dem in der
Steiermark zukunftsweisende Verkehrsprojekte umgesetzt werden.“

Große Freude herrscht beim Harter Bürgermeister Franz Tonner
sowie dem Unternehmen Knapp: „Es freut mich sehr, dass wir dieses
wichtige Projekt jetzt umsetzen können. Mit der neuen
Autobahnanschlussstelle wird deutlich weniger Lkw-Verkehr durch den
Ortskern und an unserer Schule vorbeifahren – das bestätigt auch eine
aktuelle Studie. Damit erhöhen wir spürbar die Lebensqualität für
alle Harterinnen und Harter“, sagt Franz Tonner. „Parallel dazu
können wir nun auch die Ortsumfahrung Pachern umsetzen und sorgen
dafür, dass mögliche Ausweichrouten verkehrsberuhigt bleiben. Hart
bei Graz ist eine starke Wohn- und Wirtschaftsgemeinde. Mit dem
Ausbau der Straßeninfrastruktur schaffen wir Sicherheit, Entlastung
und Chancen für die lokale Wirtschaft. Mein besonderer Dank gilt der
Firma KNAPP, deren finanzielle Beteiligung dieses Zukunftsprojekt
erst möglich gemacht hat – ein klares Bekenntnis zu unserem
Standort.“

Erfreut über das grüne Licht für die Anschlussstelle ist auch der
Vorstand der Knapp AG: „ Wir begrüßen den Beschluss zum Bau der
Autobahnanschlussstelle Hart bei Graz ausdrücklich und danken den
Entscheidungsträgern für ihr Engagement. Eine leistungsfähige
Infrastruktur und gute Erreichbarkeit sind zentrale Voraussetzungen
für die nachhaltige Entwicklung der KNAPP AG. Die neue
Anschlussstelle sorgt für eine deutlich bessere Verkehrsanbindung als
bisher, steigert damit die Attraktivität des Standorts zusätzlich und
stellt die Weichen für zukünftiges Wachstum.“

Auch der steirische SPÖ-Nationalratsabgeordnete Wolfgang Moitzi
begrüßt die Fortschritte im Projekt:

„Ich bin erfreut, dass die Anschlussstelle auf der A 2 bei Hart
bei Graz endlich umgesetzt wird. Ein großes Danke an Verkehrsminister
Peter Hanke: Er zeigt damit einmal mehr, dass er nicht nur spricht,
sondern Taten setzt – und zwar genau dort, wo die Menschen und die
Betriebe echte Entlastung brauchen. Eine vollwertige Auf- und Abfahrt
ist für die Lebensqualität in Hart und für die starke
Wirtschaftsregion im Umland von Graz unverzichtbar. Kürzere Wege,
weniger Verkehrsbelastung im Ortsgebiet und mehr Sicherheit: Das ist
intelligente Verkehrspolitik, die unserer Steiermark gut tut.“

ÖVP-Nationalratsabgeordneter und Verkehrssprecher Joachim
Schnabel: „Ich kenne die Verkehrssituation in Hart sehr gut, weil ich
dort auch viele Jahre gearbeitet habe. Wir haben diese
Anschlussstelle schon lange gefordert, es ist also wirklich toll,
dass dieses Projekt jetzt endlich umgesetzt wird. Davon werden die
Gemeinde, die Wirtschaftstreibenden und die Bevölkerung profitieren.“

Vollanschluss bei der A 2 und Umlegung Landesstraße

Die Anschlussstelle – die ersten Anläufe waren bereits im Jahr
2008 – wird die Gemeinde Hart bei Graz voll an die A 2 Südautobahn
anschließen, es werden also in jede Fahrtrichtung eine Auf- und eine
Abfahrt errichtet. Das Projekt ist auch bereits auf den in den Jahren
2019 und 2020 errichteten Hochwasserschutz abgestimmt, der mit einer
Brücke überspannt wird.

Die Anschlussstelle endet in einem Kreisverkehr, der vom Land
Steiermark in einem eigenen Projekt im Zuge der Verlegung der
Landesstraße errichtet wird. Auch die Gemeinde Hart errichtet
ebenfalls eine Straße, die in diesen Kreisverkehr mündet.

Die Finanzierungsvereinbarung für diese Anschlussstelle sieht
eine Kostenteilung aller beteiligten Partner vor. Die ASFINAG
übernimmt 50 Prozent der Investition, das Land Steiermark 25 Prozent
und die restlichen 25 Prozent werden von der Gemeinde Hart sowie dem
Unternehmen Knapp übernommen. Die Investition für die Anschlussstelle
wird auf 22 Millionen Euro geschätzt.

So geht es weiter

Die ASFINAG arbeitet nun in den kommenden Monaten mit Hochdruck
daran, das Vorprojekt zu aktualisieren und entscheidungsreif zu
machen. Danach können die UVP und alle weiteren Verfahren sowie auch
die erforderlichen Grundeinlösen starten. Mit einem Baustart ist –
abhängig von der Dauer dieser Verfahren – nach 2031 zu rechnen.