ARGE Geothermie Allianz Österreich begrüßt Nationalratsbeschluss zur Tiefengeothermie

Wien (OTS) – Die ARGE Geothermie Allianz Österreich in der
Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ) begrüßt den einstimmigen Beschluss des Nationalrats
zur stärkeren und erleichterten Nutzung der Geothermie in Österreich.
Er stellt einen wichtigen energiepolitischen Meilenstein dar und
schafft Grundlage für die Ausarbeitung der für eine beschleunigte
Entwicklung der Tiefengeothermie notwendigen regulatorischen
Rahmenbedingungen im Rahmen der Wärmewende. Nichtsdestotrotz müssen
nun zügig die entsprechenden gesetzlichen Anpassungen im
Mineralrohstoffgesetz und im Wasserrechtsgesetz vorgenommen werden,
um die erfolgreiche Umsetzung von Tiefengeothermieprojekten im Sinne
der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung zu ermöglichen.

Die ARGE Geothermie Allianz Österreich hat in enger Abstimmung
mit dem Verein Geothermie Österreich (GTÖ), zentralen Stakeholdern
und Vorsitzenden der beteiligten Organisationen die politische
Relevanz der Geothermie in den vergangenen Monaten gezielt in
Entscheidungsprozesse eingebracht. Zahlreiche der nun beschlossenen
Maßnahmen gehen direkt auf das gemeinsame Positionspapier zurück

Der Nationalrat hat die Bundesregierung nun ersucht, geplante
rechtliche Anpassungen – insbesondere im Mineralrohstoffgesetz und im
Wasserrechtsgesetz – zeitnah in Begutachtung zu bringen. Ziel ist
eine rasche Umsetzung noch im laufenden Jahr. Grundlage dafür sind
das Regierungsprogramm, der Ministerratsvortrag vom 25. März 2026
sowie die Industriestrategie.

Staatssekretärin Elisabeth Zehetner betonte in ihrer Wortmeldung
die zentrale Rolle der Wärmewende für das Gelingen der Energiewende.
Derzeit liegt der Anteil der Geothermie an der Fernwärmeversorgung
noch unter 1 Prozent, das realisierbare Potenzial bis 2030 wird
jedoch auf rund eine Terawattstunde geschätzt. Vorgesehen sind unter
anderem vereinfachte Genehmigungsverfahren für Tiefengeothermie-
Anlagen.

Wichtiger Baustein für Versorgungssicherheit und Klimaziele

Im Parlament wurde Geothermie parteiübergreifend als wichtiger
Beitrag zur Reduktion fossiler Abhängigkeiten, zur Stärkung der
Versorgungssicherheit sowie zur Sicherung von Wertschöpfung und
Beschäftigung in Österreich hervorgehoben. Gleichzeitig wurde auf die
Bedeutung wirtschaftlicher Tragfähigkeit, technischer Sicherheit und
realistischer Ausbaupfade hingewiesen.

„Mit dem gestrigen Nationalratsbeschluss sehen wir einen
wichtigen politischen Meilenstein erreicht. Die einstimmige
Zustimmung aller Parlamentsparteien unterstreicht, dass Geothermie
als unverzichtbarer Baustein der österreichischen Energiezukunft
anerkannt ist. Gemeinsam mit dem GTÖ und allen relevanten
Stakeholdern werden wir die weitere Umsetzung aktiv begleiten und die
Branche in diesem entscheidenden Transformationsprozess vertreten“,
so Clara Habeler, Geschäftsführerin der ARGE Geothermie Allianz
Österreich.

Ein zentraler weiterer Schwerpunkt aus Sicht der Branche ist die
Verbesserung der Finanzierbarkeit von Tiefengeothermieprojekten. Die
ARGE Geothermie Allianz Österreich setzt sich daher für verlässliche
Investitionsrahmen, risikoabsichernde Instrumente sowie gezielte
Fördermechanismen ein, um die hohen Anfangsinvestitionen in der
Projektentwicklung besser abzufedern.

Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die
Wiederaufnahme und Weiterentwicklung eines spezifischen Geothermie-
Förderprogramms des Klima- und Energiefonds (KLIEN). Dieses Programm
hat in der Vergangenheit bereits wesentlich dazu beigetragen, erste
Projekte anzustoßen und technische sowie geologische Risiken zu
reduzieren. Die Branche sieht darin einen entscheidenden Hebel, um
bestehende Projekte zu skalieren und neue Vorhaben schneller in die
Umsetzung zu bringen.

Die ARGE Geothermie Allianz Österreich versteht sich als zentrale
Koordinationsplattform der Branche und arbeitet eng mit dem Verein
Geothermie Österreich (GTÖ) sowie weiteren Stakeholdern aus
Energiewirtschaft, Industrie, Forschung und Verwaltung zusammen. Die
ARGE Geothermie Allianz Österreich wird von den beiden
Trägerverbänden Fachverband Gas Wärme (FGW) und Fachverband der
Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie (FVEK) getragen, die
gemeinsam das organisatorische und fachliche Rückgrat der Allianz
bilden. (PWK188/JHR)