Wien (OTS) – Das Land Niederösterreich hat erneut
Wohnbauförderungsdarlehen
veräußert. Nach dem Verkauf eines Kreditpakets im Nominalwert von 300
Millionen Euro im Vorjahr wurde nun die zweite Tranche der
angekündigten Verkäufe umgesetzt: Wohnbauförderungsdarlehen im Wert
von 400 Millionen Euro wurden verkauft, der Erlös beträgt 300
Millionen Euro. Der Verkauf und der nicht zweckgebundene Einsatz des
Verkaufserlöses schwächt aus Sicht der ARGE Eigenheim den Wohnbau in
Niederösterreich.
Die Rückflüsse aus Förderdarlehen bilden eine wesentliche
Grundlage für die langfristige Finanzierung neuer Wohnbauprojekte.
Durch den Verkauf dieser Forderungen werden künftige Rückflüsse
reduziert und damit die Möglichkeiten eingeschränkt, dauerhaft
leistbaren Wohnraum zu schaffen.
„Wer heute Wohnbauförderdarlehen verkauft, nimmt dem Wohnbau die
Finanzierung von morgen.
Gerade in Zeiten steigender Wohnkosten braucht es ein starkes und
dauerhaft abgesichertes Fördersystem statt kurzfristiger
Budgetmaßnahmen.“ betont ARGE-Eigenheim-Obfrau Isabella Stickler.
Gerade angesichts des steigenden Wohnraumbedarfs und der
angespannten Situation am Wohnungs-markt seien die Mittel dringend
erforderlich, um neue leistbare Wohnungen zu errichten und bestehende
Wohnangebote weiterzuentwickeln.
„In Zeiten eines zunehmenden Wohnungsmangels wird jeder
zusätzliche Euro für die Schaffung von leistbarem Wohnraum benötigt.
Die Erlöse aus dem Verkauf der Wohnbauförderungsdarlehen sollten
daher wieder dem gemeinnützigen Wohnbau zugutekommen, um auch künftig
ausreichend leistbare Wohnungen für die Menschen in Niederösterreich
bereitstellen zu können“,
erklärt Christian Rädler, GBV-Landesgruppenobmann Niederösterreich.
Die ARGE Eigenheim fordert daher erneut, die Wohnbauförderung
langfristig abzusichern und sicherzustellen, dass ausreichende Mittel
für Neubau, Sanierung und die Schaffung leistbaren Wohnraums zur
Verfügung stehen .
Sollte das Land weiterhin Wohnbauförderungsdarlehen veräußern,
müsse gewährleistet sein, dass die erzielten Erlöse wieder in die
Wohnbauförderung und den gemeinnützigen Wohnbau investiert werden.
Ein Verkauf von Förderdarlehen mag kurzfristig budgetäre
Spielräume schaffen, kann jedoch kein Ersatz für eine nachhaltige und
generationengerechte Finanzierung des Wohnbaus sein.
Über die ARGE Eigenheim
Der nicht auf Gewinn gerichtete Verein „Arbeitsgemeinschaft
Eigenheim“ ist die Plattform für rund 100 Wohnbauunternehmen aus
allen neun Bundesländern in Österreich. Neben dem Ziel, vor allem die
Eigentumsbildung zu ermöglichen und zu unterstützen steht der
Erfolgsaustausch zwischen den Unternehmen der ARGE im Fokus.
www.argeeigenheim.at
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