Wien (OTS) – Treibstoff ist in den vergangenen Wochen deutlich
günstiger geworden
als im März und im April dieses Jahres, jedoch nicht deutlich genug,
wie der ARBÖ analysiert hat. Rohöl auf den internationalen Märkten
kostet – nachdem es nun endlich zu einem Rahmenabkommen der
Kriegsparteien im Iran-Krieg und der voraussichtlichen Öffnung der
Straße von Hormus gekommen ist – aktuell etwas weniger als Anfang
März 2026. Die Preise von Diesel und Eurosuper an den Zapfsäulen sind
aber noch deutlicher höher. „Was wir nun erleben, ist der Raketen-
Federn-Effekt. Sobald der Rohölpreis steigt, werden die Preise sofort
und unmittelbar von den Ölmultis an die Konsumenten weitergegeben.
Sinken die Preise, passiert dies an den Tankstellen nur abgefedert
und zeitverzögert“, sagt Dr. Peter Rezar, Präsident der ARBÖ-
Bundesorganisation. „Die Ölkonzerne und Raffinerien machen sich nun
wiedermal ein schönes Körberlgeld auf Kosten der Autofahrer.“
Aktuell kostet ein Liter Diesel im Durchschnitt 1,757 Euro, für
einen Liter Eurosuper müssen an den Tankstellen durchschnittlich
1,678 Euro bezahlt werden. „An den vergangenen neun Tagen ist Rohöl
um mehr als 17 Prozent billiger geworden, der Preis für Diesel aber
nur um 4,6 Prozent für Benzin um 3,7 Prozent. Das zeigt, dass noch
viel Spielraum nach unten existiert“, kritisiert Peter Rezar die
Preisentwicklung (Erhebung: 18.6.2026).
Autofahrer, die beim Tanken sparen wollen, sollten laut ARBÖ
möglichst kurz vor 12 Uhr mittags zur Tankstelle fahren, denn dann
sind die Kraftstoffpreise im Tagesverlauf am niedrigsten. Um 12 Uhr
steigen sie stark an und fallen danach langsam wieder ab.
Auch ein Preisvergleich hilft beim Sparen: Die App des ARBÖ und
die Homepage www.arboe.at informieren rund um die Uhr über die
aktuellen Preise.