Baden (OTS) – Der aktuelle Arbeitsmarkt-Kompass, eine
Längsschnittuntersuchung zur
Stimmung am österreichischen Arbeitsmarkt des Online Research
Instituts Marketagent in Kooperation mit Leitbetriebe Austria, zeigt:
Die wahrgenommenen Aussichten am Arbeitsmarkt trüben sich weiter ein.
Nur noch 54% der heimischen Beschäftigten gehen davon aus, dass es
aktuell leicht ist, einen neuen Job zu bekommen. Auch bei den
Gehaltserwartungen herrscht immer mehr Zurückhaltung.
Zwtl.: Fact Box
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Arbeitsmarkeinschätzung trübt sich ein : Nur noch 54% empfinden
es als leicht, aktuell einen neuen Job zu bekommen – ein stetig
sinkender Trend seit Beginn der Erhebung vor zwei Jahren (Q3 2023: 68
%).
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Zurückhaltung bei Gehalt : Die erwartete Gehaltserhöhung bei
einem Jobwechsel liegt aktuell im Schnitt bei 22,5% – ebenfalls ein
deutlicher Rückgang seit 2023 (Q3 2023: 28,6%).
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Bevorzugter Arbeitsalltag stabil :Die bevorzugte
Wochenarbeitszeit liegt im Schnitt bei rund 33 Stunden, der ideale
Home-Office-Anteil bei durchschnittlich 40%. Die maximal akzeptierte
Pendeldistanz beläuft sich auf rund 23 km (Mittelwert).
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Hohe Jobzufriedenheit, jede*r Dritte will wechseln : 82% sind mit
ihrem aktuellen Job (sehr) zufrieden. Gleichzeitig zeigt weiterhin
rund ein Drittel (32%) hohe Wechsel-bereitschaft, insbesondere in der
Generation Z (53%).
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Werte & Prioritäten : Wichtigste Kriterien bei der Jobsuche sind
faires Gehalt (66%), gutes Arbeitsklima (55%) und Jobsicherheit (45%)
. Überstunden werden akzeptiert, sollen aber fair abgegolten werden (
86%).
Zwtl.: Stimmung am Arbeitsmarkt kühlt weiter ab
Der österreichische Arbeitsmarkt zeigt im dritten Quartal 2025
ein zunehmend getrübtes Bild. Laut der aktuellen Ausgabe der
Längsschnittstudie Arbeitsmarkt-Kompass von Marketagent und
Leitbetriebe Austria empfinden derzeit nur noch 54 Prozent der
unselbstständig Beschäftigten die Jobsuche als sehr oder eher leicht.
Vor zwei Jahren (Q3/2023) lag dieser Wert noch bei 68 Prozent. Ein
deutlicher Rückgang, der die anhaltende Verunsicherung am
Arbeitsmarkt widerspiegelt. Auch die Erwartungen an
Gehaltssteigerungen bei einem Jobwechsel sinken: Im Schnitt rechnen
Beschäftigte aktuell mit einem Plus von 22,5 Prozent, während im
dritten Quartal 2023 noch ein Zuwachs von 28,6 Prozent erwartet
wurde.
„ Die Entwicklung zeigt klar: Der österreichische Arbeitsmarkt
hat an Leichtigkeit verloren. Was vor zwei Jahren noch für zwei
Drittel der Beschäftigten machbar erschien, empfinden heute nur mehr
gut die Hälfte als realistisch. Gleichzeitig sinken auch die
Erwartungen an Gehaltssteigerungen bei einem Wechsel. Das sind
deutliche Signale für die wachsende Verunsicherung in einer Zeit, in
der Stabilität und Sicherheit am Arbeitsplatz für viele immer
wichtiger werden “, analysiert Monica Rintersbacher ,
Geschäftsführerin von Leitbetriebe Austria.
Zwtl.: Stabile Arbeitsmodelle: 33-Stunden-Woche als Wunschmaß
Trotz der eingetrübten Stimmung bleiben die Vorstellungen zum
idealen Arbeitsalltag konstant. Die bevorzugte Wochenarbeitszeit
liegt bei rund 33 Stunden, der ideale Home-Office-Anteil bei
durchschnittlich 40 Prozent. Auch die Pendelbereitschaft zeigt eine
klare Grenze: Im Mittel liegt die maximal akzeptierte Distanz bei
rund 23 Kilometern. Ein Indikator dafür, dass Flexibilität am
Arbeitsmarkt nicht allein über das Arbeitsmodell, sondern auch über
die Erreichbarkeit definiert wird.
Zwtl.: Hohe Jobzufriedenheit, dennoch große Wechselbereitschaft
Bemerkenswert ist die Diskrepanz zwischen hoher Jobzufriedenheit
und ausgeprägter Wechselbereitschaft. Zwar geben 82 Prozent der
Befragten an, mit ihrem aktuellen Job (sehr) zufrieden zu sein,
dennoch denkt weiterhin fast jede*r Dritte (32%) konkret über einen
Jobwechsel nach. Besonders ausgeprägt ist diese Tendenz bei den
Jüngeren: In der Generation Z plant mehr als die Hälfte (53%) eine
berufliche Veränderung.
Zwtl.: Wertewandel: Gehalt, Arbeitsklima und Sicherheit zählen
Bei den Kriterien der Jobsuche dominieren klassische Faktoren:
Faires Gehalt (66%), gutes Arbeitsklima (55%) und Jobsicherheit (45 %
) rangieren ganz oben auf der Prioritätenliste. Überstunden sind für
viele Beschäftigte nur akzeptabel, wenn sie fair abgegolten werden.
Ein Anliegen, das 86 Prozent der Befragten teilen.
„ Der Arbeitsmarkt in Österreich bewegt sich derzeit zwischen
stabilen Erwartungen an den Arbeitsalltag und einer zunehmenden
Verunsicherung in Hinblick auf Chancen und Perspektiven. Während
Arbeitszeitmodelle und Home-Office-Wünsche relativ konstant bleiben,
zeigen die sinkenden Werte bei Jobchancen und Gehaltserwartung, dass
sich die ökonomische Realität am Markt abbildet “, so das Fazit von
Marketagent-Founder Thomas Schwabl .