APA-Areal: Mit XXL-Mural und ESC-Flair startet Stadtentwicklung

Wien (OTS) – Spektakuläres Opening am ehemaligen APA-Gelände in
Döbling: Mit einem
überwältigenden Farbfeuerwerk auf gigantischen 1.100 Quadratmetern
ist der ehemalige APA-Tower aus seinem 21-jährigen Dornröschenschlaf
erwacht. Der 52 Meter hohe Turm präsentiert nun Österreichs größtes
Wandgemälde und markiert in leuchtenden Farben den Start eines neuen
Stadtquartiers und urbaner Transformation bei der ab heute auch die
Bürger*innenbeteiligung beginnt. Gleichzeitig wird das Gemälde zum
internationalen Hotspot im Rahmen des Eurovision Song Contest-
Offstage-Programms als Fixpunkt der Touren für internationale
Delegationen.

Das aufsehenerregende Projekt ist das Ergebnis der Zusammenarbeit
von Stadt Wien, dem Grundstückseigentümer BUWOG und der Wiener
Streetart-Organisation Calle Libre. Bei einer Pressekonferenz wurde
das Kunstwerk heute Vormittag – musikalisch begleitet von den U-Bahn-
Stars – offiziell eröffnet.

Ein Farbenrausch in XXL

Drei Wochen lang ist mit intensiver künstlerischer Arbeit, 800
Litern Farbe und 830 Spraydosen ein Werk entstanden, das die Wiener
Skyline neu definiert. Der international gefeierte Streetart-Künstler
Okuda San Miguel hat mit „In Equality“ sein erstes Monument in
Österreich geschaffen: Ein visuelles Manifest, das für Buntheit,
Toleranz und Offenheit steht. Botschaften, die alle Projektbetreiber
gleichermaßen mittragen.

„Mit viel Farbe und ESC-Musik unserer U-Bahn-Stars haben wir den
Tower heute sanft aus dem 21-jährigen Schlaf geholt. Wir freuen uns,
dass das beeindruckende Bild zugleich der Beginn der Stadtentwicklung
ist. Das gesamte Areal Gunold Süd ist 2,5 Hektar groß und soll
künftig attraktiven Wohnraum, neue Arbeitsplätze und Grün- und
Erholungsflächen bieten. Wie üblich bei unseren Planungsetappen sind
die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an dabei, sich bei
Beteiligungsformaten mit ihren Ideen einzubringen“, sagt Ulli Sima,
Stadträtin für Stadtentwicklung, Mobilität und Wr. Stadtwerke.

„Die BUWOG versteht sich seit jeher als Förderin von Kunst und
Kultur, deshalb ist es uns eine große Freude, hier am Standort
Heiligenstadt gemeinsam mit der Stadt Wien und Calle Libre einem
Künstler und zugleich gesellschaftlich relevanten Themen eine
Plattform zu geben“, so Andreas Holler, Geschäftsführer der BUWOG.
„Wir sind außerdem besonders stolz darauf, auch an diesem bedeutenden
Wiener Stadtentwicklungsprojekt maßgeblich beteiligt zu sein und mit
der Stadt Wien sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern die Zukunft
des Wiener Stadtbildes mitzugestalten.“

„Mit der künstlerischen Gestaltung wird der APA-Tower zu einem
neuen Landmark im Stadtraum und setzt einen klaren Auftakt für die
Entwicklung des Areals. Entscheidend ist nun, diesen Impuls in
qualitätsvolle Stadtentwicklung zu übersetzen. Mit der frühzeitigen
Einbindung der Bürgerinnen und Bürger schaffen wir die Grundlage für
ein Stadtquartier, das funktional überzeugt und gleichzeitig hohe
Ansprüche an Architektur, Freiraum und Klimaanpassung erfüllt“, sagt
NEOS Selma Arapović.

„Viele Menschen kennen den ehemaligen APA-Turm seit Jahren als
stillen Bestandteil der Skyline. Der nun sichtbare Aufbruch für ein
gänzlich neues Stadtquartier ist erst der Anfang der Entwicklungen.
Am schönsten wird eines Tages die Wandfarbe in zukünftig belebten,
bewohnten und bewirtschafteten Gebäuden und Räumen im Quartier sein“,
so Bezirksvorsteher Daniel Resch.

„Das Wandgemälde „In Equality“ steht als kraftvolles Symbol für
Zusammenhalt, Vielfalt und Zukunft. Dieses Projekt ist weit mehr als
ein außergewöhnliches Kunstwerk im öffentlichen Raum: Es ist der
Startschuss für einen Transformationsprozess in Döbling, der zeigt,
dass vieles nicht so bleiben muss, wie es ist, sondern besser werden
kann. Damit wird Döbling bunter, lebendiger und noch lebenswerter“,
sagt die stellvertretende Bezirksvorsteherin von Döbling, Mahboobeh
Bayat.

Planung geht Hand in Hand mit Bürger*innenbeteiligung

Am 7.5.2026 von 15:00 – 19:00 Uhr startet vor Ort (Gunoldstraße
14, direkt beim APA-Tower, „Wild im West“) die Bürger*
innenbeteiligung. Im Rahmen eines Beteiligungsfestes besteht die
Möglichkeit, sich über die Planungen zu informieren, mit den Planer*
innen ins Gespräch zu kommen und eigene Ideen, Anregungen und
Vorschläge einzubringen. Zusätzlich werden um 16:00 Uhr und um 17:00
Uhr Führungen durch das Planungsgebiet angeboten. Für das
musikalische Rahmenprogramm sorgen auch hier die U-Bahn-Stars mit
einem Best-of der größten Song Contest Hits.

Für Menschen, die nicht am Beteiligungsfest teilnehmen können,
besteht die Möglichkeit, online Wünsche und Ideen einzubringen. Ab
heute 7. Mai ist der Link zur Teilnahme freigeschaltet:
www.wien.gv.at/stadtplanung/gunoldsued

Im weiteren Verlauf des Planungsprozesses für die Entwicklung des
Stadtgebietes sind zudem weitere Beteiligungsformate geplant.

„In Equality“: Ungleichheiten sichtbar machen

Das Wandgemälde wurde kreiert vom spanischen und international
anerkannten Urban Street Artist Okuda San Miguel, der erstmals eines
seiner Werke auf einer Fassade in Österreich realisierte. Seine
Bildsprache steht für eine farbintensive Komposition aus hybriden
Figuren und geometrischen Formen. Unter dem Titel „In Equality“
richtet das Projekt die Aufmerksamkeit auf Ungleichheiten, die sich
in gesellschaftlichen Strukturen, im sozialen Miteinander und in
geschlechtsspezifischen Lebensrealitäten zeigen und passt damit
perfekt zum ESC – ganz nach dem Motto „United by Music“.

Eingeladen wurde San Miguel von der Wiener Streetart Organisation
Calle Libre. Dass dieses Statement ausgerechnet am ehemaligen APA-
Turm realisiert wird, ist eine bewusste Entscheidung: „ Wo früher
Nachrichten produziert und verbreitet wurden, trägt nun eine Fassade
im öffentlichen Raum eine Botschaft nach außen. Im Rahmen des ESC,
der Wien in diesen Wochen international in den Fokus rückt, erhält
diese Verbindung zusätzliche Sichtbarkeit“, sagt Jakob Kattner,
Kurator und Vorstandsvorsitzender von Calle Libre .

Der Künstler, Okuda San Miguel , ergänzt: „Beim Projekt ‚In
Equality‘ bildet die Architektur des APA-Turms den Ausgangspunkt,
wobei die Form des Gebäudes einen visuellen Dialog mit seiner
Umgebung schafft. Ich habe dafür eine Komposition entworfen, die von
Farbe, abstrakter Geometrie und Dekonstruktion geprägt ist. Ich lade
die Bevölkerung dazu ein, den städtischen Raum damit aus einer neuen,
lebendigen und spannenden Perspektive zu betrachten.“

rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at/