Anlässlich der Fußball-WM: „Grand Canyon – Amerikas größtes Naturwunder“ im „Universum“-Porträt

Wien (OTS) – Er zählt zum UNESCO-Weltnaturerbe: der Grand Canyon. Bis
zu 1.600
Meter tief hat sich der Colorado-Fluss über Millionen von Jahren in
das Gestein des Colorado-Plateaus gegraben. Das Ergebnis ist eines
der großen Naturwunder der Erde – eine atemberaubende Schlucht samt
wildromantischen Steilhängen und Gesteinsformationen. Zwei Drittel
des knapp 450 Kilometer langen Canyons sind als Nationalpark
geschützt, jährlich kommen mehr als vier Millionen Besucher:innen aus
aller Welt hierher. Anlässlich der Fußball-WM präsentiert „Universum“
den Zuseherinnen und Zusehern mit „Grand Canyon – Amerikas größtes
Naturwunder“ von Henry M. Mix und Yann Sochaczewski am Dienstag, dem
16. Juni 2026, um 20.15 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON einen der
eindrucksvollsten Orte der USA. Der Film entstand als Koproduktion
von ORF, NDR, ARTE, ARD und National Geographic Channel.

Das Gebiet um das weltberühmte Tal, das der Colorado-River
geschaffen hat, wird in drei Regionen aufgeteilt: den Südrand, der
die meisten Besucher:innen anzieht, den höher gelegenen und kühleren
Nordrand und die Innere Schlucht. An ihren Steilwänden lässt sich
eine der vollständigsten Abfolgen geologischer Schichten ablesen,
deren unterste vor mehr als 1,8 Milliarden Jahren entstanden ist. Zum
Schutz großer Teile des einzigartigen Canyons richtete die US-
Regierung 1908 ein National Monument ein, aus dem 1919 der Grand
Canyon National Park hervorging. 1979 nahm die UNESCO den Landstrich
in die Riege der Weltnaturdenkmäler auf. Das Colorado-Plateau und die
Schlucht sind extrem unterschiedliche Lebensräume: Die Hochplateaus,
die den Canyon umgeben, sind flach und bilden ein Mosaik aus Wäldern,
Steppen und Wiesen. Hörnchen, Wapitis, Maultierhirsche und Pumas sind
hier beheimatet. Nicht selten grasen Bisons auf den Wiesen im Norden
des Canyons. Auch Gabelböcke und Präriehunde bevölkern zahlreich die
Ebene. Die meisten Besucher:innen des Nationalparks genießen die
spektakuläre Aussicht vom Südrand der Schlucht. Im Holz abgestorbener
Kiefern legen Eichelspechte hier ihre Vorratskammern an: Sie haben
Hunderte selbst gezimmerte Löcher mit Eicheln gefüllt, um so über den
Winter zu kommen.

Zwischen dem Hochplateau und dem Colorado River liegen die
kargen, unzugänglichen Steilhänge. Sie sind der Lebensraum der
Dickhornschafe. Leichtfüßig erklettern sie fast jede Ecke der großen
Schlucht und liefern sich zur Brunftzeit spektakuläre Kämpfe. 30
Kilometer Luftlinie sind es an der breitesten Stelle von der
Nordseite des Grand Canyon bis zum Südrand. Über der Schlucht zieht
einer der seltensten Vögel der Welt seine Kreise: der Kalifornische
Kondor. Zu Beginn der 1980er Jahre gab es gerade noch 22 Exemplare
dieser majestätischen Vögel. Heute zählt man wieder mehr als 400
Kondore, ein paar Dutzend davon am Grand Canyon. Nach wie vor
schneidet sich der Colorado weiter in sein uraltes Flussbett. Die
Talsohle liegt auf etwa 700 Metern Seehöhe. Frost und Sonne lösen
ständig neues Material aus den Wänden, das vom Regen in den Fluss
geschwemmt wird. Nur wenige Besucher:innen betreten das Innere des
Canyons und lernen den Nationalpark aus der „Flussperspektive“
kennen. Für die, die eine Bootsfahrt auf dem Colorado wagen, gehört
eine aufregende Rafting-Tour durch seine Stromschnellen zum
Pflichtprogramm.

Von seiner schönsten Seite zeigt sich der Grand Canyon in den
Sommermonaten, dann ist er in warmem Licht zu erleben. Über die
tiefen Schluchten ziehen dann aber auch fast täglich dunkle Wolken.
Gewaltige Gewitterzellen bilden sich über dem ausgedörrten Land und
lassen den Canyon klein und unbedeutend erscheinen. Und dann entlädt
sich der Himmel und Wassermassen donnern die große Schlucht hinunter.
Der Film zeigt aber auch das gänzlich veränderte Erscheinungsbild des
Grand Canyons während der Wintermonate. Dann sind die bizarren
Gesteinsstrukturen mit feinem Weiß überzuckert und wirken weich, fast
friedlich. Einzigartige Bilder, aufgenommen mit der modernsten
Kameratechnik, bieten einen Einblick in eines der ganz großen
Naturwunder der Erde.