Amt für Betrugsbekämpfung stoppt illegale Beauty-Ärztin in Wien

Wien (OTS) – Am Wochenende gelang der Finanzpolizei im Amt für
Betrugsbekämpfung
ein Schlag gegen illegale Beauty-Behandlungen. Bei einer gezielten
Kontrolle erwischten sie eine Frau in flagranti beim Verabreichen von
Botox.

Ausgangspunkt der Amtshandlung war eine Anzeige gegen eine Ärztin
aus einem Drittstaat, die nach Wien gereist war, um kosmetische
Behandlungen auf dem Schwarzmarkt anzubieten. Die Finanzpolizistinnen
und -Polizisten ertappten die Kurpfuscherin dabei, wie sie gerade
einer Patientin Injektionen im Gesichtsbereich verabreichte.

Im Zuge der Kontrolle trafen die Beamtinnen und Beamten mehrere
Personen an, von denen sich einige bereits entsprechenden
Behandlungen unterzogen hatten. Darüber hinaus fanden die
Finanzpolizistinnen und Finanzpolizisten zahlreiche Medikamente,
Spritzen sowie weitere medizinische Utensilien vor.

Bei einer ersten Befragung gab die Frau an, in ihrem
Herkunftsstaat als Medizinerin tätig zu sein. Sie gab jedoch zu, über
keine erforderliche Berechtigung zur Ausübung einer ärztlichen
Tätigkeit in Österreich zu verfügen.

Ebenso gestand sie, bereits in der Vergangenheit mehrfach
Patientinnen und Patienten in Österreich behandelt zu haben. Die in
Wien vorgefundenen arzneimittelpflichtigen Präparate habe sie erst am
Vortag persönlich im Reisegepäck nach Österreich eingeschmuggelt. Die
Frau ist steuerlich nicht in Österreich ansässig und schleuste ihre
Einnahmen am Staat vorbei.

Aufgrund möglicher Verstöße gegen verwaltungs-, straf- und
arzneimittelrechtliche Bestimmungen zog die Finanzpolizei die die LPD
Wien, die Zollfahndung sowie die Gruppe Sofortmaßnahmen des Magistrat
Wien hinzu.

Die nachfolgende Ermittlung der LPD Wien enthüllte, dass gegen
die angebliche Ärztin bereits in der Vergangenheit Anzeigen wegen
Kurpfuscherei vorlagen. Überdies war die Frau von der
Staatsanwaltschaft zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben. Weitere
Ermittlungen laufen.

Fotos: https://www.flickr.com/gp/159530260@N03/c578JUp1c0