Schönheit

Alles auf Schiene – Bahntechnologie aus Niederösterreich

St. Pölten (OTS) – Ob entlang einer Bahnstrecke oder in Zügen:
Bahntechnologie aus
Niederösterreich ist in vielen Bereichen im Einsatz – und das nicht
nur in Österreich, sondern weltweit. Signale, Weichen, Türen,
Deckenverkleidungen, Motoren und Bremsen. Es braucht viele
Komponenten, damit Züge fahren können. Diese TV-Dokumentation aus dem
ORF Landesstudio Niederösterreich (Regie: Andi Leitner, Kamera Franz
Cee) stellt beispielhaft niederösterreichische Unternehmen in den
Fokus, die Komponenten für den Zugbau liefern, aber auch Technologien
für die Infrastruktur entwickeln.

Im Frühjahr 2026 hat der Schienenfahrzeughersteller Stadler im
Weinviertel einen neuen Standort errichtet. Dort werden
Hochgeschwindigkeitszüge gewartet und serviciert. Derzeit finden
Typisierungen der neuen Doppelstock-Railjets statt. Die Firma
Seisenbacher spezialisiert sich auf die Konstruktion, Entwicklung und
Montage von Innenausstattungen für Züge. In Mödling entwickelt und
fertigt Knorr-Bremse sogenannte Magnetschienenbremsen. Diese
Bremssysteme kommen von der Straßenbahn bis zum
Hochgeschwindigkeitszug zum Einsatz. Und auch in Eisenbahntüren
steckt Know-how aus Niederösterreich. IFE entwickelt elektrisch
angetriebene Türen für Schienenfahrzeuge. In Wiener Neudorf ist das
Unternehmen Traktionssysteme Austria, ein Hersteller
elektromechanischer Antriebssysteme für Schienenfahrzeuge, ansässig.

Damit Züge fahren können, benötigen sie eine entsprechende
Infrastruktur. Das Schienennetz der ÖBB in Niederösterreich beträgt
etwa 1.580 Kilometer. Davon sind derzeit ca. 70 Prozent
elektrifiziert. Den Oberleitungsbau erledigt etwa die Firma
Powerlines. Weitere Teile der Infrastruktur sind Weichen. Im
Weichenwerk Wörth werden diese für den Regional- und Nahverkehr
genauso wie für Schmalspur- und Zahnradbahnen vorgefertigt. Ob eine
Strecke frei befahrbar ist und mit welcher Geschwindigkeit ein Zug
fahren darf, wird durch Signale angezeigt. So entwickelt Zelisko seit
vielen Jahren Signalsysteme für Bahnbetreiber. Im Bereich der
Forschung bildet etwa die Hochschule St. Pölten dringend benötigte
Fachkräfte für die Bahnindustrie und Bahnunternehmen aus.

Wichtig für den Erfolg der Bahnindustrie ist die Partnerschaft
mit den Bahnbetreibern. In Österreich sind die ÖBB der größte
Auftraggeber. In Niederösterreich betreibt die NÖVOG sechs
Lokalbahnen. Dieses Zusammenspiel macht es möglich, dass die
heimische Bahnindustrie jährlich Milliardenumsätze generiert und
Wertschöpfung und viele Arbeitsplätze im eigenen Land schafft.

Redaktion: Mag. Sabine Daxberger-Edenhofer