Wien (OTS) – Der bereits im Juli in ORF III gestartete umfangreiche
ORF-
Programmschwerpunkt zum 95. Geburtstag von Publikumsliebling Peter
Weck, den dieser am 12. August 2025 begeht, wird rund um das Jubiläum
mit zahlreichen weiteren Sendungen in ORF 2 und ORF III – u. a. gern
gesehenen Spielfilmen, weiteren Folgen der Kultserie „Ich heirate
eine Familie“, Dokumentationen wie der Erstausstrahlung des
Künstlerporträts „Peter über Weck“, einer bereits zum 85. Geburtstag
entstandenen Ausgabe des Gesprächsformats „Aus dem Archiv“ sowie dem
Bühnenhit „Sonny Boys“ – fortgeführt.
Weck-Festival in ORF III
So geht es am Freitag, dem 8. August, in ORF III weiter mit der
Komödie „Zwei unter einem Dach“ (20.15 Uhr) aus dem Jahr 2000 mit
Otto Schenk und Klausjürgen Wussow als grantelnden Rentnern, bei der
der Jubilar selbst Regie führte. In der anschließenden
Literaturverfilmung „Die Mutprobe“ (21.50 Uhr) von 2009 ist Peter
Weck in einer für ihn ungewöhnlich ernsten Rolle als Verdächtiger zu
sehen. Danach folgt eine 2015, zum 85. Geburtstag des
Ausnahmekünstlers, aufgezeichnete Ausgabe von „Aus dem Archiv“ (23.20
Uhr), in der Gerhard Tötschinger den Publikumsliebling und dessen
Wegbegleiter:innen Erika Pluhar, Michael Schottenberg und Heidelinde
Weis begrüßt. Mit Schätzen des ORF-Fernseharchivs und Gesprächen wird
das Lebenswerk des vielseitigen Künstlers beleuchtet. Am Samstag, dem
9. August, ist Peter Weck in der sommerlichen Verwechslungskomödie
„Wenn jeder Tag ein Sonntag wär …“ (12.40 Uhr) von 1973 als
Hoteldirektor zu erleben. Danach zeigt ORF III drei Folgen der 1980er
-Jahre-Erfolgsserie „Ich heirate eine Familie“, bei der Weck nicht
nur die Hauptrolle spielte, sondern auch Regie führte: „Schuhmanns
Winterreise“ (14.10 Uhr), „Überraschungen“ (15.40 Uhr) und
„Heimlichkeiten“ (16.25 Uhr).
Ab Montag, dem 11. August, präsentiert „Kult.reloaded“ die ebenfalls
in den 1980er Jahren entstandene Reihe „Heiteres von Roda Roda“, in
der Peter Weck in zahlreichen Rollen an der Seite prominenter
Kolleginnen und Kollegen zu erleben ist. An diesem Tag zeigt ORF III
die ersten drei Teile (ab 13.25 Uhr), am Dienstag (12. August) folgen
die Ausgaben 4 und 5 (ab 14.15 Uhr), am Mittwoch (13. August) die
Episoden 6 bis 9 (ab 8.35 Uhr) sowie am Donnerstag (14. August) die
finalen Sendungen 10 bis 12 (ab 13.25 Uhr).
Am 95. Geburtstag Peter Wecks, Dienstag, dem 12. August, gratuliert
„Kultur Heute“ (19.40 Uhr) dem Jubilar: Filmexperte Horst-Günther
Fiedler beleuchtet gemeinsam mit Moderator Peter Fässlacher Leben,
Karriere und den bleibenden Einfluss Peter Wecks aus filmhistorischer
Perspektive. Im Hauptabend zeigt ORF III das 2020 produzierte Porträt
„Peter Weck – Der ewige Sonny Boy“ (20.15 Uhr), in dem Peter
Fässlacher mit dem Publikumsliebling selbst auf zentrale Stationen
seines Schaffens zurückblickt, gefolgt vom Dacapo „Wenn jeder Tag ein
Sonntag wär …“ (21.05 Uhr) und der 2008 entstandenen Volkstheater-
Inszenierung des legendären Neil-Simon-Bühnenhits „Sonny Boys“ (22.35
Uhr) mit Peter Weck und Harald Serafin als titelgebende Darsteller
eines zerstrittenen Komikerduos.
Die letzten drei Episoden „Ich heirate eine Familie“ mit Peter Weck
sind am Samstag (16. August) zu sehen: „Krach im Haus“ (14.30 Uhr),
„Neuigkeiten“ (15.20 Uhr) und „Angi muss sich entscheiden“ (16.10 Uhr
).
Geburtstagsreigen in ORF 2 – mit neuem TV-Porträt „Peter über
Weck“
ORF 2 widmet dem Grandseigneur des österreichischen Fernsehfilms
und Theaters weitere Filmproduktionen sowie ein Künstlerporträt. So
stehen am Samstag, dem 9. August, die von Peter Weck inszenierte
Verwechslungskomödie „Hilfe – ich liebe Zwillinge“ (9.50 Uhr) aus dem
Jahr 1969 mit Uschi Glas und Roy Black in den Hauptrollen sowie der
2011 entstandene TV-Film „Das Traumhotel – Brasilien“ (11.15 Uhr) auf
dem Programm, in dem Weck als entflohener Altersheimbewohner mit
seiner neuen Liebe alias Heidelinde Weis den zweiten Frühling in
Brasilien genießt. Im neuen Porträt „Peter über Weck“, das am
Donnerstag, dem 14. August, um 22.30 Uhr sowie als Feiertags-Dacapo
am Freitag, dem 15. August, um 13.10 Uhr zu sehen ist, gibt der
Ausnahmekünstler Auskunft über sich selbst, seinen Beruf und sein
Privatleben – uneitel und in einer Ehrlichkeit, der man sich nicht
entziehen kann. In der von Simon Schennach gestalteten Dokumentation
kommen auch Wecks Kinder Barbara und Philipp ausführlich zu Wort.
Am 15. August sorgt im gleichnamigen, 1997 produzierten Spielfilm
„Ein Schutzengel auf Reisen“ (9.05 Uhr) für eine schicksalhafte
Begegnung zwischen Peter Weck und Otto Schenk: Der Jubilar fungierte
hier als Regisseur und verkörperte einen lebensmüden Fabrikanten, der
im Schlafwagen von Wien nach Venedig Selbstmord begehen möchte –
allerdings hat er nicht mit dem unerschrockenen Schaffner alias
Schenk gerechnet, der dies mit allen Mitteln zu verhindern versucht.
In weiteren Rollen: Fritz Muliar und Christiane Hörbiger. In der
anschließenden Komödie „Herzensfeinde“ (10.30 Uhr) aus dem Jahr 2001
war Peter Weck Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller in
Personalunion: Vor der Kamera begibt er sich mit gemeinsam mit
Friedrich von Thun auf eine komödiantische Kreuzfahrt voller
turbulenter Verwicklungen. Nach dem Porträt „Peter über Weck“ (13.10
Uhr) führt es den Jubilar als „Hofrat Geiger“ (13.55 Uhr) im 1996
entstandenen Remake des Filmklassikers in die malerische Wachau – mit
u. a. Christiane Hörbiger als Filmpartnerin. Die beiden standen auch
im 2010 produzierten Spielfilm „Oma wider Willen“ (15.25 Uhr)
gemeinsam vor der Kamera.
Mehr Details zum neuen ORF-2-Porträt „Peter über Weck“
(14. August, 22.30 Uhr; Dacapo: 15. August, 13.10 Uhr)
Auf Theaterbühnen im deutschen Sprachraum brillierte Peter Weck
in heiteren wie dramatischen Rollen, im Serien-Straßenfeger „Ich
heirate eine Familie“ eroberte er das Fernsehpublikum im Sturm, in
weit mehr als 100 Filmen stand er vor wie hinter der Kamera und als
Musical-Intendant verlängerte er den Broadway bis nach Wien. Mehr als
sieben Jahrzehnte umfasst Wecks Karriere. Was wäre also die passende
Berufsbezeichnung für das Multitalent? Tausendsassa vielleicht,
klänge es nicht so beliebig. Passender sind da wohl die Begriffe
„Hochpräzisions-Arbeiter“, „Perfektionist“, vielleicht auch
„Besessener“. Ein Liebender ist er allemal. In „Peter über Weck“ gibt
der Publikumsliebling Auskunft über sich selbst, seinen Beruf und
sein Privatleben – uneitel und in einer Ehrlichkeit, der man sich
nicht entziehen kann.
Sein ewiges Bubengesicht, das ihn auch mit bald Mitte 90 fast
alterslos erscheinen lässt, bezaubert das Publikum – Peter Weck war
es aber eine Bürde: „Ich habe mir immer schwer getan mit dieser
Visage“, sagt er. Die Weichheit seiner Züge vermag auch über seine
Ecken und Kanten hinwegzutäuschen: „Ich bin launisch, ungeduldig und
sehr strikt“, geht er hart mit sich ins Gericht, um dann doch zu
relativieren: „Ich habe auch schöne, wichtige Seiten“. Den Flirt mit
dem Publikum begann er schon als Bub – als Sängerknabe, um genau zu
sein. Als solcher ging er auf viele Tourneen, lernte Mozart lieben
und brachte es zum Solisten. Sein komödiantisches Talent wurde ein
paar Jahre später auf Tanzveranstaltungen entdeckt, bei denen er in
verschiedene Rollen schlüpfte, etwa als Arzt und Krankenschwester im
Dialog mit sich selbst. Den Rat, es als Schauspieler zu versuchen,
befolgte er schließlich. Schon sein Vorsprechen am renommierten Max
Reinhardt Seminar war denkwürdig: Er spielte die Mordszene in
„Othello“ in solchem Furor, dass seine Partnerin violett anlief. Die
Kommission quittierte die Darbietung mit der Bemerkung: „Aber komisch
ist er schon“ – und nahm ihn auf.
Am Theater wurde der Stani in Hugo von Hofmannsthals „Der Schwierige“
zur Lebensrolle, die er „wie ein vazierender Tenor“ an den großen
Bühnen in Wien, bei den Salzburger Festspielen, in Zürich und Berlin
gab. Im Film war er im Nachkriegsknüller „Sissi“ zu sehen und später
– wieder an der Seite von Romy Schneider – in der Hollywood-
Produktion „Der Kardinal“. In den 1970er Jahren wechselte Peter Weck
von Filmset zu Filmset, schreckte auch vor Klamauk-Streifen nicht
zurück, die er zum Teil auch als Regisseur in Szene setzte. Heute
bereut er die Fließband-Arbeit. „Hätte ich weniger gemacht, hätte ich
mehr von meinem Talent zeigen können“, resümiert er. In einer –
höchst privaten – Rolle bezeichnet er sich nicht ohne Bitternis als
gescheitert: in jener des Familienvaters. Seine Frau sei es gewesen,
die aufgrund seiner fast dauernden Abwesenheit beide Rollen hat
ausfüllen müssen – die der Mutter, aber auch jene des Vaters. Deren
früher und unerwarteter Tod bedeutete für Peter Weck die schwierigste
Zeit in seinem Leben, wie er hochemotional erzählt. Wie sehr der Star
und seine Kinder trotz oft schwieriger Zeiten Familie geblieben sind
– auch dies beleuchtet Regisseur Simon Schennach in seinem Film. Auch
Peter Wecks Kinder Barbara und Philipp kommen ausführlich zu Wort.