Al-Rawi (SPÖ): Öffi-Ausbau sichert Wiens Klimazukunft und Arbeitsplätze

Wien (OTS) – In der heutigen Sondergemeinderatssitzung machte
SPÖ-Gemeinderat Omar
Al-Rawi, Ausschussvorsitzender für Stadtentwicklung, Mobilität und
Wiener Stadtwerke, deutlich: „Eine wachsende Stadt braucht keine
Angstmacherei und Polemik, sondern verantwortungsvolle Lösungen. Wien
wächst, und wir sorgen dafür, dass die hohe Lebensqualität,
Klimaschutz und nachhaltige Mobilität Hand in Hand gehen. Wir setzen
auf leistbaren, leistungsstarken und klimafreundlichen öffentlichen
Verkehr und Begrünung – weil nur so eine wachsende Metropole wie Wien
lebenswert bleibt.“

Leistbares Öffi-System als Schlüssel für Klimaneutralität

Al-Rawi betonte, dass Klimaneutralität bis 2040 nur mit einem
attraktiven Öffi-System erreicht werden kann: „Wir in Wien beweisen,
dass Öffis leistbar und verlässlich sind. 13 Jahre lang konnten
Wiener*innen mit nur 1 Euro pro Tag mobil sein – trotz hoher
Inflation, steigender Energiepreise und Krisen. Erst heuer wurde das
Jahresticket erstmals angepasst und kostet nun 1,26 Euro pro Tag.
Damit bleibt Wien europaweit Vorreiter in Sachen leistbare
Mobilität.“ Ein Blick nach Brüssel (550 Euro), Zürich (858,50 Euro),
Paris (976,80 Euro) und London (3.030 Euro) belegt, dass Wien
leistbare Mobilität trotz modernem und weitläufigem Liniennetz
bietet.

2012 wurde der Preis des Jahrestickets von 449 Euro auf 365 Euro
gesenkt, seither ist dieser – trotz genereller Teuerungen und
Inflation – unverändert geblieben. Somit hat sich jeder
Jahreskartenbesitzer in den letzten 13 Jahren – durch die jährlichen
Zuschüsse in Milliardenhöhe seitens der Stadt Wien – über 2.000 Euro
erspart.

Wien orientiert sich an der Erhöhung des Klimatickets auf
Bundesebene, dessen Preis – am 01.01.2026 – seit der Einführung 2021
in nur knapp über vier Jahren bereits um 27,85% erhöht worden sein
wird.

Die geförderte Jahreskarte für stark Sehbehinderte und Blinde
bleibt bestehen. Gleichzeitig wird das Angebot erweitert: Ab 3.
November 2025 gibt es die neue „Jahreskarte Spezial“ der Wiener
Linien für Menschen mit einem Behinderungsgrad ab 70 Prozent für 300
Euro bzw. 294 Euro für die digitale Jahreskarte Spezial. Damit
profitieren künftig noch mehr Wiener*innen mit Behinderungen von
leistbarer und nachhaltiger Mobilität. Der Fahrtkostenzuschuss bzw.
Fahrtkostenersatz für die bestehende Jahreskarte für Sehbehinderte,
Blinde und Gehörlose wird weiterhin über den Fonds Soziales Wien
abgewickelt. Neben der bestehenden ermäßigten Jahreskarte für Senior*
innen gibt es ab 2026 die neue ermäßigte Jahreskarte Jugend für alle
unter 26 Jahren, unabhängig von Ausbildung oder Beruf. Sie ersetzt
die Semesterkarte und erfüllt einen langjährigen Wunsch vieler junger
Fahrgäste.

Mit rund 1,3 Millionen Jahreskartenbesitzer*innen und rund 2,4
Millionen Menschen, die sie täglich verlässlich, sicher und
klimafreundlich ans Ziel bringen, gehört Wien bereits heute zur
Spitze Europas. Al-Rawi: „Allein 2024 haben wir rund eine Milliarde
Euro in Betrieb, Erhaltung und Ausbau des öffentlichen Verkehrs
investiert. Das ist nicht nur ein Erfolgsmodell, das ist soziale und
klimafitte Politik im Alltag. Wir investieren in Klimaschutz und
sichern gleichzeitig die Mobilität der Wiener*innen.“

Mobilitätswende schafft Arbeit und Zukunft

Der SPÖ-Gemeinderat verwies auch auf die wirtschaftliche
Bedeutung: „Die Wiener Linien fahren nicht nur die Menschen, sie
schaffen auch Jobs. 9.500 Arbeitskräfte arbeiten täglich daran, dass
Wien in Bewegung bleibt – solidarisch, modern und klimafreundlich.“

Mit 80 Prozent Elektrifizierung, dem Ausbau erneuerbarer Energien
und der Modernisierung der Fahrzeugflotte zeigt Wien, dass
Klimapolitik und Arbeitsplätze kein Widerspruch sind. „Wir schaffen
100.000 Arbeitsplätze durch Wertschöpfung im Tourismus und die
Energiewende. Das ist gelebte Solidarität – für die Menschen in
dieser Stadt und für kommende Generationen“, so Al-Rawi.

Angriff auf die Opposition: Populismus statt Lösungen

Al-Rawi sparte nicht mit Kritik an der Opposition: „Während die
Opposition mit Panikmache versucht, Stimmung gegen Investitionen in
die Zukunft zu machen, arbeiten wir an verantwortungsvollen Lösungen.
Wir reden nicht nur von Klimaschutz, wir machen ihn möglich. Wir in
Wien setzen auf Ehrlichkeit und soziale Verantwortung – nicht auf
billige Schlagzeilen.“

Zum Abschluss betonte er den Wiener Weg: „Wir in Wien investieren
in die hohe Lebensqualität unserer Stadt – in Bildung, Gesundheit und
Infrastruktur. Wir schützen Grünraum, schaffen Platz für Kinder und
Ältere, und wir bauen ein öffentliches Verkehrssystem aus, das
Vorbild für Europa ist. Das ist unser Verständnis von moderner
Stadtentwicklung – solidarisch, zukunftsorientiert und im Sinne der
Wiener*innen.“ (schluss) sh