Wien (OTS) – Der pointierte Polit-Talk „Aktuell: Die Woche“ mit
Moderator Meinrad
Knapp , Politikberater Thomas Hofer und Meinungsforscher Peter Hajek
lässt diesen Freitag um 22:55 Uhr bei ATV und auf JOYN die politische
Woche Revue passieren. Unter anderem werden die Ergebnisse von Peter
Hajeks aktueller Meinungsumfrage diskutiert. Diesmal wollte man von
800 wahlberechtigten Österreicher:innen in einer Feldarbeit von 28.
September bis 1. Oktober 2026 in einer Online-Befragung wissen,
welches Gerechtigkeitsempfinden sie zur eigenen Lebenssituation
haben. Bekommen Sie im Leben, was Ihnen zusteht? Die konkrete
Fragestellung lautete: „Wenn Sie einmal an Ihr gegenwärtiges Leben
denken, haben Sie da alles in allem gesehen …?“ Die
Antwortmöglichkeiten waren „eher mehr, als Ihnen gerechterweise
zusteht“, „eher weniger, als Ihnen gerechterweise zusteht“, „ungefähr
das, was Ihnen gerechterweise zusteht“ und „Weiß nicht/keine Angabe“.
Die aktuelle Online-Umfrage von Peter Hajek Public Opinion Strategies
im Auftrag von ATV zeigt: 59 Prozent der Befragten sind der Ansicht,
in ihrem gegenwärtigen Leben ungefähr das zu haben, was ihnen
gerechterweise zusteht. 25 Prozent sind hingegen der Meinung, eher
weniger zu haben, als ihnen zusteht. 7 Prozent geben an, eher mehr zu
haben, als ihnen gerechterweise zusteht. 9 Prozent wissen es nicht
oder machen keine Angabe.
Deutliche Unterschiede zeigen sich nach Parteipräferenz: Bei ÖVP- und
NEOS-Wähler:innen ist das persönliche Gerechtigkeitsempfinden
besonders stark ausgeprägt. Jeweils 73 Prozent sind der Ansicht,
ungefähr das zu bekommen, was ihnen gerechterweise zusteht. Bei den
SPÖ-Wähler:innen teilen 65 Prozent diese Einschätzung, bei den Grün-
Wähler:innen sind es 58 Prozent.
Bei den FPÖ-Wähler:innen zeigt sich hingegen ein deutlich anderes
Bild: 42 Prozent haben nach eigener Einschätzung eher weniger, als
ihnen gerechterweise zusteht. Mit 48 Prozent meint knapp die Hälfte,
ungefähr das zu bekommen, was ihr zusteht.
Bei den Grün-Wähler:innen finden 20 Prozent die eigene
Lebenssituation als ungerecht. Bei den ÖVP-Wähler:innen liegt dieser
Wert bei 16 Prozent, bei den SPÖ-Wähler:innen bei 12 Prozent und bei
den NEOS-Wähler:innen bei lediglich 7 Prozent. Umgekehrt geben 19
Prozent der Grün-Wähler:innen an, eher mehr zu haben, als ihnen
gerechterweise zusteht. Bei SPÖ- und NEOS-Wähler:innen sind es
jeweils 13 Prozent, bei ÖVP-Wähler:innen 8 Prozent.
Meinungsforscher Peter Hajek: „Die Mehrheit der Bevölkerung hat das
Gefühl, im Leben ungefähr das zu bekommen, was ihr gerechterweise
zusteht. Allerdings glaubt jeder Vierte, weniger zu bekommen, als ihm
zusteht. In der FPÖ-Wählerschaft sind es sogar 42 Prozent, die das
Gefühl haben, zu kurz zu kommen. Das deutet darauf hin, dass hinter
der politischen Unzufriedenheit nicht nur die Ablehnung der Regierung
steht, sondern auch ein ausgeprägtes Gefühl persönlicher
Benachteiligung. Dieses Gefühl kann ein wesentlicher Nährboden für
rechte wie linke Anti-Establishment-Parteien sein.“
„Aktuell: Die Woche“ am Freitag um 22:55 Uhr auf JOYN & ATV