Wien (OTS) – Das Aktienforum begrüßt die geplante Anhebung der
bereits seit 2017
bestehenden Geschlechterquote in Aufsichtsräten börsennotierter
Unternehmen von 30 auf 40 Prozent. Positiv hervorgehoben wird
insbesondere, dass die höhere Quote nicht auf bestehende
Aufsichtsratsmandate angewendet werden soll. „Damit liegt ein
tragfähiger und ausgewogener Kompromiss vor, der den EU-Vorgaben
entspricht und gleichzeitig Rechtssicherheit sowie Planungssicherheit
für Unternehmen gewährleistet“, betont Angelika Sommer-Hemetsberger,
Präsidentin des Aktienforums.
Zentral ist aus Sicht des Aktienforums, dass Gold Plating – also
die nationale Übererfüllung europäischer Rechtsvorgaben – verhindert
wird . Der verhältnismäßig kleine österreichische Kapitalmarkt mit
vielen großartigen börsennotierten Unternehmen dürfe durch
überschießende EU-Rahmenbedingungen nicht an Wettbewerbsfähigkeit
einbüßen. „Die vorgelegten Begutachtungsentwürfe hätten eine solche
Übererfüllung vorgesehen und zu Überregulierung geführt“,
unterstreicht Sommer-Hemetsberger.
An den heimischen börsennotierten Unternehmen hängen
hunderttausende Arbeitsplätze . Sie generieren einen
gesamtwirtschaftlichen Produktionswert von rund 100 Milliarden Euro
und sind damit ein entscheidender Motor für Wohlstand, Innovation und
Investitionen in Österreich. „Diese Unternehmen in wirtschaftlich
herausfordernden Zeiten mit zusätzlichen überbordenden Vorgaben zu
belasten, wäre keineswegs förderlich gewesen“, so das Aktienforum.
Zudem verweist Sommer-Hemetsberger darauf, dass börsennotierte
Unternehmen bereits heute eine Vorreiterrolle bei Frauenförderung und
Chancengleichheit einnehmen . „Zahlreiche Initiativen unterstützen
Frauen aktiv bei ihrer Karriereentwicklung, stärken Gleichstellung
und sorgen für sichtbare Frauenkarrieren auf allen Führungsebenen.
Somit wird es in den nächsten Jahren auch auf Vorstandsebene zu
weiteren positiven Entwicklungen kommen“, so die Präsidentin des
Aktienforums abschließend.
Über das Aktienforum
Das Aktienforum ist die Interessenvertretung der heimischen
börsennotierten Unternehmen und setzt sich für einen starken
österreichischen Kapitalmarkt ein. Auf seine Mitglieder entfallen
drei Viertel der Marktkapitalisierung der Wiener Börse. Seit 1989
vertritt das Aktienforum die Interessen seiner Mitglieder auf
europäischer und österreichischer Ebene und ist Mitglied der European
Association for Share Promotion.