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AK Schweitzer: Günstigere Finanzierung der Stromnetze entlastet Haushalte

Wien (OTS) – Die AK zeigt sich erfreut über die Pläne des
Finanzministeriums,
mittels staatlicher Garantien günstige Finanzierungsmöglichkeiten für
Investitionen in die Stromnetze zu schaffen. Nun kommt es darauf an,
dass die Vorteile dieser Finanzierungen auch tatsächlich bei den
Netzkund:innen ankommen.

AK-Bereichsleiter Wirtschaft Tobias Schweitzer: „Die Frage ist
nicht nur, wie viel in die Stromnetze investiert wird, sondern auch,
wie diese Investitionen finanziert werden. Die AK hat daher seit
langem gefordert, günstige Finanzierungsmöglichkeiten zu schaffen.
Dass dieser Vorschlag nun vom Finanzministerium aufgegriffen wird,
freut uns und hilft dabei, die Kosten für Haushalte und Betriebe zu
begrenzen“.

E-Control in der Verantwortung
Damit niedrigere Finanzierungskosten auch zu einer Entlastung bei den
Netzentgelten führen, sieht die AK nun die Regulierungsbehörde E-
Control in der Verantwortung. Sie müsse sicherstellen, dass
Netzbetreiber sämtliche günstigen Finanzierungsquellen konsequent
nutzen. Dazu zählen neben staatlichen Garantien auch Finanzierungen
über die Europäische Investitionsbank und EU-Fördermittel. In einem
weiteren Schritt muss die Behörde außerdem niedrigere Netzentgelte
verordnen, damit dieser Vorteil auch bei den Stromkund:innen ankommt.

„Die E-Control muss gewährleisten, dass Netzbetreiber tatsächlich
die günstigsten verfügbaren Finanzierungsformen ausschöpfen und die
Netzentgelte dadurch gedämpft werden“, so Schweitzer.

Keine Blanko-Rabatte für Speicherbetreiber
Sehr kritisch sieht die AK die Forderungen der Speicherbranche nach
weitreichenden Ausnahmen bei den Netzentgelten. Das würde zu einer
Verschiebung der Kosten zulasten der Haushalte führen.

„Wenn einzelne Gruppen weniger zahlen, müssen andere die Rechnung
übernehmen. Die derzeit diskutierten Ausnahmen und Rabatte, die sich
die Netzbetreiber wünschen, könnten Mehrkosten von mehreren hundert
Millionen Euro im Jahr verursachen – und zwar für Haushalte und
Unternehmen. Die Kosten des Netzausbaus müssen daher auf breite
Schultern und nach fairen Regeln verteilt werden“, betont Schweitzer.