Wien (OTS) – Am heutigen UN-Welttag der Kreativität und Innovation
rückt das AIT
Austrian Institute of Technology seine neue Initiative artloop in den
Fokus. Das Programm stärkt die Verbindung von Kunst, Wissenschaft und
gesellschaftlicher Transformation, indem es künstlerische
Perspektiven gezielt in Forschungs- und Innovationsprozesse einbindet
und so neue Zugänge zu technologischen und gesellschaftlichen
Fragestellungen eröffnet.
Nach mehreren Jahren, in denen künstlerische Positionen am AIT
bereits über das Artist-in-Residence-Programm ARTTEC präsent waren,
markiert artloop den nächsten Entwicklungsschritt. Ziel ist es, den
Austausch zwischen Kunst und Forschung weiter zu vertiefen und daraus
neue Denk- und Lösungsansätze für Industrie und Gesellschaft zu
entwickeln. Das Programm wird von artloop-Kurator Klaus Speidel im
gemeinsamen Austausch mit der Geschäftsführung sowie der AIT-
Kommunikation entwickelt.
Zugleich versteht sich artloop als Plattform innerhalb des AIT:
Das Programm macht die Vielfalt der Themen, Methoden und Perspektiven
im Haus sichtbarer und fördert den Austausch über Center- und
Fachgrenzen hinweg. So schafft es neue Anknüpfungspunkte für
Zusammenarbeit und stärkt den Dialog zwischen Forschung,
Kommunikation und institutioneller Entwicklung.
Zwtl.: Kunst und Forschung in einem gemeinsamen Prozess
Im Zentrum von artloop steht für das AIT die Idee eines
„künstlerischen Loops“: Forschungsprojekte werden aus neuen, mitunter
unerwarteten Perspektiven betrachtet und weitergedacht. Kunst dient
dabei nicht der Veranschaulichung von Forschung, sondern wirkt als
eigenständige Partnerin im Innovationsprozess. So entstehen neue
Sichtweisen und Lösungsansätze, die weder Wissenschaft noch Kunst für
sich allein hervorbringen könnten.
Zugleich tritt artloop an, einen weiteren Beitrag zur Stärkung
der Innovationskultur am AIT zu leisten: durch Kommunikation,
Workshops, Ausstellungsformate und den gezielten Einsatz
künstlerischer Methoden im Forschungsalltag.
„Die Künste und Wissenschaften streben beide nach Erkenntnissen
und nutzen dabei Kreativität auf unterschiedliche Weise. Wenn sie
zusammenarbeiten, werden Probleme umfassender betrachtet und
beschrieben, sodass letztlich bessere Innovationen und Lösungen für
die Menschen entstehen“, erklärt Klaus Speidel.
In unserer wissenschaftlichen Arbeit am AIT müssen wir über
Grenzen hinausdenken. Mit unserem Programm artloop nutzen wir Kunst
als Impulsgeberin, um Forschung aus neuen Perspektiven zu betrachten.
Kunst und Wissenschaft verbindet, dass sie Zukunft nicht nur
analysieren, sondern vorausdenken und mitgestalten – beide basieren
auf Kreativität und eröffnen neue Ideen und Lösungswege für die
Gesellschaft“, erläutert Andreas Kugi, Scientific Director des AIT
Austrian Institute of Technology.
Zwtl.: Brücke zwischen Forschung und Öffentlichkeit
artloop übernimmt in der Wissenschafts-, Technologie- und
Innovationskommunikation des AIT eine wichtige Funktion. Das Programm
trägt dazu bei, komplexe Themen wie Künstliche Intelligenz,
Dekarbonisierung oder digitale Transformation verständlich,
anschaulich und gesellschaftlich greifbar zu machen. Auf diese Weise
fördert artloop den Dialog zwischen Forschung und Öffentlichkeit und
schafft neue Zugänge zu Zukunftsthemen, die Wirtschaft und
Gesellschaft gleichermaßen betreffen.
„artloop steht für eine neue Form der Unternehmens- und
Kommunikationskultur in unserem Haus. Durch die Perspektiven der
Kunst können wir komplexe Fragestellungen auf besondere Weise
vermitteln – stimmig, zugänglich und in einer Form, die zum AIT
passt. Ich freue mich sehr, dass Kunst so zu einem relevanten und
integrierten Bestandteil unserer Kommunikation wird.“ verweist
Brigitte Bach, Geschäftsführerin und Sprecherin der Geschäftsführung
des AIT Austrian Institute of Technology.
Zwtl.: Wandarbeit Chiara de Eccher „AIT: Shaping tomorrow’s world”
Im Sinne eines humanistischen Technikverständnisses rückt artloop
den Menschen in den Mittelpunkt von Innovationsprozessen. Das
Programm greift damit den Gedanken des „Human in the Loop“ auf und
eröffnet zugleich einen Raum, um technologische Entwicklungen auch in
ihren sozialen, ökologischen und ethischen Dimensionen zu
reflektieren.
Dieser Anspruch zeigt sich auch innerhalb des AIT selbst: So
schuf Chiara de Eccher im April 2026 mit der großformatigen
Wandarbeit „AIT: Shaping tomorrow’s world“ eine künstlerische
Interpretation der Wirkung des AIT auf Industrie und Gesellschaft.
Auch im aktuellen Impact Report ist mit Nikolaus Gansterer und seiner
Serie „Objects Yet to Become“ eine künstlerische Position vertreten.
Darüber hinaus baut artloop auf eine Reihe erfolgreicher
Kooperationen auf, unter anderem mit Chris Noelle, Judith Fegerl und
Claudia Larcher. Mit einem eigenen Programm und einer klaren
strategischen Ausrichtung wird dieser Ansatz nun weiterentwickelt und
langfristig am AIT verankert.
Ausblick
Mit artloop schafft das AIT einen neuen Rahmen, um die Verbindung
von Kunst, Forschung und gesellschaftlicher Wirkung strategisch
weiterzuentwickeln. In den kommenden Jahren soll das Programm durch
zusätzliche Formate ausgebaut und auch international stärker vernetzt
werden.
Über artloop
Über das AIT