AIT präsentiert Zukunft der drahtbasierten additiven Fertigung beim WAAMathon #3

Wien/Ranshofen (OTS) – Das LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen
des AIT Austrian
Institute of Technology ist am 11. Juni 2026 erneut beim WAAMathon im
Estrel Congress Center in Berlin vertreten. Die internationale
Fachveranstaltung gilt als einzige Plattform, die sich ausschließlich
dem Thema Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) widmet und
Forschung, Industrie sowie Anwender:innen der drahtbasierten
additiven Fertigung zusammenbringt.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Auftritts stehen aktuelle
Demonstratoren aus der metallischen additiven Fertigung. Präsentiert
werden unter anderem ein Wasserstoff-Wärmetauscher, eine
hochleitfähige Stromleitschiene aus Kupfer sowie eine
Leichtbaukomponente aus Magnesium für die Luftfahrt.

Damit zeigt das AIT die Bandbreite jener Werkstoffe und
Anwendungen, die durch WAAM beziehungsweise WAM (Wire-based Additive
Manufacturing) zunehmend industriell realisierbar werden. Die
Technologie ermöglicht die ressourcen- und materialeffiziente
Herstellung großvolumiger metallischer Bauteile mit hohen Aufbauraten
und eröffnet neue Potenziale für Branchen wie Energie, Luftfahrt,
Mobilität oder Maschinenbau.

Zwtl.: WAAM als Schlüsseltechnologie für die industrielle
Metallfertigung

Wire Arc Additive Manufacturing zählt zu den dynamischsten
Entwicklungen innerhalb der metallischen additiven Fertigung. Anders
als bei subtraktiven Fertigungsverfahren erfolgt der Bauteilaufbau
schichtweise direkt aus Schweißdrähten mittels Lichtbogenprozess.
Dadurch können komplexe Geometrien materialeffizient gefertigt sowie
Entwicklungs- und Produktionszeiten deutlich reduziert werden.

Besondere Vorteile bietet WAAM insbesondere bei großen
metallischen Strukturen und schwer zerspanbaren Werkstoffen.
Gleichzeitig erlaubt die Technologie eine hohe Flexibilität
hinsichtlich Werkstoffauswahl und Bauteileigenschaften.

Ein zentraler Faktor dabei sind die eingesetzten Schweißdrähte.
Deren chemische Zusammensetzung, Qualität und Geometrie beeinflussen
maßgeblich Prozessstabilität, Materialeigenschaften und
Bauteilqualität. Das AIT beschäftigt sich daher intensiv mit der
Entwicklung anwendungsspezifischer Draht- und Legierungskonzepte für
anspruchsvolle industrielle Anwendungen.

„Die Qualität und Anpassbarkeit der Schweißdrähte ist ein
wesentlicher Schlüssel für die industrielle Weiterentwicklung von
WAAM“, erklärt Stephan Ucsnik, Leiter der Forschungsgruppe für
drahtbasierte Additive Fertigung am LKR Leichtmetallkompetenzzentrum
Ranshofen. „Durch gezielte Anpassungen von Legierungszusammensetzung
und Drahtdurchmesser können Bauteileigenschaften sehr präzise auf
unterschiedliche Anwendungen abgestimmt werden.“

Zwtl.: Von Aluminium bis Magnesium: Materialentwicklung als
Innovationsmotor

Das AIT zählt seit Jahren zu den zentralen
Forschungseinrichtungen im Bereich der drahtbasierten additiven
Fertigung von Leichtmetallen. Bereits beim WAAMathon im vergangenen
Jahr präsentierte das Forschungsteam Fortschritte bei der
Verarbeitung anspruchsvoller Aluminiumlegierungen der 2XXX-, 6XXX-
und 7XXX-Reihen.

Im Fokus standen dabei neue Ansätze in der Prozessführung,
optimierte Legierungszusammensetzungen sowie speziell entwickelte
Schweißdrähte zur Bewältigung werkstoffbedingter Herausforderungen.

Die diesjährigen Demonstratoren verdeutlichen nun die zunehmende
Materialvielfalt innerhalb der WAAM-Technologie – von hochleitfähigen
Kupferwerkstoffen für Energieanwendungen bis hin zu Magnesiumlösungen
für den Leichtbau in der Luftfahrt.

Vor Ort wird der AIT-Auftritt von Martin Klein, Forscher am LKR
Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen, betreut.

Der WAAMathon bietet damit eine zentrale Plattform, um aktuelle
Entwicklungen im Bereich der drahtbasierten additiven Fertigung zu
diskutieren und den Austausch zwischen Forschung und industrieller
Praxis weiter zu stärken.

WAAMathon #3
11. Juni 2026
Estrel Congress Center, Berlin
Weitere Informationen: https://www.waamathon.de/

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