Wien (OTS) – Das AIT Austrian Institute of Technology hat gemeinsam
mit führenden
Forschungspartnern eine der bislang umfassendsten Analysen zu den
erneuerbaren Energiepotenzialen in Österreich vorgelegt. Die im
Auftrag des Klima- und Energiefonds durchgeführte Studie liefert eine
methodisch konsistente und räumlich hochaufgelöste Bewertung bis auf
Gemeindeebene und stellt damit eine zentrale wissenschaftliche
Grundlage für strategische Entscheidungen in Energiepolitik,
Infrastrukturplanung und Wirtschaft dar.
Zwtl.: Systemische Perspektive als zentraler Mehrwert der Studie
„Mit dieser Studie haben wir erstmals gezeigt, welches konkrete
Potenzial erneuerbare Energien in Österreich haben – und zwar nach
einer einheitlichen Methode und sehr detailliert bis auf regionale
Ebene“, sagt Gustav Resch, Projektleiter und Thematischer Koordinator
am AIT. „Wichtig ist dabei nicht nur, was technisch möglich ist.
Entscheidend ist auch, unter welchen Voraussetzungen diese Energien
tatsächlich genutzt werden können – etwa in Bezug auf Infrastruktur,
rechtliche Rahmenbedingungen und die Akzeptanz in der Gesellschaft.“
Zwtl.: AIT-Expertise in Energiesystemanalyse und
Infrastrukturintegration
Das AIT brachte insbesondere seine Expertise in den Bereichen
Energiesystemmodellierung, Infrastrukturplanung und integrierte
Szenarienanalyse ein. Die Studie berücksichtigt Wechselwirkungen
zwischen Strom-, Wärme- und Energiesektoren sowie unterschiedliche
Entwicklungspfade („Low“, „Medium“, „High“), die politischen und
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen widerspiegeln.
„Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass eine nahezu vollständige
Versorgung mit erneuerbarer Energie bis 2040 technisch möglich ist –
vorausgesetzt, der Ausbau erfolgt koordiniert und systemisch
integriert“, so Resch. „Insbesondere die Kopplung von Gebäuden,
Energieinfrastruktur und regionalen Ressourcen ist ein entscheidender
Erfolgsfaktor.“
Zwtl.: Digitale Entscheidungsgrundlage für Politik und Praxis
Ein wesentliches Ergebnis der Studie ist die öffentlich
zugängliche Web-GIS-Plattform ( https://gtif-austria.info/ ), die vom
AIT maßgeblich mitentwickelt wurde. Sie ermöglicht eine detaillierte
räumlich aufgelöste Visualisierung der Potenziale, im Regelfall bis
auf Gemeindeebene, und unterstützt damit evidenzbasierte
Entscheidungen in Raumplanung, Energieversorgung und
Investitionsstrategien.
Zwtl.: Forschung als Enabler der Transformation
Die Studie unterstreicht die Rolle angewandter Forschung als
Brücke zwischen technologischer Innovation und gesellschaftlicher
Umsetzung. Das AIT sieht darin einen klaren Auftrag: wissenschaftlich
fundierte Entscheidungsgrundlagen bereitzustellen und
Transformationsprozesse aktiv zu begleiten.
Darstellung der Ergebnisse: https://gtif-austria.info/
Zur Studie: https://www.ait.ac.at/themen/energieszenarien-und-
energiesystemplanung/projekte/erneuerbare-energiepotenziale-in-
oesterreich-2030-2040
Über die Studie
Die Studie „Erneuerbare Energiepotenziale in Österreich für 2030
und 2040“ wurde unter der Leitung des AIT Austrian Institute of
Technology gemeinsam mit dem Umweltbundesamt, der TU Wien, AEE INTEC
und der Energiewerkstatt im Auftrag des Klima- und Energiefonds
durchgeführt. Ziel war es, eine fundierte Entscheidungsgrundlage für
Energiepolitik, Raumplanung und Investitionen zu schaffen. Sie
analysiert sieben Technologiefelder sowie die zukünftige
Energienachfrage und liefert eine umfassende Bewertung technischer
und realisierbarer Potenziale. Darüber hinaus wurden die Ergebnisse
in einer öffentlich zugänglichen Web-GIS-Plattform aufbereitet, die
eine transparente Darstellung der Potenziale bis auf Gemeindeebene
ermöglicht und somit eine solide Basis für weiterführende Analysen
darstellt. Weblink: https://gtif-austria.info/
Über das AIT