AIT beim Baukongress Wien 2026: Innovationen für resilientere Infrastruktur und nachhaltiges Bauen

Wien (OTS) – Das AIT Austrian Institute of Technology ist am 23. und
24. April
2026 beim Baukongress Wien im Austria Center Vienna mit einem
Messestand auf den Plätzen 79 und 80 vertreten. Präsentiert werden
aktuelle Forschungs- und Technologielösungen für den Bau- und
Infrastruktursektor. Im Mittelpunkt stehen Ansätze, die eine
datenbasierte Bewertung und Überwachung von Bauwerken ermöglichen,
Erhaltungsmaßnahmen gezielter planbar machen und zugleich neue
Perspektiven für Dekarbonisierung, Ressourceneffizienz und
Energieintegration eröffnen.

Zwtl.: Forschung mit konkretem Impact

Mit seiner Präsenz beim Baukongress zeigt das AIT die Bandbreite
seiner anwendungsorientierten Forschung entlang zentraler
Herausforderungen des Bauwesens. Vorgestellt werden Technologien für
die realitätsnahe Erfassung von Verkehrslasten, innovative
Monitoringmethoden für Brücken und Infrastrukturbauwerke sowie
Lösungen aus dem Energiebereich, die zukunftsfähiges Bauen und die
Transformation bestehender Systeme unterstützen. Damit spannt das AIT
den Bogen von der strukturellen Zustandsbewertung über digitale
Analysewerkzeuge bis hin zu neuen Konzepten für die energetische
Nutzung und zirkuläre Planung von Bauwerken.

„In Zeiten von Klimawandel und enger werdenden Ressourcen kommt
Innovation eine immer bedeutendere Rolle zu. Das beginnt bei Erhöhung
der Resilienz unserer Infrastruktur und reicht bis zur Nachhaltig und
der Wiederverwertbarkeit von Energie und Rohstoffen. Das AIT ist als
größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung Österreichs ein Garant
für die Entwicklung neuer Lösungen. Fachkonferenzen wie der
Baukongress bieten eine wichtige Bühne zur Vorstellung und um
Vernetzung und Kooperation voranzutreiben. Denn es ist klar: mit
Ideen alleine ist es nicht getan, es geht auch um die Skalierung von
Innovationen“, erklärt Innovations- und Infrastrukturminister Peter
Hanke.

„Am AIT entwickeln wir Lösungen mit konkretem Impact für die
Infrastruktur von morgen, insbesondere durch datengetriebenes
Infrastrukturmonitoring und Innovationen, die fundierte
Entscheidungen über den gesamten Lebenszyklus ermöglichen und neue
Potenziale für Ressourceneffizienz erschließen. Der Baukongress ist
eine wichtige Plattform, um diesen Anspruch sichtbar zu machen und
den Transfer von Forschung in die Anwendung gezielt voranzutreiben“,
sagt Andreas Kugi, Scientific Director des AIT Austrian Institute of
Technology.

Zwtl.: Datenbasierte Lösungen für die Infrastruktur

Im Bereich Infrastruktur stehen mehrere technologische Ansätze im
Fokus, die eine präzisere Bewertung des Zustands von Bauwerken und
eine effizientere Planung von Erhaltungsmaßnahmen ermöglichen.
Präsentiert werden Verfahren zur Lastmodellkalibrierung unter realen
Verkehrslasten, verteilte faseroptische Sensorik für ein
hochauflösendes und kontinuierliches Strukturmonitoring, Motion
Amplification zur berührungslosen Analyse kleinster Bewegungen und
Schwingungen sowie satellitenbasiertes Monitoring zur Beobachtung
großräumiger Veränderungen in Infrastrukturnetzen. Diese Lösungen
liefern objektbezogene Daten für Nachrechnung, Zustandsbewertung und
Instandhaltung und schaffen damit eine fundierte Grundlage für den
sicheren, wirtschaftlichen und langfristigen Betrieb von
Infrastruktur. Zugleich zeigen sie, wie sich durch die intelligente
Kombination von Messdaten, digitalen Analysemethoden und
physikalischem Systemverständnis belastbare Entscheidungen für
Erhaltung, Sanierung und Weiterentwicklung von Bauwerken treffen
lassen.

Zwtl.: Energie, Zirkularität und Gebäude im Fokus

Ergänzt wird dieser Schwerpunkt durch Ansätze, die auf die
nachhaltige Transformation des Bau- und Infrastruktursektors
abzielen. Im Rahmen des Baukongresses 2026 präsentiert das AIT
Austrian Institute of Technology drei innovative Ansätze für eine
nachhaltige Transformation des Bau- und Infrastruktursektors: Mit dem
Circularity Quick Assessment Tool (CirQA) steht ein digitales
Instrument zur Verfügung, das bereits in frühen Entwurfsphasen eine
integrierte Bewertung von Zirkularität und Umweltwirkungen ermöglicht
und damit fundierte Planungsentscheidungen unterstützt. Das Projekt
Heat Tunnel Power erschließt neue Potenziale zur nachhaltigen
Energiegewinnung aus bestehender Tunnelinfrastruktur und zeigt, wie
geothermische Ressourcen systematisch für Wärme- und Stromanwendungen
nutzbar gemacht werden können. Ergänzend dazu demonstriert das AIT
seine Kompetenzen in der thermischen Gebäudesimulation, die eine
präzise Analyse und Optimierung von Energieeffizienz, Komfort und
Betriebsverhalten von Gebäuden über den gesamten Lebenszyklus hinweg
erlaubt. Gemeinsam adressieren diese Lösungen zentrale
Herausforderungen der Dekarbonisierung, Ressourceneffizienz und
Systemintegration im Bauwesen.

Zwtl.: Reale Lastmodelle zur Brückennachrechnung

Auch im Kongressprogramm ist das AIT vertreten: Alois Vorwagner
spricht zum Thema „Reale Lastmodelle zur Brückennachrechnung“. Im
Zentrum seines Vortrags steht die Frage, wie reale, standort- und
bauwerksspezifische Verkehrsdaten genutzt werden können, um Brücken
realitätsnah nachzurechnen, die Sicherheit objektiv zu bewerten und
Erhaltungsmaßnahmen effizienter zu planen. Ergebnisse aus Projekten
wie REALLAST zeigen, dass gegenüber Normlasten Einsparpotenziale von
20 bis 50 Prozent möglich sind, ohne das Sicherheitsniveau zu
reduzieren. Damit verweist der Vortrag auf das große Potenzial
datenbasierter Verfahren, um bestehende Infrastrukturen
wirtschaftlicher und zugleich verlässlich zu bewerten.

Der Auftritt beim Baukongress Wien 2026 unterstreicht den
interdisziplinären Zugang des AIT zu den Zukunftsfragen des Bauens –
von resilienter Infrastruktur über digitale Monitoring- und
Bewertungsmethoden bis hin zu Energie, Kreislaufwirtschaft und
nachhaltiger Systemintegration. An den Standplätzen 79 und 80 bietet
das AIT Gelegenheit, aktuelle Forschungsergebnisse, technologische
Entwicklungen und konkrete Anwendungsfelder aus erster Hand
kennenzulernen und mit den Expert:innen in den fachlichen Austausch
zu treten.

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