Ahmad/Jens: Fairnesswochen am Donaukanal – Rücksichtsvolles Miteinander hat wieder Saison!

Wien (OTS) – Der Donaukanal ist einer der beliebtesten Bewegungs- und
Erholungsräume Wiens. Gerade in der warmen Jahreszeit treffen hier
viele unterschiedliche Nutzungen aufeinander: Menschen gehen
spazieren, laufen, fahren Rad, verweilen am Wasser oder nutzen den
Raum als täglichen Weg. Damit dieses Nebeneinander gut funktioniert,
setzt die Fairnesszone am Donaukanal auf mehr Aufmerksamkeit,
Rücksichtnahme und klare Orientierung im öffentlichen Raum.

Im Vorjahr machten der 9. Wiener Gemeindebezirk und die
Mobilitätsagentur Wien gemeinsam mit Partner*innen mit Aktionen und
Gesprächen auf faires Verhalten aufmerksam. Die Rückmeldungen waren
deutlich positiv: Rund 90 Prozent der befragten Personen waren
überzeugt, dass bewusstseinsbildende Maßnahmen wie die Fairnesswochen
zu einem besseren Miteinander beitragen. Gleichzeitig wurden konkrete
Verbesserungswünsche genannt, etwa deutlichere Markierungen und
klarere Hinweise an stark frequentierten Punkten. Diese Rückmeldungen
wurden aufgegriffen. 2026 wird die Fairnesszone sichtbarer,
lebendiger und mit weiteren Aktionen vor Ort begleitet.

„Nach den positiven Rückmeldungen im letzten Jahr haben wir
beschlossen, die Fairnesswochen fortzuführen. Wir haben gelernt:
Fairness braucht immer wieder eine Erinnerung, damit sie über den
Winter nicht in Vergessenheit gerät. Besonders schön ist zu sehen,
wie gut die Fairnesswochen angenommen werden und wie viele Akteur*
innen engagiert mitmachen“, erklärt Saya Ahmad, die
Bezirksvorsteherin am Alsergrund.

„Wir haben viele intensive Gespräche mit den Dienststellen
geführt. Es freut uns, dass heuer nicht nur die Markierungen zur
Fairnesszone deutlich besser sichtbar sind, sondern auch großflächige
Markierungen an besonders stark frequentierten und wichtigen Stellen
umgesetzt werden“, unterstreicht Christian Sapetschnig,
Stellvertreter der Bezirksvorsteherin.

„Mir ist besonders wichtig, dass der Umgang zwischen Zu-Fuß-
Gehenden und Radfahrenden empathisch und freundlich stattfindet und
keine Person Angst haben muss. Deshalb unterstützen wir seitens der
Mobilitätsagentur Wien auch heuer die Fairnesswochen mit zahlreichen
Aktionen, um die Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen“, so
Petra Jens, Fußgänger*innenbeauftragte der Stadt Wien.

„Der Donaukanal ist ein Gratis Fitness Center für die Menschen.
Genau deshalb braucht es dort auch Regeln für ein gutes Miteinander.
Die Dialogpartner*innen übernehmen eine vermittelnde Rolle und machen
Rücksichtnahme als gemeinsames Anliegen sichtbar“, sagt
Stadtpsychologin Cornelia Ehmayer Rosinak, deren Büro für die
Konzeption und die Umsetzung der Fairnesswochen gemeinsam mit vielen
Kooperationspartner*innen verantwortlich ist.

Die Fairnesswochen bringen Bewegung, Begegnung und Beteiligung an
den Donaukanal. Das Programm lädt Menschen aller Generationen zum
Mitmachen, Ausprobieren und Mitdenken ein. Ein besonderes Element
sind die Dialogpartner*innen, die mit Passant*innen ins Gespräch
kommen: Was bedeutet Fairness im öffentlichen Raum? Was funktioniert
gut? Was sollte sich ändern? Diese Fragen regen zum gemeinsamen
Nachdenken an und machen sichtbar, dass ein lebendiger Freizeit und
Erholungsraum nur durch gegenseitige Rücksichtnahme gut funktioniert.

Kooperation und Information

Die Umsetzung der Fairnesswochen erfolgt in enger Zusammenarbeit
mit JUVIVO 09, BRG9 Erich Fried Realgymnasium, Austria Guides for
Future, PULSE Running, Geht.Doch, Schwimmverein Donaukanal, dem
Grätzllabor Alsergrund, der STADTpsychologie, der Mobilitätsagentur
Wien und der Bezirksvorstehung Alsergrund.

Das vollständige Programm und laufend aktuelle Informationen:
www.wienzufuss.at/event/fairnesswochen