AG: „Schools of Education“ gefährden praxisnahe Lehrerausbildung

Wien (OTS) – Die AktionsGemeinschaft (AG) übt Kritik am Vorstoß der
uniko zur
Einführung von „Schools of Education“ an Universitäten. Während
Brigitte Hütter das Modell als innovativ bezeichnet, warnt die AG vor
einem massiven Fehler.

„Hier droht man einen funktionierenden Hochschultyp zu schwächen, der
schnell, praxisnah und zielgerichtet Lehrerinnen und Lehrer ausbildet
und verlagert alles auf Universitäten, die am längsten ausbilden und
am stärksten verwissenschaftlicht sind“ , so Laurin Weninger,
Bundesobmann der AktionsGemeinschaft.

Pädagogische Hochschulen seien gerade deshalb erfolgreich, weil sie
stark praxisorientiert arbeiten und eng mit Schulen vernetzt sind.
Wer diese Struktur zerschlägt oder schrittweise in Universitäten
integriert, riskiere längere Ausbildungszeiten, mehr Theorie und
weniger unmittelbare Einsatzfähigkeit im Klassenzimmer.

„Wir brauchen bessere Betreuung, mehr Praxis und keine
Verwissenschaftlichung der Volksschule. Eine neue
Organisationseinheit mit neuem Logo hilft dabei nicht. Wer helfen
will, muss an der Qualität arbeiten – nicht an der Verpackung “, so
Laurin Weninger, Bundesobmann der AktionsGemeinschaft.

Die AG warnt zudem vor einem Strukturkampf zwischen Institutionen,
der auf dem Rücken der Studierenden ausgetragen werde. Entscheidend
sei nicht, wer organisatorisch zuständig ist, sondern wie schnell und
qualitativ hochwertige Pädagoginnen und Pädagogen ausgebildet werden.

Über die AktionsGemeinschaft:
Bei der ÖH-Wahl 2025 erreichte die AktionsGemeinschaft bundesweit
über 20 % der Stimmen und Platz 2. An 11 (Fach-)Hochschulen stellt
sie den Vorsitz der Studierendenvertretung.