Wien (OTS) – Neue Trophäe und neues Logo für gemeinsame
Nachwuchsförderung: BMFWF
und öffentliche Kunstuniversitäten unterstützen angehende
Künstler:innen in Höhe von jeweils 24.000 Euro.
Zum zweiten Mal wurde am Montag, den 21. September 2026, der A⁴ –
Austrian Art Alumni Award 2026 im Rahmen eines Festakts an der
Akademie der bildenden Künste Wien an sechs herausragende
Absolvent:innen österreichischer Kunstuniversitäten verliehen. Mit
dem 2025 neu geschaffenen Award unterstützen das Bundesministerium
für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) und die sechs
öffentlichen Kunstuniversitäten junge Künstler:innen beim Einstieg in
ihre berufliche künstlerische Praxis.
„Kunst fordert uns heraus, genauer hinzusehen, Widersprüche
auszuhalten und neue Perspektiven zu entwickeln. Gerade in einer
Zeit, in der Debatten oft schnell, oberflächlich und zugespitzt
geführt werden, brauchen wir diese Stärke der Kunst mehr denn je. “,
betont Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner . „ Mit dem A⁴-
Award geben wir Künstler:innen nach ihrem Studium gezielt Auftrieb
und schaffen Freiräume für ihre Arbeit. Ich gratuliere allen
Preisträger:innen sehr herzlich .“
Die Auszeichnung ist mit einer zwölfmonatigen Förderung von
jeweils 24.000 Euro verbunden. Sie ermöglicht den Preisträger:innen,
ihre eingereichten künstlerischen Projekte im In- und Ausland
umzusetzen und ihre künstlerische Vision weiterzuentwickeln.
Hohe künstlerische Qualität und gesellschaftliche Relevanz
Für den Austrian Art Alumni Award 2026 wurden insgesamt 88
gültige Einreichungen eingebracht, die von einer Jury bewertet
wurden. Die Jury, in der das Wissenschaftsministerium, alle sechs
Kunstuniversitäten sowie zwei unabhängige externe Expert:innen
vertreten sind, würdigte insbesondere die hohe künstlerische
Qualität, die Eigenständigkeit der künstlerischen Positionen und die
gesellschaftliche Relevanz der eingereichten Vorhaben. Die
ausgewählten Projekte setzen sich unter anderem mit
Erinnerungskultur, Geschlechtergerechtigkeit, ländlichen
Lebenswelten, Ressourcenverteilung und zeitgenössischer Musik
auseinander.
Der Ausschreibungs- und Auswahlprozess wurde durch die Akademie
der bildenden Künste Wien abgewickelt.
Die Preisträger:innen des A⁴ – Austrian Art Alumni Award 2026
Rosa Andraschek (Universität für angewandte Kunst Wien) erhält
den Award für „Gras, auseinandergeschrieben“. Das Projekt untersucht
das ehemalige KZ-Außenlager Hirtenberg als verdrängten
Erinnerungsort. Mittels Drohnenaufnahmen, Soundarbeiten, Abgüssen und
Druckverfahren werden historische Spuren gesichert und in eine
installative Arbeit überführt.
Lea Oltmanns (Mozarteum Salzburg) wird für das Theaterprojekt
„Gossipgirls“* ausgezeichnet. Das Vorhaben erforscht Klatsch und
informelle Kommunikationsnetzwerke als historische und gegenwärtige
Räume von Solidarität, Vertrauen und Wissensaustausch unter FLINTA*-
Personen.
Jooyoung Chang (mdw – Universität für Musik und darstellende
Kunst Wien) erhält die Auszeichnung für „Der Kongress tanzt!“. Das
Projekt beauftragt und präsentiert neue Tanzmusik zeitgenössischer
Komponist:innen und verbindet Bezüge zum Wiener Kongress mit
aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen.
Anna Carina Roth (Universität für angewandte Kunst Wien) wird für
das Werkkomplex „Sediments“ ausgezeichnet. Installation, Fotografie
auf Keramik und analoger Film verhandeln ausgehend von traditionellen
Wasserversorgungssystemen in Kairo Fragen von
Ressourcengerechtigkeit, Fürsorge und Gemeinschaft.
Magdalena Moser (Kunstuniversität Graz) erhält den Award für „Vox
femina“. Mit dem Projekt erforscht und präsentiert sie
österreichische Orgelmusik von Komponistinnen und macht ein bislang
wenig beachtetes Repertoire sichtbar.
Samira Fux (Akademie der bildenden Künste Wien) wird für den Film
„Oben bleiben“ ausgezeichnet. Die dokumentarisch-experimentelle
Arbeit porträtiert eine Bergbäuerin im Kärntner Grenzraum und
thematisiert Arbeit, Zugehörigkeit, Sprache und Selbstbestimmung in
ländlichen Lebenswelten.
Neues visuelles Erscheinungsbild und Trophäe
Mit der Verleihung 2026 erhält der A⁴ – Austrian Art Alumni Award
erstmals auch ein eigenständiges visuelles Erscheinungsbild. Das neue
Logo wurde von Stina Berger (Universität für angewandte Kunst Wien)
gestaltet. Es verleiht dem hochschulübergreifenden Förderprogramm
eine wiedererkennbare visuelle Identität.
Erstmals wurde den Preisträger:innen zudem eine eigens für den
Award entwickelte Trophäe überreicht: ein Schwimmflügerl, entworfen
von Armin Etschmann (Kunstuniversität Linz). Die Trophäe steht
sinnbildlich für Auftrieb, Unterstützung und den Aufbruch in die
eigenständige künstlerische Praxis – jene Phase, die der A⁴ –
Austrian Art Alumni Award gezielt fördern möchte.
Der A⁴ – Austrian Art Alumni Award wird jährlich vergeben und
steht Absolvent:innen aller sechs öffentlichen Kunstuniversitäten
Österreichs offen.
Fotolink: Austrian Art Alumni Award