34. Jüdisches Filmfestival Wien 2026

Wien (OTS) – Von 9. bis 19. April 2026 findet das 34. Jüdische
Filmfestival Wien (
JFW 2026) im Votiv Kino, Metro Kinokulturhaus und Studio Molière
statt. Mehr als 30 nationale und internationale Spiel-, Dokumentar-
und Kurzfilme bilden eine Rundumschau des Jüdischen Lebens weltweit,
Diskussionsveranstaltungen laden zu Diskurs und Debatte ein.

Der israelische Eröffnungsfilm The Sea (IL 2025) folgt einem
zwölfjährigen Palästinenser aus der Westbank, der sich auf eigene
Faust aufmacht, um zum ersten Mal das Meer zu besuchen. Der
feinfühlige Film des jüdisch-israelischen Regisseurs Shai Carmeli-
Pollak hat mehrere israelische Ophir Awards gewonnen, darunter für
den besten Film – dabei kam es zur Kontroverse seitens der
israelischen Regierung.

Das Jüdische Filmfestival Wien (JFW 2026) steht für furchtlose,
selbstbestimmte Debatten: Der Festivalschwerpunkt Kontroverses Kino?
stellt demgemäß mit weiteren israelischen und jüdischen Filmen, die
für Diskussionen und Absagen gesorgt haben, die Frage nach der
Diskursbereitschaft in der Kinokultur. Mit dabei ist der
Dokumentarfilm Wir sind noch da (AT 2025), der die Jüdische Gemeinde
in Salzburg zeigt und dort wegen “Sicherheitsbedenken” vorübergehend
abgesagt wurde.

Die Schicksale der Geiseln des 7. Oktober 2023 haben die jüdische
Welt seitdem tief bewegt. Tom Shovals A Letter to David (IL 2025) ist
ein Filmbrief an David Cunio, der mit zahlreichen Familienmitgliedern
verschleppt wurde. David und sein Zwillingsbruder Eitan wirken als
Protagonisten in Shovals Spielfilmdebüt Youth (IL 2013), der sich
ebenso in der Festival-Personale zu Shoval findet. Den Geschichten
der Geiseln und Überlebenden des 7. Oktober ist zudem der Schwerpunkt
Hatufim/Sordim (Geiseln/Freigelassene) gewidmet, in dessen Rahmen
Gespräche mit Angehörigen geführt werden, etwa bei Holding Liat (IL
2025) mit Yehuda Beinin, Liats Vater.

Mit Israel in the Middle East wird Kino aus dem gelobten Land in
seiner ganzen perspektivischen Komplexität gezeigt. Mit dabei sind
Before the Revolution (IL 2013) über die jüdisch-israelische Gemeinde
in Teheran vor 1979, das Antikriegsdrama Oxygen (IL 2025) von Netalie
Braun und die Filmkomödie Lost in Territories (IL 2025). Zudem werden
mit The Bibi Files (US 2024) und Israel: Ministers of Chaos (FR/IL
2024) regierungskritische Filme gezeigt. Assaf Machnes’ Where to? (
IL/GER 2026) holt den Nahen Osten nach Berlin und zeigt die
Freundschaft zwischen einem palästinensischen Taxifahrer und einem 25
-jährigen Israeli als Kammerspiel im Auto.

Shoah, Disability and Contemporary Voices beleuchtet die NS-
Verfolgung von Jüdinnen und Juden, dabei wird ein besonderer Fokus
auf die Verfolgung von Menschen mit Behinderung gelegt. Disposable
Humanity (US 2025), nicht verstummt (AT 2013), All I Had Was
Nothingness (FR 2025), Nuremberg (US 2026), Leben und Überleben (AT
2025) und Mariana’s Room (FR 2025) finden sich in diesem Programm.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht , weshalb in dem gleichnamigen
Schwerpunkt internationale Komödien auf die Leinwand gebracht werden.
Dort finden sich neben der aktuellen israelischen Produktion Lost In
Territories (IL 2025) Kultfilme wie Eytan Fox’ Cupcakes (IL 2013)
oder A Serious Man (US 2009) von den Coen Brothers.

Ergänzend wird es Einführungsvorträge, Gespräche mit
Filmschaffenden und drei Paneldiskussionen zum Thema Nahost geben,
welche sich perspektivisch mit friedlicher Koexistenz,
Entpolarisierung und dem Sicherheitsgefühl in der Diaspora befassen.
Mit Vorfilmen und einem Kurzfilmprogramm wird zudem dem Filmnachwuchs
eine Leinwand geboten.

Sehr gerne vereinbaren wir auch Interviews mit den anwesenden
Regisseur*innen & Protagonist*innen.

Filmstils finden Sie im Drive Ordner:
https://drive.google.com/drive/folders/1KCuqAb1p0SM0oqKhQnt61Dn5r17F-
kYWu

Alle Informationen finden Sie unter www.jfw.at

Jüdische Filmfestival Wien 2026

Datum: 9. – 19.4.2026
Ort: Wien