St. Pölten (OTS) – Die Universität für Weiterbildung Krems (UWK) lud
am heutigen Freitag
zum Festakt „30 Jahre Universität für Weiterbildung Krems und
Inauguration des Rektorats“. Unter den Fest- und Ehrengästen fanden
sich u.a. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter
Stephan Pernkopf, Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner,
Nationalratspräsident Walter Rosenkranz, Landesrätin Susanne
Rosenkranz, Nationalratspräsident a.D. Wolfgang Sobotka sowie
zahlreiche weitere Gäste aus Politik Wissenschaft, Bildung,
Forschung, Verwaltung und Gesellschaft.
Gerade in Zeiten des Umbruchs sei lebenslanges Lernen wichtiger
als je zuvor, sagte die Landeshauptfrau in ihrem Statement, „denn
Weiterbildung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und die
Resilienz der Gesellschaft.“ In Niederösterreich habe man bereits vor
30 Jahren erkannt, Weiterbildung sei ein Schlüssel für die Zukunft.
„Mit der Universität für Weiterbildung Krems haben wir vor 30 Jahren
eine bildungspolitische Lücke in ganz Europa geschlossen“, so Mikl-
Leitner, die ausführte: „Wir haben einen Ort geschaffen, an dem
akademische Exzellenz mit den praktischen Erfahrungen von
Berufstätigen verbunden wird – damit waren wir in Niederösterreich
Vorreiter und sind es bis heute.“
Die Gründung der UWK habe die Entwicklung des Bundeslandes vom
weißen Fleck auf der Wissenschaftslandkarte zum Wissenschaftsland NÖ
markiert. „Heute ist Krems Dreh- und Angelpunkt der
Wissenschaftsachse Niederösterreich“, unterstrich sie. Über 13.000
Menschen aus 90 Ländern lernen, arbeiten und forschen am Campus und
„wir öffnen auch weiter unsere Tore für die besten Köpfe der Welt und
wollen Heimat für Wissenschaft, Forschung und Bildung sein – für die
besten Zukunft unserer Kinder“, erklärte Mikl-Leitner.
Sie zeigte sich zudem überzeugt: „Wenn wir weiterhin unseren
Wohlstand erhalten wollen, müssen wir weiter in Wissenschaft und
Forschung investieren.“ Sie meinte hier u.a. den Einsatz von KI im
Bereich der Gesundheit oder auch die Weltraumwirtschaft, „wo wir eine
space-Achse von Wr. Neustadt bis Schwechat aufgebaut haben und wo
nächstes Jahr ein Satellit mit einem Triebwerk ,made in Austria´ ins
All startet“, so Mikl-Leitner. In Niederösterreich transformiere man
Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung in Wirtschaft und
Industrie, um wettbewerbsfähig zu bleiben. „Nur mit Exzellenz können
wir uns gegen unsere Konkurrenz durchsetzen und hier an der
Universität für Weiterbildung entsteht Exzellenz, durch Forschung mit
direkter Praxisrelevanz.“
Abschließend bedankte sich die Landeshauptfrau bei Friedrich
Faulhammer für seine Rektoratszeit, in der er die Entwicklung der UWK
und der Universitätslandschaft überhaupt maßgeblich geprägt habe.
Ihre Glückwünsche überbrachte sie der neuen Rektorin Viktoria Weber:
„Ich bin überzeugt, Rektorin Weber ist die richtige Frau am richtigen
Ort und wird die Donauuniversität Krems erfolgreich in die Zukunft
führen.“
Der für Wissenschaft zuständige LH-Stellvertreter Stephan
Pernkopf erklärte, „dass alle großen Fragen, die sich uns allen
stellen, nur durch Erkenntnisse und Ergebnisse aus Wissenschaft und
Forschung zu beantworten sind.“ Die UWK sei wichtiger Partner, wenn
es um Zukunftsfragen gehe – etwa in den Bereichen Gesundheit und
Nachhaltigkeit. „Wir haben erst kürzlich eine Stiftungsprofessur für
,KI in der Gesundheit´ ausgeschrieben und da hat die UWK den Zuschlag
bekommen.“ Beim Projekt gehe es darum, dass Ärztinnen und Ärzte
schneller zu Diagnosen kommen, das Pflegepersonal administrativ
entlastet wird und Patientinnen und Patienten bessere Behandlungen
mit kürzeren Wartezeiten erhalten. „Ein Projekt, das ganz konkrete
Lösungen im Bereich der Lebensqualität der Menschen bringt, und das
wird auch in Zukunft der Auftrag der UWK sein, dafür zu sorgen, mit
Forschung und Innovation Lösungen auf Zukunftsfragen zu finden.“
Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner führte aus, Weiterbildung
sei etwas ganz Zentrales und „dieses 30-jährige Jubiläum zeige, dass
gerade diese Einzigartigkeit der UWK, diese Innovation, die hier
gelebt wird, ein tatsächliches Erfolgskonzept ist.“ Die Ministerin
sprach zudem über die Rolle der UWK beim Thema „soziale
Durchlässigkeit“. Soziale Durchmischung sei zentral, meinte sie,
„weil wir in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten als Republik
nicht auf die besten und klügsten Köpfe unserer Gesellschaft
verzichten können und dürfen und die schlummern in den
verschiedensten Familien – unabhängig von Herkunft, Region und
Geschlecht.“
In seinen Grußworten blickte Rektor emeritus Friedrich Faulhammer
auf die letzten 30 Jahre Universität für Weiterbildung Krems zurück
und erklärte, der Erfolg der UWK sei eine Abfolge mutiger
Entscheidungen gewesen. Die UWK habe die Universitätslandschaft stark
geprägt, so Faulhammer, der schloss: „Diese Universität ist geprägt
von Innovationskraft, Offenheit und gesellschaftlicher Wirksamkeit.“
Er wünschte dem neuen Rektorat viel Erfolg für die Zukunft.
Die neue Rektorin Viktoria Weber sprach ebenfalls über
Meilensteine seit Bestehen der UWK und sagte: „Eine Inauguration ist
ein Moment des Überganges, eine Schwelle zwischen Vergangenheit und
Zukunft.“ Sie öffne den Horizont für das Kommende und sei Anlass, zu
reflektieren. Sie führte aus, warum Universitäten heute wichtiger
denn je seien und meinte außerdem, die UWK habe eine solch hohe
Qualität in Forschung und Lehre vor allem wegen der exzellenten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreicht, „aber auch durch eine
Leitung mit Weitblick und ein klares Bekenntnis zu Innovation,
Qualität und gesellschaftlicher Wirksamkeit.“
Im Rahmen von Interviews zu Wort kamen auch die beiden
Vizerektoren der UWK, Stefan Oppl und Daniel Varro, sowie die
Vorsitzende des Universitätsrates Martina Höllbacher, die
Senatsvorsitzende Anja Grebe und Maximilian Veichtlbauer,
Vorsitzender der Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der UWK.
Musikalisch gestaltet wurde die Jubiläums- und Inaugurationsfeier vom
Brass Quintett „quinTTonic“.