Wien (OTS) – Die „Dok 1“-Ausgabe „3 Wochen Handyentzug – das
Experiment“ mit Lisa
Gadenstätter erreichte im September 2025 Hunderttausende Menschen in
ORF 1 und auf ORF ON. Nach der Sendung gab es von Lehrkräften und
Jugendlichen selbst großes Interesse daran, das Experiment ebenfalls
zu machen – und diese Möglichkeit haben jetzt alle Schülerinnen und
Schüler ab der 5. Schulstufe in ganz Österreich:
Von 4. bis 24. März 2026 heißt es für alle, die erstmals
mitmachen möchten: Smartphone ausschalten. Das Ziel ist
herauszufinden, wie sich weniger Bildschirmzeit und vor allem die
Abstinenz von sozialen Medien auf das persönliche Wohlbefinden der
Jugendlichen auswirkt. Auf die Stimmung, den Schlaf, die Psyche. Das
außergewöhnliche Experiment wird wissenschaftlich erneut vom Anton
Proksch Institut und der Sigmund Freud PrivatUniversität in Wien
begleitet. Unterstützt wird das Projekt weiters vom Bundesministerium
für Bildung, das rund 57.000 Bundeslehrerinnen und Bundeslehrer in
einer eigenen Aussendung über das Handy-Experiment informiert.
In den nächsten Wochen haben Lehrkräfte die Möglichkeit, sich auf
das Experiment vorzubereiten. Die Vorbereitung ist notwendig, weil
das Smartphone unser aller Leben mittlerweile bestimmt. Für alle, die
mitmachen wollen, wurde eine Homepage mit den wichtigsten Infos
erstellt. Lehrkräfte, Schüler:innen und Eltern können sich unter
www.handyexperiment.at informieren. Dort gibt es für die Lehrkräfte
alle Infos zur Vorbereitung, die „Dok 1“-Sendung vom September zum
Ansehen – über diese Homepage werden dann auch die drei
wissenschaftlichen Befragungen durchgeführt.
Das Ergebnis gibt es in der „Dok 1“-Ausgabe „3 Wochen ohne
Smartphone – das Österreich-Experiment“ Ende Mai 2026 im ORF-1-
Hauptabend und auf ORF ON zu sehen. Wer mitmachen möchte, kann sich
ab sofort auf der Homepage registrieren und bekommt dann alle Infos,
die für die Vorbereitung, das Experiment an sich, die
wissenschaftliche Befragung und die Nachbearbeitung wichtig sind.
Lisa Gadenstätter, ORF-Journalistin und „Dok 1“-Moderatorin:
„Oft werde ich gefragt, aus welchen Beweggründen ich meinen Job
mache. Und immer wieder ist die Antwort dieselbe: Ich möchte im Leben
von Menschen etwas auslösen, Geschichten erzählen, Welten zeigen, die
man so nicht kennt. Mit ‚Dok 1: 3 Wochen Handyentzug – das
Experiment‘ ist genau das gelungen. Ich habe sehr viele Reaktionen
von Jugendlichen und Lehrkräften bekommen, die dieses Experiment
freiwillig nachmachen wollten. Um zu sehen, welche Auswirkungen ein
Smartphone-Verzicht auf ihr Leben hat. So ist die Idee entstanden,
dieses Experiment für ganz Österreich, für alle Schulen, für alle
Schülerinnen und Schüler anzubieten. Mein besonderer Dank gilt jetzt
schon allen Lehrkräften, die ihre Schülerinnen und Schüler bei diesem
Experiment unterstützen.“
Oliver Scheibenbogen, Leiter der Ambulanz Treffpunkt 1050 und der
Akademie des Anton Proksch Instituts:
„Das Handyexperiment ist DIE Gelegenheit zur Selbsterfahrung. Wie
fühle ich mich, wenn ich kein Handy zur Verfügung habe? Was ändert
sich im Alltag? Wie kann ich mit meinen Mitmenschen analog
kommunizieren und in Kontakt bleiben? Ein temporärer Handy-Verzicht
hilft uns zu reflektieren, welche fantastischen Möglichkeiten die
analoge Welt bietet, lässt uns den Reichtum im Alltag jenseits des
Smartphones erkunden und stellt einen unverzichtbaren Beitrag zur
Selbststeuerung und somit zu einem bewussteren Umgang mit digitalen
Medien dar. Gelingt es uns als Gesellschaft nicht, einen kompetenten
und risikoarmen Umgang mit Smartphone & Co zu erlernen, werden uns am
Ende des Tages eine Regulierung und restriktive Maßnahmen nicht
erspart bleiben.“
Michael Musalek, Vorstand des Instituts für Sozialästhetik und
Psychische Gesundheit der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien:
„In Sachen Smartphones und Social Media stehen wir vor einem
Problem mit hoher Brisanz. Wir sind in einer neuen Ära angekommen und
müssen Wege finden, damit umzugehen. Einfach nur Verbote zu erlassen
wird nicht die Lösung des Problems sein. Wir müssen die Hintergründe
verstehen, herausfinden, wo die Probleme bei den Jugendlichen liegen
und wie Möglichkeiten eines kompetenten Umgangs mit dem Smartphone
ausschauen. Dazu braucht es Wissen und Daten. Deshalb bin ich sehr
froh, dass wir gemeinsam mit dem ORF diese Studie durchführen. Es ist
eine einzigartige Gelegenheit, eine große Anzahl an Jugendlichen zu
erreichen.“
Bildungsminister Christoph Wiederkehr:
„Mich und viele andere Zuseherinnen und Zuseher hat das erste Handy-
Experiment sehr berührt. Es zeigt, welchen Einfluss ein Smartphone
auf das Leben unserer Kinder und Jugendlichen hat. Es ist enorm
wichtig, hier rasch zu Forschungsergebnissen zu gelangen, die helfen,
einen ,gesunden‘ Umgang mit unserem Handy zu finden. Es ist
phantastisch, dass dieses Experiment gemeinsam in der Schule, mit
Freunden und im Klassenverband gemacht und reflektiert werden kann.
Auch deshalb unterstützen wir als Bildungsministerium dieses
Experiment.“
Lisa Totzauer, ORF-Chefredakteurin Magazine und Servicesendungen:
„Der ORF versteht sich nicht nur als Erzähler von Wirklichkeit,
sondern als Verantwortungsträger in einer sich rasant verändernden
Gesellschaft. Mit diesem Österreich-Experiment schaffen wir einen
Raum, in dem junge Menschen ihre digitale Lebensrealität reflektieren
können, nicht belehrend, sondern durch eigene Erfahrung. Denn eine
demokratische Gesellschaft braucht Menschen, die aufmerksam sind,
sich selbst wahrnehmen und echte Beziehungen leben können.
Orientierung zu geben und solche Räume zu ermöglichen ist, heute mehr
denn je, Kern unseres öffentlich-rechtlichen Auftrags.“