28. Impulstag der NÖ Wohnbauforschung: „Sanierung – die aktuelle Herausforderung im Wohnbau“

St. Pölten (OTS) – Der 28. Impulstag der NÖ Wohnbauforschung fand
gestern im Rahmen der
RENOWAVE.AT Impact Days statt, Österreichs zentrales Event für
klimaneutrale Sanierung. In der Spitzenfabrik in St. Pölten
versammelten sich die zentralen Akteurinnen und Akteure der
Baubranche – mit Fokus auf praxisnahe, innovative Lösungen für
effiziente, leistbare und klimafreundliche Sanierungen. Eröffnet
wurde die Veranstaltung von Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister,
Vorsitzende des NÖ Wohnbauforschungsbeirats, die die Bedeutung
gezielter Förderungen und praktikabler Sanierungslösungen hervorhob:
„Klimaschutz und leistbares Wohnen müssen Hand in Hand gehen – wir
brauchen Lösungen, die ökologisch wirksam und für die Menschen
umsetzbar sind.“ Unter dem Titel „Sanierung – die aktuelle
Herausforderung im Wohnbau“ wurden aktuelle Forschungsergebnisse,
Praxisbeispiele und innovative Ansätze zur Dekarbonisierung des
Gebäudebestands vorgestellt und diskutiert.

Der Fokus des Impulstags lag auf der Nutzung von Altbestand, der
energetischen Sanierung von Gebäuden ab den 1980er-Jahren und der
Umstellung auf klimaneutrale Heizsysteme. Obwohl zahlreiche
Förderprogramme Sanierung und Heizungsumstellung unterstützt haben,
bleiben für die Bewohnerinnen und Bewohner hohe Kosten und die
Belastung durch Bauarbeiten die zentralen Hemmnisse. Innovative,
minimalinvasive Sanierungsmethoden leisten hier einen wichtigen
Beitrag, um Eigentümerinnen und Eigentümer zu entlasten und die
Akzeptanz für Sanierungen zu erhöhen.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden aktuelle Projekte aus
Forschung, Architektur und Wohnbau vorgestellt. Es ging um
Entwicklungen und innovative Ansätze aus der niederösterreichischen
Wohnbauforschung zur Revitalisierung leerstehender Gebäude und deren
Nutzung als gemeinschaftlicher Wohnraum. Praxisnahe Lösungen für die
energetische und wirtschaftlich machbare Sanierung von Wohnbauten aus
den 1980er-Jahren und Konzepte für altersgerechte Sanierungen zur
Steigerung der Lebensqualität im Eigenheim wurden vorgestellt. Neue
Methoden für die Aktivierung bestehender Heizkörper für erneuerbare
Energieformen sollen den Umstieg auf klimafreundliche Wärmepumpen
ohne großen baulichen Aufwand ermöglichen.

Abgerundet wurde der Impulstag durch eine Podiumsdiskussion mit
Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und den Vortragenden. Das
Publikum wurde über das digitale Tool „Mentimeter“ aktiv in die
Diskussion eingebunden. Themen waren unter anderem die größten
Hemmnisse bei Sanierungen, Wege zur Motivation von Eigentümerinnen
und Eigentümern zur Sanierung und der Nutzung von Leerstand sowie die
Unterstützung von älteren Menschen beim Verbleib in ihrer Wohnung.

Der Impulstag 2025 verdeutlichte, dass die Dekarbonisierung des
Gebäudebestands eine der zentralen Aufgaben auf dem Weg zur
Klimaneutralität ist. Dafür braucht es praxisgerechte Lösungen,
interdisziplinäre Forschung und vor allem die Einbindung der
Menschen, die in den Gebäuden leben. Nur ein abgestimmter Mix aus
technischer Innovation, sozialer Verantwortung und finanzieller
Unterstützung könne die Wärmewende im Wohnbau voranbringen.

Weitere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Mag. (FH)
Dieter Kraus, Pressesprecher, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail
[email protected]