Wien (OTS) – Mit der Präsentation des eleganten Damenbildnisses Dame
en face mit
plissierter Bluse (1898) von Gustav Klimt, einer neuen Leihgabe der
Klimt-Foundation, können die Besucher*innen der Dauerausstellung Wien
1900 nun 25 Gemälde des Ausnahmekünstlers im Leopold Museum
bewundern.
Die internationale Bekanntheit des Leopold Museum ist eng mit
seiner einzigartigen Sammlung zur Kunst der Wiener Secession und des
österreichischen Expressionismus verbunden. Diese auf der privaten
Kollektion von Rudolf Leopold beruhende Kunstsammlung zur Wiener
Moderne, die in den letzten Jahren mit herausragenden Dauerleihgaben
ergänzt wurde, beeindruckt durch die außergewöhnliche künstlerische
Qualität des Bestandes als auch durch dessen mediale Reichhaltigkeit:
Die Vielfalt des Gezeigten – von Gemälden, über Grafiken bis hin zu
außergewöhnlichen Exponaten der angewandten Kunst – ist gleichsam der
Schlüssel zur Erfolgsgeschichte des Leopold Museum. Entlang der rund
1.000 Exponate der Dauerpräsentation Wien 1900. Aufbruch in die
Moderne tauchen die Besucher*innen in die Atmosphäre dieser immens
kreativen und pulsierenden Zeit ein. Im Zentrum der Präsentation
stehen neben zahlreichen anderen Künstlerinnen und Künstlern mit
Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka die drei
herausragenden Vertreter der Wiener Moderne.
„ Das Leopold Museum besitzt bekanntermaßen die weltweit größte
und bedeutendste Egon-Schiele-Sammlung sowie die umfangreichste
Dauerpräsentation des Expressionisten Oskar Kokoschka. Dank der
langjährigen, exzellenten Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen wie
der Klimt-Foundation, der Stiftung Sammlung Kamm oder dem Wien Museum
sowie zahlreichen privaten Sammlerinnen und Sammlern ist das Leopold
Museum in seinem 25. Bestandsjahr in der glücklichen Lage, nunmehr 25
Gemälde von Gustav Klimt und somit die international größte Klimt-
Gemälde-Präsentation zeigen zu können.“
Hans-Peter Wipplinger, Direktor des Leopold Museum
Zwtl.: Bedeutendste Egon Schiele-Sammlung der Welt
Einen besonderen Stellenwert innerhalb der Sammlung des Leopold
Museum kommt dem größten und bedeutendsten Bestand an Werken des
Expressionisten Egon Schiele (1890–1918) zu. Unter den rund 300
Werken befindet sich die beeindruckende Anzahl von 48 Gemälden des
Künstlers, welche großteils in der Dauerpräsentation gezeigt werden.
Die Sammlung umfasst darüber hinaus über 200 Arbeiten auf Papier,
darunter Zeichnungen sowie Aquarelle und Gouachen. Ein umfangreiches
Konvolut von rund 950 Schiele-Archivalien, darunter Skizzenbücher,
Briefe, Postkarten und Fotografien, konnte jüngst für das Museum
erworben werden und ergänzt damit den wichtigen Schiele-
Archivbestand, welcher die Basis für das Schiele-Forschungs- und
Kompetenzzentrum des Leopold Museum darstellt.
Zwtl.: Zuwachs für die Klimt-Präsentation: 25. Gemälde von Gustav
Klimt
Die nicht minder beeindruckende Klimt-Präsentation des Leopold
Museum umfasst seit kurzem 25 Gemälde. Damit ist sie die
international größte Dauerpräsentation zu seinem malerischen OEuvre.
Klimts Schaffen markiert den radikalen Wendepunkt an der Schwelle zur
Moderne, indem er den Historismus überwand und als Mitbegründer und
erster Präsident der Wiener Secession die treibende Kraft bei der
Etablierung des Jugendstils Wiener Provenienz war. Seine Werke
spiegeln das intellektuelle Klima des Wiener Fin de Siècle auf
kongeniale Weise wider, welches eine starke Prägung von Sigmund
Freuds psychoanalytischen Theorien erfuhr. Mit Meisterwerken wie Tod
und Leben aus der Sammlung des Leopold Museum visualisiert Klimt das
Unbewusste und die Dualität von Eros und Thanatos auf exemplarische
Weise. Neben diesem Bestand an Gemälden, kann das Leopold Museum auf
130 Zeichnungen zurückgreifen sowie auf einen umfassenden
Archivbestand von über 300 Positionen, der vorwiegend auf Klimts
direkten Nachfahren zurückgeht, die ihre Exponate dem Leopold Museum
als Dauerleihgabe anvertraut haben.
Zwtl.: Größte permanente Oskar Kokoschka-Präsentation
Nicht nur von Gustav Klimt und Egon Schiele zeigt das Leopold
Museum eine umfassende Zusammenstellung bedeutender Werke, sondern
auch von Oskar Kokoschka (1886–1980). Der österreichische
Expressionist überlebte den 1918 mit nur 28 Jahren an der Spanischen
Grippe verstorbenen Schiele um mehr als 60 Jahre. Diese mit 17
Gemälden weltweit größte permanente Kokoschka-Präsentation zeigt u.a.
Meisterwerke wie die Tre Croci – Dolomitenlandschaft (1913) oder das
Selbstbildnis, eine Hand ans Gesicht gelegt (1918/19). Weitere
Gemälde, unter anderem zahlreiche Dauerleihgaben aus Privatbesitz,
ermöglichen den Besucher*innen das Schaffen Kokoschkas von seinem
Frühwerk wie Mädchenakt (1905/06) bis hin zu seinem Spätwerk, etwa
dem Porträt Chatin Sarachi (1959), beide aus der Sammlung des Leopold
Museum, studieren zu können.
Zwtl.: Neun Millionen Besucher*innen in 25 Jahren
Über neun Millionen Besucherinnen und Besucher strömten in den
ersten 25 Bestandsjahren des Leopold Museum in das mit Abstand
besucherstärkste Haus im Wiener MQ. Mit der Sammlung Leopold
beherbergt das Museum die wichtigste aus einer privaten
Sammelleidenschaft heraus entstandene Kollektion zur Wiener Moderne.
Der Sammler und Museumsgründer Rudolf Leopold (1925–2010) brachte
1994 die rund 5200 Werke umfassende Kunstsammlung in die Leopold
Museum-Privatstiftung ein. Für die von Rudolf Leopold seit den 1950er
-Jahren mit großer Passion zusammengetragene Sammlung wurde in der
Folge das Leopold Museum errichtet und 2001 – vor 25 Jahren – der
Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In den vergangenen Jahren ist der
Bestand des Museums auf nahezu 9000 Werke angewachsen. Die
Erweiterung der Sammlung wurde durch Schenkungen, von einzelnen
Werken bis zu ganzen Sammlungskonvoluten sowie durch von Mäzen*innen
ermöglichte Ankäufe ermöglicht. Unter den Neuerwerbungen der letzten
Jahre befinden sich Werke herausragender Künstlerinnen und Künstler
des 19. und 20. Jahrhunderts wie etwa Marie Egner, Ludwig Heinrich-
Jungnickel, Gustav Klimt, Hans Makart, Paula Modersohn-Becker, Max
Oppenheimer, Egon Schiele, Olga Wisinger-Florian u.v.m.
Zwtl.: Wien 1900. Aufbruch in die Moderne (permanente Präsentation):
Öffnungszeiten:
Täglich außer Dienstag geöffnet: 10 bis 18 Uhr
Feiertags geöffnet. Dienstags geschlossen.
Öffnungszeiten in der Weihnachtszeit:
Mo, 07.12.26 bis So, 10.01.27 täglich geöffnet: 10 bis 18 Uhr,
ausgenommen Do, 24.12.26 – geschlossen – und Do, 31.12.26, von 10 bis
17 Uhr geöffnet.
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