Wien (OTS) – Am 12. und 13. Mai 2026 bringt die dHealth in Schloss
Schönbrunn zum
20. Mal Forschung, Versorgung, Politik und Wirtschaft zusammen. Seit
2007 hat die Konferenz die Entwicklung digitaler Gesundheit in
Österreich nicht nur sichtbar gemacht, sondern als Plattform für
Austausch, Vernetzung und Pionierarbeit mitgeprägt.
Zwtl.: Vom ersten iPhone zur digitalen Gesundheitsversorgung
Als 2007 in Wien die erste eHealth-Konferenz stattfand, wurde im
selben Jahr das erste iPhone präsentiert. Was damals wie der Beginn
einer neuen Gerätegeneration wirkte, markiert rückblickend auch eine
tiefgreifende Veränderung im Verhältnis von Technologie, Alltag und
Medizin. Mobile Anwendungen, vernetzte Sensorik, Telemonitoring,
digitale Plattformen und datengestützte Versorgungskonzepte sind
seither Schritt für Schritt vom Zukunftsthema in die praktische
Gesundheitsversorgung gerückt. Genau diesen Wandel hat die
Konferenzreihe von Anfang an begleitet. 2026 feiert sie als dHealth
ihre 20. Ausgabe und ist damit über zwei Jahrzehnte hinweg zu einem
beständigen Treffpunkt der Digital Health Community in Österreich
geworden.
Zwtl.: Von eHealth zu dHealth
Was als eHealth-Konferenz begann, wurde im Lauf der Jahre bewusst
weiterentwickelt. Der heutige Name dHealth steht für einen
erweiterten Blick auf digitale Gesundheit. Im Zentrum stehen nicht
mehr nur IT-Anwendungen im Gesundheitswesen, sondern der gesamte
Zusammenhang von Datenerhebung, Interoperabilität, klinischer
Entscheidungsunterstützung, Versorgungsprozessen, Sicherheit und
regulatorischen Rahmenbedingungen. Diese Entwicklung spiegelt auch
die Geschichte des Feldes selbst wider. Aus einzelnen digitalen
Werkzeugen ist ein komplexes Handlungsfeld geworden, in dem Technik,
Versorgung, Governance und Dateninfrastrukturen gemeinsam gedacht
werden müssen.
Zwtl.: Von der Wissenschaft zur Anwendung und wieder zurück
Die dHealth war über viele Jahre ein Ort, an dem neue
Entwicklungen nicht isoliert präsentiert, sondern in Beziehung zur
Realität des Gesundheitswesens gesetzt wurden. Das zeigt sich auch in
ihrer Programmstruktur. Neben den gemeinsamen Keynotes stehen drei
Vortragstracks im Zentrum: zwei mit klarem Anwendungsbezug, in denen
Lösungen, Umsetzungserfahrungen und Beispiele aus der
Versorgungspraxis vorgestellt werden, sowie ein stärker
wissenschaftlich ausgerichteter Track für aktuelle
Forschungsergebnisse, methodische Fragen und technologische
Entwicklungen.
Damit greift die Konferenz eine zentrale Frage digitaler
Gesundheit auf: Wie werden aus technischen Möglichkeiten Lösungen,
die im Gesundheitswesen tatsächlich funktionieren? Entscheidend ist
dabei nicht nur, ob eine Anwendung technisch ausgereift ist. Ebenso
wichtig ist, ob sie in bestehende Abläufe passt, ob Schnittstellen
und Standards tragfähig sind, ob Daten sicher genutzt werden können
und ob daraus ein konkreter Nutzen für Versorgung und Patient:innen
entsteht.
Zwtl.: Pionierarbeit über viele Jahre
Die dHealth hat dabei nicht nur über die Entwicklung digitaler
Gesundheit in Österreich berichtet und diskutiert, sondern auch über
viele Jahre als Plattform für Pionierarbeit gedient. Zahlreiche
Themen, die heute selbstverständlich erscheinen, wurden hier früh
sichtbar, fachlich eingeordnet und in einem breiteren Zusammenhang
verhandelt. Dazu zählen telemedizinische Versorgungskonzepte, die
digitale Betreuung chronischer Erkrankungen, Telemonitoring, die
Elektronische Gesundheitsakte ELGA, Interoperabilität sowie virtuelle
Formen der Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsberufen und
Versorgungseinrichtungen. „Unsere Hoffnung war, dass die dHealth die
Entwicklung digitaler Gesundheit in Österreich nicht nur begleiten,
sondern als Plattform für Pionierarbeit auch aktiv voranbringen wird,
sowohl in der Theorie als auch in der Praxis, entsprechend unserem
Motto: Health Informatics meets Digital Health. Da wir das in meinen
Augen sehr gut erfüllt haben, ist nun meine Hoffnung, dass die
dHealth diese Katalysatorwirkung auch in Zukunft beibehält“, sagt
Günter Schreier, Initiator der Konferenz und Thematischer Koordinator
für Digital Health am AIT Austrian Institute of Technology.
Zwtl.: Das Programm 2026
Auch das Programm der Jubiläumsausgabe 2026 zeigt, wie breit das
Feld inzwischen geworden ist. Vorgesehen sind Beiträge zu Digital
Cardiology, zu ELGA und dem European Health Data Space, zu digitaler
Souveränität, Künstlicher Intelligenz in der Medizin,
Interoperabilität, Real World Data sowie zu Cyber- und
Informationssicherheit im Gesundheitswesen. Ergänzt wird das Programm
durch wissenschaftliche Sessions, Posterpräsentationen und den neuen
„Call for Visions 2036“ Award. Die Autoren der besten eingereichten
Visionen werden deren Vision vorstellen, wie Österreich innerhalb der
nächsten 10 Jahre zur führenden Gesundheitsregion werden kann, und im
Anschluss mit hochrangigen Vertretern aus dem Gesundheitswesen
diskutieren.
Gerade diese thematische Spannweite macht deutlich, warum die
dHealth auch im 20. Jahr relevant bleibt. Digitale Gesundheit ist
heute nicht mehr nur ein Thema einzelner Anwendungen. Sie betrifft
die Organisation von Versorgung, die Qualität und Verfügbarkeit von
Daten, die digitale Souveränität Europas, die Sicherheit kritischer
Infrastrukturen und die Frage, wie neue Werkzeuge sinnvoll in den
klinischen Alltag integriert werden.
Die Jubiläumsausgabe ist damit nicht nur Rückblick auf zwanzig
Jahre Entwicklung, sondern auch eine Standortbestimmung für die
nächsten Schritte digitaler Gesundheit in Österreich.
www.dhealth.at
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