Schönheit

„kulturMONTAG“ am 2. November: „Wild Horse Nine“, Lukas Resetarits’ Bühnen-Abschied, Juli-Zeh-Lesungen, „Feminist Futures Forever“

Wien (OTS) – Der von Peter Schneeberger präsentierte „kulturMONTAG“
stellt am 2.
November 2026 um 22.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON die schwarze
Tragikomödie „Wild Horse Nine“ mit John Malkovich und Sam Rockwell
vor, der am 12. November in den österreichischen Kinos startet und
schon jetzt als Oscar-Anwärter gilt. Die Sendung widmet sich außerdem
Lukas Resetarits’ Bühnenrückzug nach 49 Jahren, Autorin Juli Zehs
Lesungen aus ihrem neuen Roman „Pony Show“, die sie derzeit in
Deutschlands größte Konzertsäle führen, sowie der Ausstellung
„Feminist Futures Forever“ im Belvedere 21, die am 5. November
eröffnet wird. Anschließend an das Magazin steht um 23.15 Uhr die
zweite Ausgabe der neuen Reihe „Österreichs immaterielles Kulturerbe“
auf dem Programm, die „Von Brauch und Spiel“ handelt.

„Wild Horse Nine“ – Oscar-Anwärter mit schwarzem Humor

Bei der Viennale wurde „Wild Horse Nine“ zum ersten Mal in
Österreich gezeigt. Der neue Film des britischen Regisseurs Martin
McDonagh ist eine starbesetzte schwarze Tragikomödie und spielt im
Jahr 1973: Zwei CIA-Agenten, dargestellt von John Malkovich und Sam
Rockwell, reisen auf die chilenische Osterinsel Rapa Nui. Dort
geraten Loyalität, politische Gewalt und die Frage nach persönlicher
Verantwortung in den Mittelpunkt. Mit trockenem Humor erzählt
McDonagh von einem todkranken Geheimdienstveteranen, der sich
weigert, weiter zu schweigen. Der Film gilt jetzt schon als großer
Oscar-Anwärter. Ab 12. November ist „Wild Horse Nine“ in den
österreichischen Kinos zu sehen.

Abschied nach 49 Jahren – Lukas Resetarits beendet seine
Bühnenkarriere

Überraschend hat Lukas Resetarits seinen Rückzug von der Bühne
bekanntgegeben: Nach 49 Jahren und 30 Soloprogrammen beendet der
Kabarettist seine Karriere mit sofortiger Wirkung. 1977 präsentierte
er sein erstes Soloprogramm „Rechts Mitte Links“. Als Major Adolf
Kottan in der Fernsehserie „Kottan ermittelt“ erreichte Resetarits
Kultstatus. Mit seinem Kabarett prägte er über Jahrzehnte die
österreichische Szene. Der „kulturMONTAG“ blickt auf die Höhepunkte
seiner künstlerischen Karriere zurück. Zudem kommen Malarina und
Alfred Dorfer zu Wort und nehmen auf Resetarits’ Werk und Schaffen
Bezug.

Juli Zeh vor großem Publikum – Roman „Pony Show“ wird zum Live-
Ereignis

Mit „Pony Show“ legt Juli Zeh einen neuen Roman vor. Im Zentrum
des Justizdramas steht eine Verlegerin, die unter Mordverdacht gerät.
Der Fall wird zum Medienspektakel – und wirft Fragen nach Macht,
öffentlicher Meinung und der Deutung von Wahrheit auf. Juli Zeh zählt
zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Autorinnen. Ihre Lesungen
führen sie derzeit in die größten Konzertsäle Deutschlands. Bei
diesen Live-Abenden stehen neben dem Roman vor allem
gesellschaftliche Fragen im Mittelpunkt. Der „kulturMONTAG“ hat eine
Lesung in der Berliner Philharmonie besucht.

„Feminist Futures Forever“ im Belvedere 21 – Von der Avantgarde
bis in die Zukunft

Am 5. November eröffnet im Belvedere 21 die Ausstellung „Feminist
Futures Forever“. Sie vereint künstlerische Positionen verschiedener
Generationen – von der feministischen Avantgarde bis zu jüngeren
Künstlerinnen und Künstlern – und fragt danach, welche feministischen
Perspektiven und Forderungen in die Zukunft weisen. Die Schau fällt
in die Schlussphase der Direktion von Stella Rollig: Im Jänner 2027
übernimmt Nina Zimmer die Generaldirektion des Belvedere. Im Studio
ist die Künstlerin Margot Pilz zu Gast. Die 90-jährige Pionierin der
feministischen Avantgarde spricht über ihr langjähriges
künstlerisches Engagement.

„Österreichs immaterielles Kulturerbe – Von Brauch und Spiel“ (
23.15 Uhr)

In der zweiten Folge der vom ORF koproduzierten Dokureihe
„Österreichs immaterielles Kulturerbe“ mit dem Titel „Von Brauch und
Spiel“ stellt Filmemacherin Alexandra Venier drei Traditionen aus der
Steiermark, Tirol und Niederösterreich vor. Das Öblarner Krampusspiel
gehört zu den letzten steirischen geistlichen Volksschauspielen und
wird alljährlich Anfang Dezember von Laiendarstellerinnen und –
darstellern aufgeführt. Schab, Jägerinnen und Jäger, Luzifer,
Schmied, Habergoas und Tod ziehen von Hof zu Hof, ehe der heilige
Nikolaus das Spiel zum Guten wendet. Die Texte wurden über
Generationen mündlich weitergegeben und 1989 erstmals schriftlich
festgehalten. Das Blochziehen im Tiroler Ort Fiss zählt zu den
größten Fastnachtsbräuchen im Alpenraum. Alle vier Jahre wird dabei
der Winter symbolisch ausgetrieben: Ein rund 35 Meter langer
Zirbenstamm wird auf geschmückten Holzschlitten durch das Dorf
gezogen, begleitet von Bärentreibern, Mohrelen, Bauern und
Handwerkern. Der Brauch zieht Tausende Besucherinnen und Besucher an.
Beim Perchtoldsdorfer Hiataeinzug erinnern die jungen „Hiata“ an die
frühere Tradition der Weinhüter, die die reifende Ernte sowohl vor
Tieren als auch Diebinnen und Dieben beschützten. Heute ziehen Winzer
aus alteingesessenen Familien in historischen Trachten mit der
schweren Erntekrone, der sogenannten Pritschn, feierlich in die
Pfarrkirche ein. Der Brauch verbindet die Geschichte des Weinbaus mit
dem gesellschaftlichen Leben der Gemeinde.