Wien (OTS) – Grundsätzlich erfreut und sehr unterstützend zeigen sich
der
freiheitliche Kultursprecher NAbg. Wendelin Mölzer und der Kärntner
FPÖ-Landesparteiobmann LAbg. Erwin Angerer über die aus Friaul-
Julisch Venetien ausgehende Initiative, Villach im Jahr 2033 im
Rahmen einer grenzüberschreitenden Kooperation zur Europäischen
Kulturhauptstadt zu machen. Da im Jahr 2033 regulär Italien das
offizielle Nominierungsrecht für die Kulturhauptstadt innehat, sei
der Vorstoß von Friaul-Julisch Venetien die Nachbarstadt Villach als
Partner mit ins Boot zu holen, von enormer Bedeutung. Rückendeckung
für diese Idee kam dabei auch vom dortigen Vizepräsidenten des
Regionalrats, Stefano Mazzolini.
„Villach hat als pulsierendes Herz im Dreiländereck ein enormes
kulturelles Potenzial, das von gelebtem Brauchtum bis hin zu einer
starken, verbindenden Geschichte reicht. Gerade eine Bewerbung in
Kooperation mit unseren Nachbarn für das Jahr 2033 wäre eine riesige
Chance für die gesamte Region und ist daher absolut zu begrüßen und
nach Kräften zu unterstützen. Dass Friaul sein Nominierungsrecht
nutzen möchte, um gemeinsam mit Villach ins Rennen zu gehen, ist ein
echter Glücksfall“, erklärte Mölzer einleitend. Für den
freiheitlichen Kultursprecher sei jedoch eines von vornherein klar:
„Statt Steuergeldverschwendung für die linke Kulturschickeria und
eines zweiten skandalösen ‚Pudertanzes‘ wie 2024 in Bad Ischl müssen
bei der Kooperation mit Friaul unsere echte Kultur, unsere Identität
und heimische Kunstschaffende im Mittelpunkt stehen!“
Auch der Kärntner FPÖ-Chef Angerer betonte die großen Chancen
einer solchen kooperativen Bewerbung für den Wirtschafts- und
Tourismusstandort Kärnten, warnte aber ebenso vor einer politischen
Vereinnahmung durch die links-geprägte Kulturszene: „Ja zu einer
echten, grenzüberschreitenden Leistungsschau unserer wunderschönen
Heimat, aber ein klares Nein zu abgehobener Systemkunst, für die wir
uns vor unseren italienischen Partnern und den eigenen Bürgern
fremdschämen müssen! Wenn österreichisches Steuergeld in dieses
Kooperationsprojekt fließt, dann muss jeder einzelne Euro zu echter
Wertschöpfung in unserer Region führen sowie dem heimischen Tourismus
und unseren Vereinen vor Ort zugutekommen. Ein Steuergeld-
Eventtourismus ohne Heimatverbundenheit kommt für uns Freiheitliche
nicht in Frage!“
Allgemein befürwortend sprach sich auch Stefano Mazzolini,
Vizepräsident des Regionalrats von Friaul-Julisch Venetien, für das
grenzüberschreitende Vorhaben aus. Er sah in einer möglichen
gemeinsamen Initiative ein starkes Signal für die ohnehin schon enge
Partnerschaft zwischen Kärnten und Friaul-Julisch Venetien: „Italien
hat für das Jahr 2033 das Nominierungsrecht für die Europäische
Kulturhauptstadt. Für uns in Friaul-Julisch Venetien liegt es daher
auf der Hand, über die Grenzen hinauszublicken und eine gemeinsame
Bewerbung im Alpen-Adria-Raum unter Einbindung von Villach
voranzutreiben. Unsere Regionen sind historisch, wirtschaftlich und
kulturell tief miteinander verwurzelt. Ein gemeinsames Auftreten ist
eine großartige Chance, unsere wunderbaren Traditionen, unsere
Gastfreundschaft und unsere gemeinsame regionale Identität vor den
Vorhang zu holen sowie den Tourismus dies- und jenseits der Grenze
nachhaltig zu stärken.“
Abschließend forderten Mölzer und Angerer volle Transparenz sowie
die Einbindung der Bevölkerung und der regionalen Brauchtums- und
Kulturträger von der ersten Minute an: „Nehmen wir die Einladung aus
Friaul-Julisch Venetien an! Kultur muss über Grenzen hinweg verbinden
und darf nicht spalten oder belehren. Machen wir Villach 2033 im
Schulterschluss mit unseren italienischen Freunden zu einem stolzen
Aushängeschild für Tradition, Heimatliebe, echte Gastfreundschaft und
bürgernahe Kunst – ganz ohne ideologische Zwangsjacke!“