Schönheit

Tagesbefehl der Frau Bundesminister anlässlich Nationalfeiertag 2026

Wien (OTS) – „Nicht Papier, sondern Menschen verteidigen die
Freiheit!“ Diese
Worte hat vor 60 Jahren der damalige Bundespräsident Franz Jonas am
Nationalfeiertag gesagt. Und er hatte Recht – und er hat immer noch
Recht: Freiheit, Demokratie und auch unsere Neutralität haben wir
nicht nur, weil sie auf einem Papier stehen. Das sind
Errungenschaften, die wir in Österreich erkämpft haben und die wir
auch verteidigen müssen.

Die internationale Sicherheitslage hat sich grundlegend
verändert: Österreich ist keine Insel der Seligen. Sicherheit ist
keine Selbstverständlichkeit. Sie ist ein Gut, welches jeden Tag aufs
Neue geschützt und verteidigt werden muss. Und Sicherheit gibt es
nicht zum Nulltarif.

Unsere Antwort darauf ist klar: Wir stärken die
Verteidigungsfähigkeit Österreichs.

Nach Jahrzehnten des Sparens investieren wir wieder in die
militärische Landesverteidigung. Mit der Mission Vorwärts und dem
Aufbauplan ÖBH 2032+ haben wir einen umfassenden
Modernisierungsprozess eingeleitet. Wir modernisieren unsere
Ausrüstung, stärken unsere Fähigkeiten am Boden, in der Luft und im
Cyberraum und verbessern die Infrastruktur unserer Streitkräfte.

Doch die modernste Ausrüstung allein schafft noch keine
Einsatzbereitschaft. Entscheidend sind die Menschen, die sie
bedienen, beherrschen und im Ernstfall einsetzen können.

Und genau aus diesem Grund haben wir auch die umfassende
Wehrdienstreform auf den Weg gebracht. Die Verlängerung des
Grundwehrdienstes und des Wehrersatzdienstes ist kein Selbstzweck.
Die Entscheidung darüber dürfen wir uns nicht leicht machen. Sie ist
eine absolut notwendige Anpassung an die Realitäten unserer Zeit.

Nur wer ausreichend übt, ist im Bedarfsfall einsatzbereit. Nur
das Erlernen des Grundwissens in den ersten sechs Monaten ist zu
wenig. Wer im Bedarfsfall zur Landesverteidigung herangezogen werden
kann, muss wissen, was er oder sie tut. Unzureichend ausgebildete
Milizsoldaten im Krisenfall einzusetzen, wäre schlichtweg
unverantwortlich. Das wollen wir nicht. Die dafür notwendigen
gesetzlichen Beschlüsse gilt es noch zu fassen.

Die Wehrdienstreform und der Aufbauplan 2032+ gehören untrennbar
zusammen. Sie sind wesentliche Voraussetzungen für ein
verteidigungsfähiges Österreichisches Bundesheer und eine
glaubwürdige militärische Landesverteidigung.

Die Neutralität ist ein Teil des österreichischen
Selbstverständnisses geworden. Trotzdem muss uns eines klar sein: Die
Neutralität allein schützt uns nicht!

Sie schützt uns nicht vor Aggressionen, nicht vor Raketen und
nicht vor hybrider Kriegsführung gegen unser Land. Neutralität muss
sich verteidigen können. Wehrhafte Neutralität bedeutet auch, dass
wir uns vorbereiten müssen. Wir müssen investieren, wir müssen das
Bundesheer modernisieren und wir müssen unsere eigenen Fähigkeiten
stärken.

Wer den Frieden will, muss für die Sicherheit vorsorgen!

Geschätzte Soldaten und Soldatinnen und zivile Bedienstete!

Sie alle leisten einen unverzichtbaren Beitrag dazu. Ob im
militärischen Einsatz, in der Ausbildung, in der Miliz oder im
zivilen Dienstbetrieb: Ihre Arbeit ist das Fundament unserer
Landesverteidigung.

Sie haben in den vergangenen Jahren mit Professionalität,
Engagement und großer Einsatzbereitschaft bewiesen, dass sich
Österreich auf sein Bundesheer verlassen kann. Dafür danke ich Ihnen
von Herzen.

Die kommenden Jahre werden uns weiterhin viel abverlangen. Wir
werden Veränderungen gestalten, neue Fähigkeiten aufbauen und
Bewährtes weiterentwickeln müssen. Das wird nicht immer einfach sein.
Aber ich bin überzeugt, dass wir diesen Weg gemeinsam erfolgreich
fortsetzen werden.

Unser Auftrag ist eindeutig. Unser Ziel ist klar. Und unsere
Verantwortung ist größer denn je.

Setzen wir gemeinsam unsere Mission Vorwärts fort – für ein
starkes Bundesheer, für eine glaubwürdige Neutralität und für ein
sicheres, freies und unabhängiges Österreich.

Es lebe das Österreichische Bundesheer! Es lebe die Republik
Österreich!

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