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Vom Sparprogramm zur Perspektivlosigkeit: Diktat zum Universitätsbudget demontiert Österreichs Zukunft

Wien (OTS) – Die Senatsvorsitzendenkonferenz der österreichischen
Universitäten (
SVK) äußert starke Kritik an der Einigung der Regierung zu den
Einsparungen im Universitätsbudget. Die Deckelung des
Universitätsbudgets auf 16 Milliarden Euro entspricht de facto einer
enormen Kürzung, die den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort
Österreich nachhaltig beschädigt, Nachwuchsforscher:innen aus dem
System drängt und die soziale Selektion an den Hochschulen massiv
forciert.

Mit großer Sorge blicken die Senate der österreichischen
Universitäten auf die aktuellen budgetären Weichenstellungen der
Regierungsspitze. Die in Aussicht gestellte Summe reicht angesichts
der anhaltenden Inflation und gestiegener Betriebskosten bei weitem
nicht aus, um den laufenden Betrieb, geschweige denn eine
zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Hochschulen zu sichern. Was
politisch als Investition verkauft wird, entpuppt sich bei genauerer
Betrachtung als drastisches Sparpaket auf dem Rücken von Bildung,
Wissenschaft und Kunst.

Zwtl.: Drohender Personalabbau trifft insbesondere den
wissenschaftlichen Nachwuchs

Die Konsequenzen dieser beschlossenen Unterfinanzierung sind
fatal und werden die Universitäten zu schmerzhaften Strukturmaßnahmen
zwingen. Es ist mit einem spürbaren Personalabbau zu rechnen.
Besonders dramatisch: Treffen wird es vor allem jene, die die Zukunft
unserer Forschungslandschaft tragen – die Nachwuchsforscher:innen.
Prekarisierung statt Perspektive, Abwanderung statt Exzellenz:
Österreich droht einen irreparablen Brain Drain zu erleiden, weil
jungen Talenten die finanzielle Basis entzogen wird.

Zwtl.: Eine zutiefst sozial ungerechte Maßnahme mit fatalen Folgen

Gleichzeitig schränken die drohenden Kürzungen die
Weiterentwicklung von Curricula, das bisherige Lehrangebot und die
Betreuungsverhältnisse in besonderem Maße ein. Dies ist eine zutiefst
sozial ungerechte Maßnahme, die die soziale Durchlässigkeit an den
Universitäten untergräbt. Es trifft jene Studierende am härtesten,
die ohnehin unter schwierigeren Rahmenbedingungen studieren,
insbesondere Studierende aus bildungsfernen Schichten. Längere
Studienzeiten und mangelnde Unterstützung bauen unüberwindbare Hürden
auf. Das Fundament der Chancengleichheit wird hier mutwillig
eingerissen. Bildung darf kein Privileg werden, doch diese
Budgetpolitik steuert genau darauf zu.

Zwtl.: Gefährdung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts

Den Universitäten ist klar, dass auch sie einen Beitrag zur
Budgetsanierung des Landes leisten müssen. Doch diese Einigung über
das Universitätsbudget gefährdet nicht nur eine erfolgreiche
Weiterentwicklung der Universitäten, sondern die Zukunft Österreichs.
Jeder Euro, der nicht in die Bildung, Forschung und Entwicklung von
Zukunftsperspektiven investiert wird, ist ein enormer
gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Rückschritt. Ohne eine
vitale, angemessen finanzierte Universitätslandschaft verliert
Österreich im internationalen Wettbewerb den Anschluss. Innovationen
bleiben aus, der Wirtschaftsstandort büßt an Attraktivität ein.

Die Senatsvorsitzendenkonferenz fordert die Bundesregierung daher
nachdrücklich auf, diese kurzsichtige Budgetpolitik zu überdenken. Es
braucht eine Nachbesserung, die den realen Bedarf der Universitäten
abbildet. Investitionen in Wissenschaft und Bildung sind keine
Almosen – sie sind das Fundament, auf dem die Zukunft Österreichs
gebaut ist.

Für die SVK:
Stefan Krammer, Universität Wien
Edith Gößnitzer, Universität Graz
Annette Mütze, Technische Universität Graz
Andreas Spiegl, Akademie der bildenden Künste Wien
Birgit Willinger, Medizinische Universität Wien