Wien (OTS) – Wiens Arbeitsmarkt wächst im September 2026 weiter
stabil: Insgesamt
waren in Wien 946.692 Menschen beschäftigt – um 5.874 bzw. 0,6
Prozent mehr als im September des Vorjahres. Besonders stark wächst
die Beschäftigung bei Menschen über 55 Jahren, so die aktuellen Daten
des Dachverbands der Sozialversicherungsträger.
„Die Wirtschaftsforscher haben eine leichte Konjunkturerholung
prognostiziert. Wien zeigt schon längere Zeit Stärke – was die
Wirtschaftsentwicklung als auch die Beschäftigung betrifft. Dass wir
gegenüber dem Vorjahr mehr Beschäftigte zählen, ist ein positives
Signal. Unsere Aufgabe ist es, Menschen dabei zu unterstützen,
berufliche Perspektiven zu nutzen und sich für die Anforderungen
eines sich wandelnden Arbeitsmarktes zu qualifizieren“, sagt Wiens
Vizebürgermeisterin und Arbeitsstadträtin Barbara Novak.
Zwtl.: Ältere Beschäftigte als wichtiger Faktor
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei den über 55-Jährigen:
Ihre Zahl stieg binnen eines Jahres um 5.246 auf 169.351 Personen –
ein Zuwachs von 3,2 Prozent.
Die Entwicklung nach Geschlecht: Die Beschäftigung von Frauen
stieg im Jahresvergleich um 3.085 Personen beziehungsweise 0,7
Prozent. Bei Männern betrug das Plus 2.789 Personen beziehungsweise
0,6 Prozent.
Marko Miloradović, Geschäftsführer des waff, sagt: „Die Zahlen
machen deutlich, dass es wichtig ist, Menschen in unterschiedlichen
Lebens- und Berufsphasen gezielt zu unterstützen. Gerade wenn sich
Tätigkeiten und Qualifikationsanforderungen verändern, braucht es
erreichbare Weiterbildungsangebote und konkrete Unterstützung beim
nächsten beruflichen Schritt. Der waff setzt genau dort an: Wir
wollen Wienerinnen und Wiener dabei unterstützen, ihre Chancen am
Arbeitsmarkt zu verbessern.“
Zwtl.: Gastronomie und Gesundheit mit kräftigem Beschäftigungsplus
Ein Blick auf die Branchen zeigt deutliche Unterschiede.
Besonders stark legten Beherbergung und Gastronomie zu: Hier gab es
im Vergleich zum September 2025 ein Plus von 2.111 Beschäftigten
beziehungsweise 3,9 Prozent.
Auch das Gesundheits- und Sozialwesen entwickelte sich positiv.
Die Beschäftigung stieg um 1.728 Personen – ein Zuwachs von 2,3
Prozent. In den sonstigen Dienstleistungen kamen 1.307 Beschäftigte
bzw. 4,6 Prozent hinzu.
Nicht in allen Branchen steigt die Beschäftigung: Im Handel sank
die Zahl der Beschäftigten im Jahresvergleich um 1.274 Personen oder
1,2 Prozent.
Zwtl.: Qualifizierung als Schlüssel für berufliche Perspektiven
„Für die Wiener Arbeitsmarktpolitik bleibt daher entscheidend,
Beschäftigung nicht nur quantitativ zu stärken, sondern Menschen auch
beim Zugang zu zukunftsfähigen Berufen und bei beruflichen
Veränderungen zu unterstützen“, betont Vizebürgermeisterin Novak.
Für die junge Zielgruppe bietet der waff mit dem AMS Wien sowohl
Qualifizierung als auch eine Unterstützung für den raschen
Jobeinstieg. Die Jugendstiftung Wien steht für gezielte
Qualifizierungen der 18 bis 24-Jährigen bereit und die Joboffensive
für Jugendliche unterstützt Unternehmen, die langzeitarbeitslose
junge Wiener*innen einstellen.
Über die Daten: Die Zahlen umfassen unselbstständig Beschäftigte
inklusive freier Dienstverträge sowie Präsenzdienerinnen und
Präsenzdiener und Bezieherinnen und Bezieher von
Kinderbetreuungsgeld. Quelle: Dachverband der
Sozialversicherungsträger, Berechnung waff. Verglichen werden
September 2026 und September 2025.