Wien (OTS) – Das Zollamt Österreich (ZAÖ) hat im ersten Halbjahr 2026
insgesamt
4.131.954 Zollanmeldungen abgewickelt und ein Abgabenaufkommen von
4.152 Mio. Euro verzeichnet. Darüber hinaus wurden in den Bereichen
Zollabfertigung, mobile Kontrolle, Reiseverkehr und Verbrauchsteuer
insgesamt 318.204 Kontrollen durchgeführt. In den Bereichen
Zollabfertigung, mobile Kontrolle und Reiseverkehr wurden dabei rund
13.000 Feststellungen registriert.
Neben der Erhebung von Steuern und Abgaben zählt auch die
Bekämpfung von Schmuggel und illegalem Warenverkehr zu den zentralen
Aufgaben des österreichischen Zolls. Die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der
Bevölkerung, zur Sicherung fairer Wettbewerbsbedingungen und zur
Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreich.
Wichtiger Beitrag zu den Staatseinnahmen
Das gesamte Abgabenaufkommen des Zollamts Österreich belief sich
im ersten Halbjahr 2026 auf 4.152 Mio. Euro. Den größten Anteil
machte die Mineralölsteuer mit 1.735 Mio. Euro aus, gefolgt von der
Tabaksteuer mit 1.076 Mio. Euro. Weitere 757 Mio. Euro entfielen auf
nationale Emissionshandelszertifikate. Die Einfuhrumsatzsteuer betrug
206 Millionen Euro, die Zölle beliefen sich auf 168 Mio. Euro.
Zusätzlich wurden im Rahmen von 316 Betriebsprüfungen Mehrergebnisse
in Höhe von 38,3 Mio. Euro erzielt.
Mehr als 224.000 Kontrollen im Reiseverkehr und bei mobilen
Einsätzen
Im ersten Halbjahr 2026 führten die Zöllnerinnen und Zöllner
180.035 mobile Kontrollen bei insgesamt 1.602 Einsätzen durch. Dabei
wurden 6.350 Feststellungen registriert. Im Reiseverkehr fanden
weitere 44.062 Kontrollen statt, die zu 2.884 Feststellungen führten.
Bei der Zollabfertigung wurden insgesamt rund 4,13 Millionen
Anmeldungen bearbeitet. Davon wurden 90.099 kontrolliert und 4.175
Feststellungen dokumentiert.
Mehr als 144 Kilogramm Suchtgift und über 2,1 Millionen
Zigaretten aufgegriffen
Die Bekämpfung von Drogen- und Zigarettenschmuggel war auch im
ersten Halbjahr 2026 ein wichtiger Aufgabenbereich des
österreichischen Zolls. Insgesamt wurden 552 Suchtgiftmeldungen mit
einer Gesamtmenge von 144,33 Kilogramm verzeichnet. Den größten
Anteil machte Cannabis mit 108,69 Kilogramm aus, gefolgt von Kokain
mit 28,61 Kilogramm. Hinzu kamen 2,93 Kilogramm neue psychoaktive
Substanzen sowie 3,37 Kilogramm psychotrope Substanzen. Auch bei
Tabakwaren wurden zahlreiche Aufgriffe registriert. Insgesamt
verzeichnete der Zoll 1.311 Tabakmeldungen und 2.126.057
aufgegriffene Zigaretten. Darüber hinaus wurden unter anderem 3.822 E
-Zigaretten, 18.760 Stück Tabak zum Erhitzen und 455 Kilogramm
Wasserpfeifentabak erfasst.
Arzneiwaren, Artenschutz und tierische Produkte
Neben Drogen und Tabakwaren kontrolliert der österreichische Zoll
auch die Einhaltung von Vorschriften zum Schutz der Gesundheit, der
Umwelt sowie der Tier- und Pflanzenwelt. Im Bereich Arzneiwaren
wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 1.866 Meldungen mit einer
Menge von 207.593 Stück verzeichnet. Beim Artenschutz registrierten
die Zollbehörden 105 Meldungen, darunter fünf lebende Tiere.
Zusätzlich wurden 1.314 Meldungen im Bereich Pflanzen und tierische
Produkte erfasst. Darunter befanden sich 12.258 Kilogramm tierische
Produkte.
Bargeldkontrollen und Finanzstrafverfahren
Im ersten Halbjahr 2026 wurden 1.178 Bargeldanmeldungen und 61
Verfahren registriert. Dabei wurden nicht korrekt angemeldete
Geldbeträge in Höhe von insgesamt 1,56 Millionen Euro festgestellt.
Zusätzlich wurden drei Falschgeldsendungen mit einem Gesamtwert von
12.950 Euro verzeichnet. Im Bereich der Strafsachen wurden insgesamt
2.549 Strafverfahren erledigt. Die ausgewiesenen Strafen
einschließlich Wertersatz, Werterlag und Verfall beliefen sich auf
923.387 Euro. Darüber hinaus erfolgten 2.637 Anzeigen beziehungsweise
Meldungen an andere Behörden.
„Die Zahlen des ersten Halbjahres zeigen, wie wichtig die Arbeit
unseres Zolls für Österreich ist. Unsere Zöllnerinnen und Zöllner
schützen die Bevölkerung, gehen gegen Schmuggel vor, sorgen für faire
Wettbewerbsbedingungen und sichern wichtige Einnahmen für den Staat.
Mehr als vier Millionen Zollanmeldungen und über 318.000 Kontrollen
sind eine beeindruckende Leistung. Ich danke der Vorständin des
Zollamts Österreich, Dr. Andrea Reuter, sowie allen 1.712
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren täglichen Einsatz und
ihre wichtige Arbeit.“, so Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-
Miedl.