Schönheit

LEA-Jugendsummit 2026: Jugendliche erleben Geschlechterungerechtigkeit im öffentlichen Raum besonders häufig

Wien (OTS) – Die vierte Ausgabe des LEA-Jugendsummits zu
Gleichstellung und
Geschlechtergerechtigkeit am 14. Oktober 2026 brachte knapp 100
Schüler:innen der Sekundarstufe aus vier Bundesländern (
Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Salzburg) in der
Ankerbrotfabrik Wien zusammen, um sich einen Tag lang mit stereotypen
Rollenbildern und Erwartungshaltungen auseinanderzusetzen.
Persönliche Begrüßung von Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner
starteten den interaktiven Tag, der Sensibilisierung mit
Selbstwirksamkeit verknüpfte.

Die partizipativen Formate orientierten sich unmittelbar an der
Lebensrealität der Jugendlichen: Workshops zu digitaler
Medienkompetenz, Intersektionalität und Rassismuskritik, gewaltfreiem
Miteinander, Creative Writing und Theaterpädagogik kombinierten
gendersensible Wissensinputs mit der kreativen Erarbeitung konkreter
Lösungsvorschläge. Peer-to-Peer angeleitet durch Mitglieder des LEA-
Jugendbeirats wurden zudem persönliche Erfahrungen und Wünsche der
Schüler:innen in Bezug auf Diskriminierung und Gleichstellung
eingefangen und reflektiert.

Die Befragungsergebnisse des LEA-Jugendsummits zeigen: 75 % der
Jugendlichen empfanden geschlechtsspezifische Ungleichbehandlung im
öffentlichen Raum – dazu gehören Einschätzungen zu Belästigung,
Catcalling, Sicherheitsgefühl, nächtlichem Unterwegssein und Einsatz
von Zivilcourage. Im digitalen Raum sowie in der Familie erlebten
jeweils 63 % der befragten Schüler:innen diskriminierende bzw.
unterschiedliche Behandlung von Mädchen und Burschen.

LEA-Direktorin Gabriele Költringer sieht in den Rückmeldungen
einen klaren Auftrag: „Eine tatsächlich gleichgestellte Gesellschaft
stärkt die soziale und politische Beteiligung junger Menschen und
schenkt ihren Stimmen Gehör. Jugendliche erleben und verinnerlichen
geschlechterbezogene Ungleichbehandlung jeden Tag – in Schule und
Familie, im öffentlichen und digitalen Raum oder bei der Frage,
welche Möglichkeiten ihnen für ihre Zukunft offenstehen. Die
Berücksichtigung ihrer Perspektiven ist daher essenziell, um unsere
eigene Arbeit ebenso wie die österreichweite Gleichstellung
nachhaltig voranzubringen.“

Zwtl.: Der Frauenfonds LEA

Der Österreichische Fonds zur Stärkung und Förderung von Frauen
und Mädchen wurde 2022 als Fonds des Bundes gegründet und hat den
Auftrag, die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern
bundesweit voranzutreiben.

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