Wien (OTS) – „Ein Schießwettbewerb mit mindestens 51 teilnehmenden
Polizisten,
eine leicht bekleidete Pappfigur der damaligen SPÖ-Vorsitzenden
Pamela Rendi-Wagner und ein ÖVP-Landesrat als Ehrenschutzherr. Diese
widerwärtige, frauenverachtende Inszenierung ist an
Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten“, kritisiert die
Nationalratsabgeordnete der Grünen, Nina Tomaselli.
Tomaselli konfrontierte Innenminister Gerhard Karner in der
heutigen parlamentarischen Fragestunde mit dem Skandal und forderte
ihn auf, sich bei Pamela Rendi-Wagner zu entschuldigen und
Konsequenzen zu ziehen.
„Karner hat heute die Gelegenheit verstreichen lassen, sich bei
Pamela Rendi-Wagner zu entschuldigen. Stattdessen verteidigt er sein
Ministerium und verliert kein einziges Wort darüber, welche
Konsequenzen diese abscheuliche Entgleisung haben wird. Das ist
beschämend“, sagt Tomaselli.
Karner wies den Vorwurf des strukturellen Sexismus scharf zurück
und kritisierte die Vorgänge als „private Umtriebe eines privaten
Vereins“.
„Mit dem Verweis auf einen privaten Verein kann sich Karner nicht
aus der Verantwortung stehlen. Wenn Polizisten an solchen
frauenverachtenden Inszenierungen teilnehmen, ist das keine
Privatsache. Ein Innenminister muss hier für Aufklärung und
Konsequenzen sorgen, statt sich hinter seinem Schweigen zu
verstecken“, fordert Tomaselli.
Link zur Rede von Nina Tomaselli:
https://www.parlament.gv.at/aktuelles/mediathek/XXVIII/NRSITZ/10-
3?DEBATTE=100&DEBATTE_TEIL=1&TS=1792060562