Wien (OTS) – Seit 14. Oktober 2026 ist die neue Core Intraday
Kapazitätsberechnung
IDCC(e) in Betrieb. Ziel ist, die vorhandene Netzinfrastruktur unter
Wahrung der Betriebssicherheit möglichst effizient und optimiert für
den grenzüberschreitenden Handel zu nutzen. Dadurch kann Strom aus
stark schwankender erneuerbarer Erzeugung noch besser ins Sytem
integriert werden.
Österreichs Übertragungsnetzbetreiber Austrian Power Grid (APG)
war federführend an der Entwicklung und Umsetzung der Methode
beteiligt, mithilfe derer mehrmals täglich verfügbare Kapazitäten für
den grenzüberschreitenden Intraday-Stromhandel berechnet werden:
„Entscheidend für einen funktionierenden Intraday-Markt ist – neben
der Wahrung der Betriebssicherheit – die Kenntnis darüber, welche
Netzkapazitäten jeweils aktuell tatsächlich verfügbar sind, um diese
optimiert und sicher für die Marktteilnehmer nutzbar zu machen,“
konstatiert Harald Köhler, Leiter der Abteilung Systemmanagement bei
APG, und erläutert: „Unser Ziel ist es, die Grenzkapazitäten so
aktuell wie möglich zu kalkulieren, um flexibel auf kurzfristige
Änderungen im Stromsystem reagieren zu können. Das ist besonders
wichtig, wenn die tatsächliche Stromerzeugung oder der Verbrauch von
den Prognosen abweichen – etwa aufgrund kurzfristiger
Wetteränderungen – oder es zu Ausfällen von Leitungen oder
Kraftwerken kommt. Der Intraday-Markt spielt damit eine zunehmend
wichtige Rolle für die Integration erneuerbarer Energien und ist ein
wichtiger Baustein der versorgungssicheren Energiewende.”
Enge europäische Zusammenarbeit sichert Betrieb und Versorgung
Insgesamt 18 europäische Übertragungsnetzbetreiber haben mit dem
heutigen Tag den fünften und letzten Prozess der koordinierten
Intraday-Kapazitätsberechnungen IDCC für den kurzfristigen
Stromhandel in der europäischen Kapazitätsberechnungsregion Core
umgesetzt: 50Hertz Transmission, Amprion, Creos Luxemburg, ČEPS,
ELES, EirGrid, Elia, HOPS, MAVIR, PSE, RTE, SEPS, SONI, TenneT TSO,
TenneT TSO B.V., Transelectrica, TransnetBW und APG berechnen
gemeinsam, welche verfügbaren grenzüberschreitenden Netzkapazitäten
bereitgestellt und möglichst effizient für den europäischen
Stromhandel genutzt werden können. In die Berechnungen fließen
jeweils aktuelle Netz-, Markt- und Prognosedaten ein.
„Die nunmehr erfolgreiche vollständige Umsetzung von IDCC zeigt,
wie wichtig die enge Zusammenarbeit der europäischen
Übertragungsnetzbetreiber für einen funktionierenden und integrierten
Strommarkt ist. Als APG leisten wir damit einen konkreten Beitrag zur
Versorgungssicherheit sowie zur weiteren Integration der europäischen
Strommärkte“, betont Köhler.
Die letzte Neuerung im Detail: Daten-Aktualisierung bis 16:00 Uhr
Im IDCC(e) Prozess werden die grenzüberschreitenden Intraday-
Kapazitäten für die Marktzeiteinheiten von 18:00 bis 24:00 Uhr neu
evaluiert. Die Ergebnisse stehen gegen 16:00 Uhr am Liefertag zur
Verfügung. Für Österreich betrifft dies die Gebotszonengrenzen zu
Deutschland, Tschechien, Ungarn und Slowenien.
Weitere Informationen unter: Core Pressemitteilung
Über Austrian Power Grid AG
Als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber verantwortet Austrian
Power Grid (APG) die sichere Stromversorgung Österreichs. Mit unserer
leistungsstarken und digitalen Strominfrastruktur, sowie der
Anwendung von State-of-the-art-Technologien integrieren wir die
erneuerbaren Energien und reduzieren somit die Importabhängigkeit,
sind Plattform für den Strommarkt, schaffen Zugang zu preisgünstigem
Strom und bilden so die Basis für einen versorgungssicheren sowie
zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensstandort. Das APG-Netz
erstreckt sich auf einer Trassenlänge von etwa 3.500 km, welches das
Unternehmen mit einem Team von rund 1.000 Spezialist:innen betreibt,
instand hält und laufend den steigenden Anforderungen der
Elektrifizierung von Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie anpasst.
Über die Steuerzentrale in Wien wird ein Großteil der insgesamt 67
Umspannwerke, die in ganz Österreich verteilt sind, remote betrieben.
Auch 2025 lag die Versorgungssicherheit, dank der engagierten
Mitarbeiter:innen, bei 99,99 Prozent und somit im weltweiten
Spitzenfeld. Unsere Investitionen in Höhe von 680 Millionen Euro 2026
(2025: 595 Mio., 2024: 440 Mio., 2023: 490 Mio. Euro) sind
Wirtschaftsmotor und wesentlicher Baustein für die Erreichung der
Energieziele Österreichs. Insgesamt wird APG bis 2035 rund 9
Milliarden Euro in den Netzaus- und Umbau investieren.
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