Wien (OTS) – Armut bedeutet für Kinder weit mehr als den Verzicht auf
materielle
Dinge. Sie nimmt ihnen Sicherheit, erschwert Bildung und begrenzt
ihre Möglichkeiten, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. CONCORDIA
Sozialprojekte setzt sich in Rumänien, Bulgarien, der Republik
Moldau, dem Kosovo und Österreich dafür ein, benachteiligten Kindern
und Jugendlichen ein Aufwachsen in Sicherheit und mit
Zukunftsperspektiven zu ermöglichen.
Wie dringend dieses Engagement ist, zeigen aktuelle Zahlen: Laut
Eurostat waren 2025 EU-weit knapp 20 Millionen Kinder und Jugendliche
von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Insgesamt lebten 92,7
Millionen Menschen in der EU mit diesem Risiko. Besonders betroffen
sind Frauen und Familien in schwierigen Lebenssituationen.
Zwtl.: Wenn Armut zur Chancenlücke wird
„Kinder können nichts dafür, in welche Verhältnisse sie
hineingeboren werden. Trotzdem entscheidet Armut oft schon früh
darüber, welche Möglichkeiten ihnen offenstehen“, betont CONCORDIA
Geschäftsführer Bernhard Drumel. Fehlende Lernförderung, instabile
Familienverhältnisse und mangelnde soziale Teilhabe vergrößern die
Kluft zwischen Kindern unterschiedlicher Herkunft. Auch im digitalen
Raum entstehen neue Ungleichheiten: Digitale Technologien eröffnen
Bildungschancen, bergen aber auch Risiken durch Manipulation und
Übergriffe.
Zwtl.: Mihais Geschichte: Wenn Begleitung Chancen eröffnet
Wie entscheidend langfristige Unterstützung sein kann, zeigt die
Geschichte des heute 20-jährigen Mihai aus der Republik Moldau. Ohne
stabiles familiäres Umfeld aufgewachsen, fand er bei CONCORDIA ein
sicheres Zuhause, verlässliche Bezugspersonen und Raum, seine
Fähigkeiten zu entwickeln. Rund zehn Jahre lebte er bei CONCORDIA in
einer familienähnlichen Wohngruppe, bevor er in eine Pflegefamilie
wechselte.
Heute arbeitet Mihai als Verkaufsassistent, besucht die
Abendschule und verfolgt ein klares Ziel: Er möchte
Lebensmitteltechnologie studieren und seine Leidenschaft fürs Kochen
zum Beruf machen. Sein Weg zeigt, was möglich wird, wenn junge
Menschen über Jahre begleitet und darin bestärkt werden, eigene
Entscheidungen zu treffen.
Zwtl.: Kinderarmut bekämpfen heißt Familien stärken
„Armut wird oft über Generationen weitergegeben. Wer diesen
Kreislauf durchbrechen will, muss Kinder und ihre Familien gemeinsam
stärken“, erklärt CONCORDIA CEO Cornelia Burtscher. Besonders Frauen
und Alleinerziehende brauchen Zugang zu Kinderbetreuung, Bildung und
beruflichen Perspektiven. CONCORDIA verbindet deshalb soziale
Betreuung, Lernförderung und Familienbegleitung mit gezielten
Empowerment-Angeboten.
Zum Weltarmutstag appelliert CONCORDIA an Politik und
Gesellschaft, stärker in Prävention, Chancengerechtigkeit und
verlässliche soziale Strukturen zu investieren. Denn kein Kind sollte
seine Träume aufgeben müssen, nur weil es in Armut aufwächst.
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CONCORDIA Sozialprojekte ist eine 1991 gegründete internationale
und unabhängige Hilfsorganisation, die Kinder, Jugendliche und
Familien in Not in den Projektländern Rumänien, Bulgarien, der
Republik Moldau, Kosovo und Österreich auf ihrem Weg zu einem
selbstbestimmten Leben unterstützt und begleitet. Im Mittelpunkt der
Programme steht die Stärkung und Wahrung der Kinderrechte. Das
übergeordnete Ziel der Arbeit von CONCORDIA ist es, Kinder und
Familien dabei zu unterstützen, den Kreislauf der Armut zu
durchbrechen und ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Die
Organisation hat Standorte in Österreich (Wien), Deutschland (
Stuttgart) und der Schweiz (Zug) und finanziert ihre Arbeit durch
Spenden. https://concordia.or.at
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