Wien (OTS) – SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim ist entsetzt
über die
unfassbaren Bilder aus einem Schießkeller für „behördliche
Waffenträger“ in Vorarlberg. „Diese Bilder sind an Widerwärtigkeit
und Frauenverachtung nicht zu überbieten. Die ehemalige SPÖ-
Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner wird bei einer
Schießveranstaltung als sexualisierte Puppe zur Schau gestellt – und
ein ÖVP-Landesrat übernimmt für die Veranstaltung den Ehrenschutz.
Diese widerliche sexistische Entgleisung bei einer
Schießveranstaltung, an der laut ‚Standard‘ auch zahlreiche
Polizeibeamte teilgenommen haben, muss Konsequenzen haben. Es braucht
eine lückenlose Aufklärung, wer vor Ort war, wer für diese
frauenverachtende Inszenierung verantwortlich war und warum offenbar
niemand eingeschritten ist“, betont Seltenheim heute, Mittwoch,
gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
Für den SPÖ-Bundesgeschäftsführer ist klar: „Bei so einem Vorfall
kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Es muss genau
geprüft werden, welche Personen vor Ort waren, wer von dieser
entwürdigenden Darstellung Kenntnis hatte und wer sie geduldet oder
sogar mitgetragen hat. Die bereits eingeleitete dienstrechtliche
Überprüfung muss rasch und umfassend erfolgen. Wo Fehlverhalten
festgestellt wird, muss es umgehend dienstrechtliche Konsequenzen
geben. Es kann nicht sein, dass eine derart frauenverachtende
Inszenierung offenbar niemanden zum Einschreiten veranlasst hat und
die Bilder anschließend auch noch in einem Gemeindeblatt
veröffentlicht wurden. Das ist ein erschreckendes Versagen auf
mehreren Ebenen, das Folgen haben muss“, so Seltenheim, der sich eine
klare und unmissverständliche Distanzierung der gesamten ÖVP von
dieser frauenverachtenden Entgleisung erwartet. ÖVP-Landesrat Gantner
müsse sich Fragen zu seinem Ehrenschutz gefallen lassen: „Offenbar
hat Gantner den Ehrenschutz für eine Veranstaltung übernommen, ohne
sich ausreichend mit den Verantwortlichen und dem Charakter der
Veranstaltung auseinanderzusetzen. Ein Ehrenschutz darf kein bloßer
Formalakt sein, damit ist Verantwortung verbunden, mit der nicht
leichtfertig umgegangen werden darf“, so Seltenheim. (Schluss) mb/lw