Wien (OTS) – Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK),
Johannes
Steinhart, vergab heute, Mittwoch, den „Preis für besondere
publizistische Leistungen im Interesse des Gesundheitswesens“. Seit
1975 zeichnet die ÖÄK mit diesem Preis journalistische Arbeiten aus,
die gesundheitspolitische Themen objektiv, umfassend und
nachvollziehbar darstellen. Für das Jahr 2025 wurden Ursula
Theiretzbacher von Ö1 und Sonja Krause von der Kleinen Zeitung
prämiert. „Die Arbeiten der beiden Preisträgerinnen überzeugen mit
Faktentreue, Präzision und fundierter Recherche“, erklärte Steinhart.
Ursula Theiretzbacher schildert in ihrem Beitrag für Ö1 („Journal
Panorama“) zum Thema Tourette-Syndrom eindrucksvoll, welche enorme
Belastung die Erkrankung für die Betroffenen sowohl körperlich als
auch im sozialen Kontext darstellen kann. Medizinerinnen und
Mediziner sowie Therapeuten aus Österreich und Deutschland berichten
über die möglichen Ursachen der noch zu wenig erforschten Erkrankung
sowie über wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Abmilderung der
Krankheit. „Besonders beindruckend sind die Schilderungen von
betroffenen Personen, die Ursula Theiretzbacher in ihrer Sendung
ebenfalls zu Wort kommen lässt. Sie erzählen ganz offen über ihren
Leidensdruck, aber auch darüber, wie sie es geschafft haben, ihre
Krankheit in den Griff zu bekommen“, lobte Steinhart.
Sonja Krause deckt mit ihren Arbeiten für die Kleine Zeitung ein
weites Spektrum an aktuellen, gesundheitspolitisch brisanten Themen
ab. Neben ihren Beiträgen zu Portalambulanzen, Geriatrie und Corona
konnte sie vor allem mit ihrer Reportage über Gerichtsmedizin
überzeugen. Sie gibt darin Einblick in das vielseitige
Betätigungsfeld, das sich von Institutsarbeit über Lokalaugenscheine
an Tatorten bis hin zu Aussagen vor Gericht erstreckt, thematisiert
aber auch den zunehmenden Mangel an Gerichtsmedizinern. „Sonja Krause
beschreibt kurzweilig und atmosphärisch die spannenden und
abwechslungsreichen Aufgaben der Gerichtsmedizin und räumt dabei auch
mit dem verbreiteten Mythos auf, dass Gerichtsmediziner den ganzen
Tag im Keller verbringen und dort nur Leichen aufschneiden würden“,
strich Steinhart hervor.
Im Kampf um ein starkes, solidarisches Gesundheitssystem brauche
es auch guten Journalismus, der die Mängel im System einer breiten
Öffentlichkeit zugänglich mache und damit auch den Druck auf
Entscheidungsträger erhöhe, betonte Steinhart und ergänzte: „Ursula
Theiretzbacher und Sonja Krause sind zwei Journalistinnen, die ihr
Handwerk verstehen und diesem Anspruch voll und ganz gerecht werden.“
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