Wien (OTS) – Von neuen Ansätzen in der Krebstherapie über die
Entwicklung
energieeffizienter Mikrochips bis zur nachhaltigen Stahlproduktion:
Bei der “Scientia Fonds Gala” des Österreichischen Cartellverbandes (
ÖCV) am Dienstagabend im Kuppelsaal der Technischen Universität Wien
wurden herausragende wissenschaftliche Leistungen und Studienerfolge
ausgezeichnet. Insgesamt vergaben der ÖCV und der Europäische
Kartellverband (EKV) 16 Auszeichnungen an 15 Preisträger. Die
Festrede hielt der Zweite Präsident des Nationalrates, Peter Haubner,
unter dem Titel „Die Zukunft braucht eine Lobby!“.
„Wissenschaftliche Exzellenz verdient Anerkennung und Förderung.
Ob in der Medizin, bei technologischen Innovationen oder in den
Geisteswissenschaften: Junge Forscher leisten einen wichtigen Beitrag
zur Zukunft unseres Landes. Mit dem ÖCV Scientia Fonds machen wir die
Leistungen unserer Mitglieder sichtbar und unterstützen junge
Akademiker“, erklärt ÖCV-Präsident Michael Mostböck.
Zwtl.: Von moderner Medizin bis zur nachhaltigen Industrie
Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen die Breite aktueller
wissenschaftlicher Forschung. Der französische Medizinphysiker Gaël
Simonin entwickelte im Rahmen seiner Promotion in Straßburg eine
präklinische Plattform für die gewebeschonende FLASH-
Protonentherapie, einen innovativen Ansatz in der Krebsbehandlung. Er
erhielt den Leistungspreis „Scientia Europæa“ des EKV. Der an der KU
Leuven promovierte René Reich wurde für seine Forschung zur
Digitalisierung der Kreislaufwirtschaft ausgezeichnet. Er
untersuchte, wie Informationssysteme den Übergang zu einer
ressourcenschonenden Wirtschaftsweise unterstützen können. Seine
Forschungsergebnisse wurden unter anderem in Projekten mit der
flämischen Regierung und der Industrie erprobt. Der Metallurge Julian
Cejka von der Montanuniversität Leoben widmete sich in seiner
Dissertation dem Einfluss unerwünschter Begleitelemente auf die
Reinheit und Qualität von Stahl. Seine Forschungsarbeit wurde bereits
mit internationalen Fachauszeichnungen gewürdigt.
Zu den weiteren Preisträgern zählen Christoph Ribisch, der an
energieeffizienter Mikroelektronik für Quantentechnologien forscht,
und Alexander Zollner, der sich in seiner Dissertation an der BOKU
University mit virusähnlichen Partikeln für die Impfstoffentwicklung
beschäftigte. Eine besondere akademische Leistung erbrachte auch
Christian Renelt: Er schloss sein Doktoratsstudium in
Betriebswirtschaftlicher Steuerlehre an der Wirtschaftsuniversität
Wien sub auspiciis Praesidentis, der höchsten akademischen
Auszeichnung Österreichs, ab.
Zwtl.: Wissenschaft als Grundprinzip des Cartellverbandes
Die Auszeichnungen wurden in den Bereichen Forschung, Medizin,
Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Technik- und
Naturwissenschaften sowie Rechts- und Geisteswissenschaften vergeben.
Eine hochkarätig besetzte wissenschaftliche Jury begleitet die
Preisvergabe. Der ÖCV Scientia Fonds dient der Förderung akademischer
Leistungen und des wissenschaftlichen Nachwuchses innerhalb des
Cartellverbandes. Neben der Vergabe wissenschaftlicher Preise
unterstützt er auch Studienaufenthalte im Ausland. Über die
Auszeichnung wissenschaftlicher Leistungen hinaus setzt sich der ÖCV
auch für bessere Rahmenbedingungen an Österreichs Hochschulen ein. Zu
den zentralen Forderungen zählen flexiblere Lehrveranstaltungen und
zusätzliche Toleranzsemester für berufstätige Studenten. „Wer
akademische Leistung einfordert, muss auch die Voraussetzungen dafür
schaffen. Viele Studenten sind neben ihrer Ausbildung berufstätig und
auf dieses Einkommen angewiesen. Sie brauchen Studienbedingungen, die
Leistung ermöglichen, statt sie durch unnötig starre Strukturen zu
erschweren. Deshalb setzen wir uns für mehr Flexibilität an
Österreichs Hochschulen ein“ , erklärt ÖCV-Präsident Michael
Mostböck.
Der ÖCV vereint 50 katholische Studentenverbindungen mit mehr als
12.000 Mitgliedern. Wissenschaft zählt neben Religion, Vaterland und
Lebensfreundschaft zu seinen vier Grundprinzipien.
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