Schönheit

JG ad JUNOS: „Pension mit 67? Nicht mit uns!“

Wien (OTS) – Die Junge Generation in der SPÖ (JG) weist die Forderung
der JUNOS
nach einem höheren gesetzlichen Pensionsantrittsalter klar zurück.
„Wer Pension mit 67 als Generationengerechtigkeit verkauft, schickt
uns Jungen die Rechnung, das ist an Zynismus kaum zu überbieten.
Diese Anhebung trifft uns Junge: Die JUNOS fordern allen Ernstes,
dass unsere Generation länger hackelt und am Ende weniger bekommt“,
so JG-Bundesvorsitzende Stefanie Grötz. ****

Dabei ist die Lage am Arbeitsmarkt schon jetzt für beide
Generationen schwierig: Junge Menschen kämpfen um den Einstieg,
Ältere um den Verbleib. Schon heute geht rund ein Viertel nicht
direkt aus der Beschäftigung in die Alterspension, sondern etwa aus
der Arbeitslosigkeit. Und wer gesundheitlich nicht mehr kann, landet
in der Invaliditätspension. Mehr als zwei Drittel davon kommen nicht
aus einem aktiven Job, sondern aus langem Krankenstand,
Rehabilitation oder Arbeitslosigkeit. „Die eigentliche Aufgabe ist,
dass Menschen bis zum jetzigen Antrittsalter überhaupt arbeiten
können. Wer mit Ende 50 den Job verliert, findet oft keinen neuen
mehr. Ein höheres Pensionsalter heißt für diese Menschen nicht länger
arbeiten, sondern länger arbeitslos und am Ende eine niedrigere
Pension“, so Grötz.

Auch das Kostenargument der JUNOS hält nicht. Laut Ageing Report
der EU-Kommission steigen die Pensionsausgaben in Österreich bis 2070
nur minimal, von 13,7 auf 14 Prozent der Wirtschaftsleistung. Für die
Einzelnen wäre eine Anhebung hingegen teuer: Wer zwei Jahre länger
arbeiten muss, bekommt zwei Jahre weniger Pension. Bei einer
durchschnittlichen Pension sind das rund 42.000 Euro. „Und wer es
gesundheitlich nicht bis 67 schafft, muss früher gehen und hohe
Abschläge schlucken. Das ist eine Pensionskürzung durch die
Hintertür, sonst nichts. Treffen würde sie genau jene, die ihr Leben
lang am härtesten gearbeitet haben: am Bau, in der Pflege, im Handel.
Unser Pensionssystem ist finanzierbar und das soll es auch für unsere
Generation bleiben“, so Grötz.

Besonders hart würde eine Anhebung Frauen* treffen. Ihr
Pensionsantrittsalter wird bereits jetzt schrittweise bis 2033 auf 65
angehoben, gleichzeitig geht schon heute mehr als jede Dritte nicht
direkt aus einem Job in Pension. „Frauen* stemmen den Großteil der
unbezahlten Kinderbetreuung und Pflege, arbeiten deshalb oft in
Teilzeit und bekommen am Ende eine Pension, von der sie kaum leben
können. Wer jetzt auch noch eine Anhebung des Pensionsantrittsalters
fordert, verschärft die Altersarmut von Frauen*. Was es braucht, sind
Kinderbetreuung und Pflege, die Frauen* eine echte
Vollzeitbeschäftigung ermöglichen“, so JG-Bundesfrauen*sprecherin
Simone Singh.

Die JG fordert gesündere und altersgerechte Arbeitsplätze,
gezielte Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration für Junge wie für
Ältere sowie den Ausbau von ganzjährigen, vollzeittauglichen
Kinderbetreuungsplätzen. „Die beste Pensionspolitik ist eine gute
Arbeitsmarktpolitik“, so Grötz. (Schluss) bj

Rückfragehinweis:

Gloria Seidl
Bundessekretärin – Junge Generation in der SPÖ
Löwelstraße 18 – 1010 Wien
0699/13177764
[email protected]