Schönheit

Korosec zum Welttag der psychischen Gesundheit: „Einsamkeit darf im Alter nicht zum Schicksal werden“

Wien (OTS) – Anlässlich des Welttags der psychischen Gesundheit am
10. Oktober
macht Seniorenbundpräsidentin Ingrid Korosec auf ein Thema
aufmerksam, das gerade für ältere Menschen von großer Bedeutung ist:
Einsamkeit. „Einsamkeit kann jede und jeden treffen – im Alter steigt
jedoch das Risiko, dass soziale Kontakte weniger werden. Das dürfen
wir als Gesellschaft nicht hinnehmen“, sagt Korosec.

Einsamkeit sei weit mehr als ein belastendes Gefühl. Sie könne
auch Folgen für die Gesundheit haben. „Studien zeigen, dass
chronische Einsamkeit mit einem erhöhten Risiko für Depressionen,
Angststörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie mit einem
höheren Sterberisiko verbunden ist. Deshalb müssen wir Einsamkeit
ernst nehmen und stärker als Gesundheits- und Gesellschaftsthema
verstehen“, merkt Korosec an.

Der Verlust des Partners oder der Partnerin, gesundheitliche
Einschränkungen, ein kleiner werdender Freundeskreis oder fehlende
Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe könnten dazu führen,
dass Ältere zunehmend isoliert leben. Dabei seien regelmäßige
Begegnungen, soziale Kontakte und das Gefühl, gebraucht zu werden,
wichtige Faktoren für das psychische Wohlbefinden.

„Psychische Gesundheit gehört in jeder Lebensphase auf die
politische und gesellschaftliche Agenda. Alter darf nicht mit
Einsamkeit gleichgesetzt werden“, sagt Korosec. Es seien daher mehr
Möglichkeiten für Ältere nötig, am gesellschaftlichen Leben
teilzunehmen – von Begegnungs- und Freizeitangeboten über
ehrenamtliches Engagement bis zu niederschwelligen
Unterstützungsangeboten.

„Ein gutes Älterwerden bedeutet nicht nur, möglichst lange gesund
zu leben. Es bedeutet auch, eingebunden zu sein, dazuzugehören und
nicht allein gelassen zu werden“, sagt Korosec.