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Der Schweine-Vollspaltenboden muss weg: VGT-Demos bei Parteizentralen in Wien

Wien (OTS) – Das Jahr 2026 neigt sich dem Ende zu und damit wird die
Bestimmung im
Tierschutzgesetz schlagend, dass über den Schweine-Vollspaltenboden
entschieden werden muss. Auch im eben erst erlassenen Urteil des
Handelsgerichts zur SPAR-Klage gegen den VGT wurde die Richterin
deutlich: „[der Schweine-Vollspaltenboden geht] mit im Vergleich zu
ökologischer Haltung höheren Verletzungs- und Mortalitätsraten sowie
vermehrt schmerzhaften Gelenken, Wunden an Hufen, Lungenentzündungen,
Leberwürmern und Klauenverletzungen bei den Tieren einher“ . Deshalb
gibt es ein von der Regierung finanziertes Stroh-Schweine Projekt
IBeSt+ mit 29 teilnehmenden Betrieben, das bis November die Daten
liefern soll, warum Stroh für Schweine notwendig ist, um genau die
vom Gericht festgestellten Verletzungen und Krankheiten der Tiere zu
verhindern.

Der VGT stand heute vor den Parteizentralen von ÖVP, SPÖ und NEOS
und zeigte Fotos von Schweinen auf Vollspaltenboden von 2010 bis
2025. Nichts hat sich verbessert. Ebenso legten die Aktivist:innen
des VGT das wörtliche Zitat aus dem Tierschutzgesetz vor, das die
Regierung verpflichtet, einen neuen Mindeststandard für die
Schweinehaltung festzulegen. Nur bei den NEOS sprach eine
Funktionärin mit den Demonstrant:innen und stimmte ihnen völlig zu,
dass der Vollspaltenboden abgeschafft werden muss.

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch dazu: „Selbst die weder dem VGT
noch dem Tierschutz besonders zugeneigte Richterin im SPAR-Prozess
musste aufgrund der Beweislage und der Einvernahme von Expert:innen
zugeben, was für eine Katastrophe der Vollspaltenboden für die
Schweine ist. Im Jahr 2022 wurde das Projekt IBeSt+ ins Leben
gerufen, um die Wirkung von Stroh auf das Schweinewohl zu
untersuchen. Jetzt sind alle diese Versuche, das Ende des
Vollspaltenbodens hinauszuzögern, abgelaufen, jetzt ist es Zeit zu
handeln. Wir rufen den Parteien ihre diesbezügliche Verantwortung in
Erinnerung. Die Not der Schweine muss ein Ende finden!“

Pressefotos (Copyright: VGT.at)