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UNOS-Bernhard zu PR-Ausgaben der WKW: „Millionen für PR-Verträge müssen Konsequenzen haben“

Wien (OTS) – Nach den gestern bekannt gewordenen ORF-Recherchen zu
den massiv
gestiegenen PR-Ausgaben der Wirtschaftskammer Wien unter dem
ehemaligen Präsidenten Walter Ruck fordert UNOS Bundessprecher
Michael Bernhard eine lückenlose und unabhängige Aufklärung.
„Millionen für PR-Verträge sind mehr als nur Verschwendung. Das muss
Konsequenzen haben.“

Besonders brisant seien die kolportierten Doppelstrukturen bei
der externen Beratung, hohe monatliche Pauschalen und offene Fragen
zur Vergabe. „Die Wirtschaftskammer finanziert sich aus
verpflichtenden Beiträgen der Unternehmerinnen und Unternehmern. Umso
höher muss der Maßstab beim Umgang mit diesem Geld sein. Persönliche
PR auf Kosten der Kammermitglieder ist nicht zu rechtfertigen“,
betont Bernhard. „Jetzt muss lückenlos geklärt werden, wie diese
Aufträge zustande gekommen sind, welche Leistungen dafür tatsächlich
erbracht wurden und warum über Jahre offenbar ausreichende Kontrolle
und Transparenz gefehlt haben.“

UNOS fordern daher eine unabhängige Sonderprüfung sämtlicher PR-,
Medien- und Beratungsverträge der Wirtschaftskammer Wien in der
Amtszeit Rucks, die Veröffentlichung der Ergebnisse sowie klare
persönliche und organisatorische Konsequenzen. Eine entsprechende
Prüfung müsse zudem auf alle anderen Landeskammern und die
Wirtschaftskammer Österreich ausgeweitet werden.

„Es reicht nicht, Verträge still zu beenden und zur Tagesordnung
überzugehen. Wir müssen jetzt österreichweit klären, ob auch in
anderen Kammern Mitgliedsbeiträge für überzogene PR-Ausgaben und
fragwürdige Beratungsverträge verwendet wurden. Es braucht
schonungslose Aufklärung und eine grundlegende Reform der Kontroll-
und Vergabestrukturen in der gesamten Wirtschaftskammerorganisation“,
so Bernhard abschließend.

UNOS – Unternehmerisches Österreich vertreten seit 2014 die
Interessen liberal denkender Unternehmerinnen und Unternehmer und
sind in acht Wirtschaftsparlamenten präsent.

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