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Pröll/Wiederkehr/Holzleitner: Bundesregierung bringt Reformen im Bildungsbereich auf den Weg

Wien (OTS) – Bei den Doorsteps vor der Ministerratssitzung
informierten
Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll, Bildungsminister
Christoph Wiederkehr und Wissenschaftsministerin Eva-Maria
Holzleitner über anstehende Reformen im Bildungsbereich. Diese
betreffen etwa Neuerungen bei der Matura, eine Verschiebung bei der
Ausgabe von digitalen Endgeräten von der fünften auf die sechste
Schulstufe an Schülerinnen und Schüler sowie eine Novelle des
Hochschulqualitätssicherungsgesetzes.

„Es klingt vielleicht eigenartig, wenn ich als
Digitalisierungsstaatssekretär dafür bin, dass wir die Ausgabe von
digitalen Endgeräten in den Schulen um ein Jahr verschieben. Wenn man
sich das Gesamtbild ansieht, ergibt das durchaus Sinn. Wir haben
bereits das Handyverbot beschlossen und kämpfen intensiv für ein
Social-Media-Verbot. Wir wollen damit den Kindern ihre analoge
Kindheit zurückgeben und sind der Überzeugung, dass es zuerst darum
gehen soll, lesen, schreiben und rechnen zu lernen. Erst dann soll
Digitalisierung Einzug halten und danach erst der Umgang mit KI
folgen. Unsere Linie ist klar: Digitalisierung dort, wo sie unseren
Kindern hilft. Analoger Freiraum dort, wo Kinder ihn brauchen.“
Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll

Gleichzeitig sei auch ein Fokus auf Medienkompetenz besonders
wichtig. Der Vergleich mit nordischen Staaten, die als erste digitale
Endgeräte in der Schule eingeführt haben, zeige, dass diese Staaten
nun wieder einen Schritt zurück machen, damit Kinder nicht zu früh
mit digitalen Endgeräten in Kontakt kommen.

Bildungsminister Christoph Wiederkehr berichtete vor der
Ministerratssitzung über eine Einigung zur Neuregelung der Matura.

„Die Matura wird auf moderne Beine gestellt und für alle
Maturantinnen und Maturanten planbar. Ein wesentlicher Punkt dabei
ist, dass die abschließenden Arbeiten für die Schülerinnen und
Schüler auch in Zukunft freiwillig möglich sein werden. Schülerinnen
und Schüler können sich also aussuchen, ob sie statt einer
zusätzlichen Prüfung davor eine abschließende Arbeit machen.“
Bildungsminister Christoph Wiederkehr

Diese bisher als Übergangsbestimmung vorhandene Regelung werde
nun langfristig abgesichert. Zudem werde in Zukunft auch die
Jahresnote der achten Klasse in die abschließende Note der Matura
miteingerechnet. Neu sei dabei, dass es eine Mindestschwelle von 30
Prozent gibt, sowohl bei der schriftlichen als auch bei der
mündlichen Matura. Damit soll sichergestellt werden, dass alle
Schülerinnen und Schüler auch bei der Matura ein Mindestausmaß
leisten. Der Bildungsminister sprach dabei von einer ganzheitlichen,
sinnvollen Lösung, die Vorteile und Flexibilität biete und dem
Leistungsanspruch gerecht werde.

Eva-Maria Holzleiter, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft
und Forschung, berichtete über die Einigung auf eine Novelle des
Hochschulqualitätssicherungsgesetzes, das Schutzkonzepte an
Hochschulen etablieren soll, um Grenzüberschreitungen und
Gewaltvorfällen an Hochschulen wirksam begegnen zu können. Damit wird
eine weitere Maßnahme des Nationalen Aktionsplans zur Bekämpfung von
Gewalt gegen Frauen umgesetzt.

„Für uns gilt: Wir schauen hin. Wir hören zu. Und wir handeln.
Mit dem Code of Conduct werden wir Schutzkonzepte an den Hochschulen
gesetzlich verankern. Wir wollen, dass die Scham die Seite wechselt
und den Betroffenen klar signalisieren: Es gibt Hilfestellungen,
Unterstützung und klare Sanktionsmöglichkeiten für Täter. Damit
setzen wir einen weiteren Schritt in Richtung sicherere Hochschulen
in Österreich.“
Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner

Bilder von den Doorsteps vor dem Ministerrat sind über das
Fotoservice des Bundeskanzleramts kostenfrei abrufbar.