Wien (OTS) – Mit scharfer Kritik reagiert die Gewerkschaft PRO-GE auf
die
Presseaussendung der Industriellenvereinigung (IV) zum Insolvenz-
Entgelt-Fonds (IEF). So fordert die IV erneut Einschränkungen bei den
Leistungen des Fonds. „Die Industriellenvereinigung offenbart einmal
mehr ihre wahre Prioritätensetzung: Wenn Unternehmen insolvent
werden, sollen nicht die Verursacher ihren Beitrag leisten, sondern
die Beschäftigten auf einen Teil ihrer Ansprüche verzichten. Das ist
sozialpolitisch verantwortungslos und ein Frontalangriff auf
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die oft über Monate hinweg ihre
Leistung erbracht haben und im Fall einer Insolvenz ohnehin die
Leidtragenden sind“, sagt PRO-GE-Bundesvorsitzender Reinhold Binder.
Der Insolvenz-Entgelt-Fonds sei eine unverzichtbare Absicherung
für Beschäftigte. Er stelle sicher, dass ausstehende Löhne, Gehälter
und andere Ansprüche ausbezahlt werden, wenn Unternehmen
zahlungsunfähig werden. Die PRO-GE fordert daher erneut eine
nachhaltige Finanzierung des Fonds bzw. die Erhöhung des
Arbeitgeberbeitrages wie es bereits gesetzlich vorgesehen sei.
„Der Zweck des Insolvenz-Entgelt-Fonds ist es, Beschäftigte vor
den Folgen unternehmerischen Scheiterns zu schützen. Diesen Schutz
infrage zu stellen, ist der völlig falsche Weg“, sagt Binder und
fordert gleichzeitig ein deutlich härteres Vorgehen gegen
Unternehmen, die Lohnkosten durch missbräuchliche Insolvenzen auf die
Allgemeinheit abwälzen.