Wien (OTS) – „Kein Kind soll erblinden, wenn es sich medizinisch
vermeiden lässt.
Kein Kind soll die Schule abbrechen, weil es schlecht sieht. Mit dem
Programm „1, 2, 3…I can see“ verbessert Licht für die Welt die
Augengesundheit in Äthiopien, Burkina Faso, Mosambik und Uganda, und
auch die Zukunftschancen der Kinder nachhaltig“, betont Alex
Buchinger, Geschäftsführer von Licht für die Welt Österreich
anlässlich des Welttags des Augenlichtes am 8. Oktober.
Weltweit haben mindestens 450 Millionen Kinder ein Augenproblem,
das Behandlung braucht, 90 Millionen leben mit Sehverlust. Das
Augenlicht von etwa 40 % aller erblindeten Kinder hätte mit
rechtzeitiger Behandlung gerettet werden können.
– Augenprobleme bei Kindern früh erkennen: Der beste Ort, um viele
Kinder zu erreichen, ist die Schule. Lehrer*innen werden befähigt,
einfache Sehtests durchzuführen und so zu erkennen, welche Kinder
medizinische Hilfe brauchen. Anschließend untersucht diese eine
geschulte Fachkraft und sie erhalten eine individuell angepasste
Brille, die richtigen Medikamente oder werden bei Bedarf ins nächste
Krankenhaus für eine Operation überwiesen. Alleine im Jahr 2025 haben
279.000 Schüler*innen einen einfachen Sehtest gemacht. Davon haben
etwa 2.900 Kinder und Lehrer*innen eine Brille bekommen und 1.280
eine Operation erhalten.
– Klinische Versorgung von Kinderaugen stärken: Die Ausbildung von
Fachpersonal und der Aufbau qualitativ hochwertiger Infrastruktur
ermöglicht die fachgerechte Behandlung von Kindern. Seit 2025 gibt es
in allen vier Ländern des Programms Augenärzt*innen, die auf
Kinderaugen spezialisiert sind.
– Evidenzbasierte Planung und Steuerung der öffentlichen
augenmedizinischen Versorgung von Kindern: Kinderaugengesundheit muss
ein Anliegen der öffentlichen Gesundheitsversorgung werden.
Datenerhebung, Verfassen und Umsetzen von Strategien und der Einsatz
von Ressourcen für Augengesundheit werden zusammen mit den lokalen
Verwaltungen verbessert.
Zwtl.: Erfolge aus Uganda
Dank der Unterstützung des Bundesministeriums für Arbeit,
Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz im Rahmen von
International Partnerships Austria konnten zwischen Oktober 2024 und
Juli 2026 unter anderem
– 131.323 Buben und Mädchen untersucht,
– 432 augenlichtrettende Operationen durchgeführt und
– 934 Brillen für Schulkinder individuell angefertigt werden.
Zwtl.:
Zwtl.: Zum Welttag des Augenlichts blickt Licht für die Welt auch auf
die bisher erzielten Erfolge:
100 Millionen Medikamente gegen vernachlässigte tropische
Krankheiten verteilt
Seit 1988 hat Licht für die Welt 100 Millionen Medikamente gegen
vernachlässigte Tropenkrankheiten, allen voran die bakterielle
Augeninfektion Trachom, verteilt. Krankheiten wie Trachom oder
Flussblindheit rauben Menschen ihr Sehvermögen – oft völlig
vermeidbar. Dass laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis Ende 2025
erstmals weltweit weniger als 100 Millionen Menschen eine Behandlung
gegen Trachom benötigt haben, ist ein historischer Meilenstein.
20 Millionen Augenuntersuchungen
Früherkennung ist entscheidend: Mehr als 20 Millionen
Augenuntersuchungen hat Licht für die Welt seit 1988 ermöglicht – in
Kliniken, Spitälern und bei mobilen Einsätzen. Oft dort, wo
medizinische Versorgung sonst unerreichbar ist. Zusätzlich seit 2018
auch 1,4 Millionen schulische Augenuntersuchungen für Kinder.
Vorsorge, die Leid verhindert, bevor es entsteht.
Mehr als 1 Million Augenoperationen
1,4 Millionen Augenoperationen konnte Licht für die Welt seit
1988 durchführen, die meisten davon waren Katarakt-Operationen –
einfache, sichere Eingriffe mit enormer Wirkung. Weitere
Hunderttausende Operationen, etwa bei fortgeschrittenem Trachom haben
Augenlicht gerettet.
Weitere Infos:
Mit dem Welttag des Augenlichtes startet Licht für die Welt die
Kampagne „JETZT ODER BLIND“ . Sie macht aufmerksam, wie wichtig es
ist, dass Kinder mit Augenproblemen rasch medizinische Hilfe
bekommen.
Millionenerfolge von Licht für die Welt