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Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Gedenken, zunehmender Antisemitismus und das Streben nach Frieden

Wien (OTS) – Am Vorabend des dritten Jahrestages des Terrorangriffs
der Hamas wird
Israels Botschafter David Roet gemeinsam mit der jüdischen und
israelischen Gemeinschaft im Wiener Stadttempel der Opfer des 7.
Oktober gedenken. Oz Davidian, der sein Leben riskierte, um 120
Menschen aus dem Gebiet rund um das Nova-Musikfestival zu retten,
wird von seinen Erlebnissen berichten.

Am 7. Oktober 2023, dem jüdischen Feiertag Simchat Tora, drangen
Terroristen der Hamas in Häuser und Ortschaften ein und griffen das
Nova-Festival an. Rund 1.200 Menschen wurden bei den Angriffen und
Kämpfen ermordet oder getötet, mehr als 250 Menschen wurden in den
Gazastreifen verschleppt. Massaker, Folter und sexuelle Gewalt
machten diesen Tag zum dunkelsten in der Geschichte Israels.

„Seitdem ist viel geschehen. Und doch ist ein Teil von uns noch
immer dort, an jenem Morgen. Wir sind nicht mehr dieselben Menschen.
Hinter jedem Namen steht ein ganzes Leben, eine Familie und eine
Zukunft, die gewaltsam ausgelöscht wurde“, sagte Botschafter Roet.

Seit dem 7. Oktober musste sich Israel gegen Angriffe an sieben
Fronten verteidigen. Auch weit über die Region hinaus waren Jüdinnen
und Juden sowie Israelis mit Feindseligkeit, Drohungen und Gewalt
konfrontiert. In Österreich ist die Zahl der registrierten
antisemitischen Vorfälle seit dem Massaker stark gestiegen.

„Unter Österreichs politischer Führung und in der Bevölkerung
haben wir Freunde gefunden, die fest an unserer Seite standen. Dafür
sind wir dankbar. Gleichzeitig haben andere den 7. Oktober zum Anlass
genommen, ihren Hass auf Israel und auf Jüdinnen und Juden offen zum
Ausdruck zu bringen. Kritik an der israelischen Politik rechtfertigt
weder Antisemitismus noch die Verherrlichung von Terrorismus“, sagte
Roet.

Die heutige Gedenkveranstaltung wird von der Botschaft des
Staates Israel, der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und Zusammen
organisiert. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch „Edut 710“
gezeigt, eine Ausstellung mit persönlichen Zeugnissen von
Überlebenden.

„Wir werden die Erinnerung an die Ermordeten und Gefallenen
bewahren und entschlossen bleiben, unsere Bevölkerung zu schützen.
Ein Kind in Israel soll zu Hause ruhig schlafen können. Ein jüdisches
Kind in Wien soll sicher aufwachsen und stolz auf seine Identität
sein können. Trotz allem – Wir werden niemals aufhören, nach Frieden
zu streben“, sagt Botschafter David Roet.

Die Botschaft nimmt gerne Anfragen von Journalist:innen entgegen,
die an der Gedenkveranstaltung teilnehmen oder darüber berichten
möchten. Für die Koordination des Medienzugangs wird um vorherige
Kontaktaufnahme mit der Botschaft gebeten.